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Die Rohstoffversorgung der deutschen eisenerzeugenden Industrie

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Bibliographic data

fullscreen: Die Rohstoffversorgung der deutschen eisenerzeugenden Industrie

Monograph

Identifikator:
1762973367
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-142339
Document type:
Monograph
Title:
Die Rohstoffversorgung der deutschen eisenerzeugenden Industrie
Place of publication:
Berlin
Publisher:
E. S. Mittler & Sohn
Year of publication:
1928
Scope:
VIII, 513 Seiten
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Anlagen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Rohstoffversorgung der deutschen eisenerzeugenden Industrie
  • Title page
  • Contents
  • Bericht über die Rohstoffversorgung der deutschen eisenerzeugenden Industrie
  • Anlagen
  • Index

Full text

Dberschlesien 
Ostseehäfen . 
Albehäfen . . 
Weserhäfen . 
Breslau ... 
Sachsen ... 
Berlin .... 
Bayern .. 
Magdeburg 
}8000 Tonnen 
7300 
3600 
L000 
3400 
2800 
2400 
2100 
1700 
Rn 
Die tschechische Eisenindustrie greift also heute mit der Hälfte 
ihrer gesamten Schrotteinfuhr in alle ost-, mittel- und norddeutschen 
Schrottentfallgebiete hinüber, in die Versorgungsgebiete der auf den 
Schrottbezug besonders angewiesenen deutschen Eisenbezirke, deren 
Schrottmarkt hierdurch eine Störung erfährt. Früher wurde diese 
Störung dadurch vermieden, daß die Techechei sich der Berliner Schrott- 
einkaufsgesellschaft bediente, um ihren Zusatzbedarf in Deutschland zu 
decken. Heute sind diese Störungen des deutschen Schrottmarktes um 
so nachteiliger und stärker, als die Techechei unter straffster Hand- 
habung ihres Schrottausfuhrverbots den Schrottinlandspreis niedrig zu 
nalten versteht, um hierdurch in der Lage zu sein, für die einzu- 
:ührenden Schrottmengen höhere Preise anlegen zu können. So beträgt 
seit dem 15. Juni 1926 der Inlandspreis für Kernschrott 330 K&, — 
41 RM. je Tonne, soweit die Lieferung aus Böhmen erfolgt, und 
320 K&. = 39,80. RM., soweit Lieferungen ab Mähren und Schlesien in 
Betracht kommen. Die Preise gelten waggonfrei Versandstation. Die 
bis franko Werk entstehende Durchschnittsfracht dürfte 32 bis 48 K& 
oder rund 4 bis 6 RM. befragen, ist aber tatsächlich niedriger, weil die 
tschechischen Werke mit der tschechischen Eisenbahnverwaltung: Ver- 
träge abgeschlossen haben, nach denen ihnen je nach der Schrottmenge, 
lie bezogen wird, Frachtermäßigungen eingeräumt werden. Gleich- 
zeitig hält sich die Tschechei durch außerordentlich hohe Eisenzölle 
fremdes Neueisen von ihrem Markte fern und hält den Neueisenpreis im 
Inlande hoch, um nach dem Ausland Neueisen zu billigeren Preisen 
ılefern zu können. Die Tschechei war also bisher in der Lage, unter. 
deranziehung des deutschen Schrotts Neueisen zu billigen. Preisen nach 
dem deutschen Binnenmarkt zu liefern. 
In Polen liegen die Verhältnisse ähnlich. Polen hat gleichfalls 
außerordentlich hohe, prohibitive Eisenzölle und einen so hohen Schrott- 
ausfuhrzoll, daß er wie ein Ausfuhrverbot wirkt. Auch Polen hält den 
[nlandspreis für Schrott möglichst niedrig. In der Vorkriegszeit hat 
lie polnische Eisenindustrie keine nennenswerten Schrottmengen aus 
Deutschland bezogen. In der Nachkriegszeit ist infolge der: Zuteilung 
Ostoberschlesiens an Polen der Schrottbezug auf Grund des Genfer 
Diktats erheblich gewachsen. Bis zum 14. Juni 1927 hatte Polen An- 
spruch auf ein deutsches Schrottkontingent in Höhe von 235000 t 
jährlich. Zwischen den west- und ostoberschlesischen Werken ist geit 
Jahren ein Übereinkommen geschlossen, nach dem der Schrotteinkauf 
von der Berliner Schrotteinkaufsgesellschaft gemeinsam für die west- 
362
	        

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Die Rohstoffversorgung Der Deutschen Eisenerzeugenden Industrie. E. S. Mittler & Sohn, 1928.
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