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Die Rohstoffversorgung der deutschen eisenerzeugenden Industrie

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Bibliographic data

fullscreen: Die Rohstoffversorgung der deutschen eisenerzeugenden Industrie

Monograph

Identifikator:
1762973367
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-142339
Document type:
Monograph
Title:
Die Rohstoffversorgung der deutschen eisenerzeugenden Industrie
Place of publication:
Berlin
Publisher:
E. S. Mittler & Sohn
Year of publication:
1928
Scope:
VIII, 513 Seiten
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Anlagen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Rohstoffversorgung der deutschen eisenerzeugenden Industrie
  • Title page
  • Contents
  • Bericht über die Rohstoffversorgung der deutschen eisenerzeugenden Industrie
  • Anlagen
  • Index

Full text

stahlgewinnung Frankreichs der französische Schrottpreis seit Beginn 
les Jahres 1925 dauernd gefallen ist, und zwar bis zum. Sommer 1926. 
Frankreichs Stahlgewinnung beruht zu fünf Siebentel auf der Verar- 
beitung von Thomasroheisen und nur zu zwei Siebentel auf Siemens- 
Martin-Stahl-Erzeugung, zu der Schrott herangezogen wird. Frank- 
reichs Schrottentfall ist im Wachsen begriffen, und zwar dank den 
Frankenwertes aus!). Dazu kommt ferner, daß, wie oben erwähnt, mit 
steigenden Walzwerksleistungen und dem dadurch schon viel größeren 
Entfall an frischem Walzwerkseschrott. Ein starker Einfluß auf den 
‘ranzösischen Schrottpreis ging von der Entwicklung des französischen 
der steigenden Walzwerkserzeugung Frankreichs, die fast drei Viertel 
auf der Thomasherstellung fußt, der Schrottentfali zunimmt. 
Der französischen Frankeninflation und dem 
Frankendumping auf dem Auslands- wie Inlands- 
markt ist es auch im wesentlichen zuzuschreiben, 
laß 1924 bis 1926 bis zum englischen Kohlenberg- 
arbeiterstreik der deutsche Eisenmarkt, der In- 
lands- und Auslandsabsatz und damit zugleich die 
inländische Stahlgewinnung sowieder Schrottver- 
brauch, also damit auch der heimische Schrott- 
preis, auf das nachdrücklichste beeinflußt wor- 
den ist. 
Daß im übrigen ein enger Zusammenhang zwischen der deutschen 
Schrottpreisentwicklun g und der Entwicklung der deutschen 
Siemens-Martin-Stahlherstellung besteht, was ähnlich 
auch in England und Amerika in gewissem Maße Tatsache ist, goll hier 
nur angedeutet werden?). 
Die deutsche Schrottpreiskurve®*) zeigt große Aus- 
schläge, je nach der Beschäftigung der Stahlwerke, die wiederum von 
dem Eingang der Aufträge abhängt. Schon die Zunahme der Auftrags- 
eingänge für Neueisen kann bei geringen Schrottvorräten dahin führen, 
laß der Schrottmarkt in Bewegung gesetzt wird, wenn mit der Herein- 
nahme von Walzeisenbestellungen die Ausgabe von Schrottbestellungen 
Hand in Hand geht. Hierauf stellen. sich die Händler und schrott- 
abgebenden Werke sofort ein. Fabriken, die Schrottentfall haben, halten 
in Erwartung steigender Preise den Schrott zurück, und der Schrott- 
großhandel versucht mit Hilfe des Kleinhandels, seiner Aufkäufer und 
der kleinen Sammler, seinen Schrottbestand. zu vergrößern und mit dem 
Verkauf gleichfalls zurückzuhalten, bis der erwünscht erscheinende Preis 
erzielt werden kann. 
So macht sich die Spekulation in weitesten Kreisen eine 
größere Schrottnachfrage zunutze; ebenso nutzt sie selbstverständ- 
lich Frachtunterschiede sowie Zeiten der Roheisenknappheit aus. 
Dadurch, daß der Schrott eine gewisse Zeit dem Markte ent- 
zogen werden kann. wird der Preis in die Höhe getrieben. Aus 
1) Vgl. Abb. 7 8.346, 
?) Vgl. Abb. 8 S. 347. 
“ Vgl. Abb, 9 S, 849 u. Anl. 13 S. 386. 
AR
	        

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Die Rohstoffversorgung Der Deutschen Eisenerzeugenden Industrie. E. S. Mittler & Sohn, 1928.
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