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Die Rohstoffversorgung der deutschen eisenerzeugenden Industrie

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Bibliographic data

fullscreen: Die Rohstoffversorgung der deutschen eisenerzeugenden Industrie

Monograph

Identifikator:
1762973367
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-142339
Document type:
Monograph
Title:
Die Rohstoffversorgung der deutschen eisenerzeugenden Industrie
Place of publication:
Berlin
Publisher:
E. S. Mittler & Sohn
Year of publication:
1928
Scope:
VIII, 513 Seiten
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Bericht über die Rohstoffversorgung der deutschen eisenerzeugenden Industrie
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Rohstoffversorgung der deutschen eisenerzeugenden Industrie
  • Title page
  • Contents
  • Bericht über die Rohstoffversorgung der deutschen eisenerzeugenden Industrie
  • Anlagen
  • Index

Full text

200 km-Zone decken konnte. Ähnlich liegen die Verhältnisse für das 
Ruhrgebiet und für Sachsen. Eine erhebliche Änderung hat jedoch die 
Schrottversorgung Oberschlesiens erfahren, das in der Vorkriegszeit 
rund 51° innerhalb eines Umkreises von 200 km decken konnte, und 
durch den Verlust Ostoberschlesiens und. der Provinz Posen diesen An- 
teil auf 45,5 °/, verringern mußte; während Sachsen und das Siegerland 
nicht über die 300 km-Zone hinausgehen und Sachsen, das Siegerland 
und das Ruhrgebiet aus allen Richtungen ungehindert Schrott beziehen 
können, eröffnen sich für Oberschlesien, das im äußersten Südosten des 
Reiches liegt, Bezugsmöglichkeiten aus Deutschland nur innerhalb eines 
schmalen Kreisausschnittes. Diese Verhältnisse eind für die Fracht- 
belastung von erheblicher Bedeutung. 
Nach der jeweiligen Art der Herkunft wie nach seiner Beschaffenheit 
wird Schrott in einzelne Schrottsorten unterschieden. Die wichtigste 
Trennung erfolgt zwischen Eisen- und Stahlschrott und Spänen, denen 
Gußbruch gegenübergestellt wird. Unter Gußbruch versteht man den 
Abfall aus allen Arten von Gußeisen, also aus Kisen, "das 
mehr als 1 bis 2°%, Kohlenstoff besitzt. Sowohl bei Gußbruch wie 
bei Eisen- und Stahlschrott handelt es sich um Material, das quali- 
tativ nicht gleichartig ist. Der Schrotthandel unterscheidet etwa 40 
verschiedene Sorten, deren Einteilung wiederholt im Laufe der Zeit, 
insbesondere aber seit Beginn des Krieges versucht worden ist. Im 
einzelnen geben. darüber die verschiedenen Schrottsortenlisten Auskunft, 
Wesentlich ist dabei die Unterscheidung zwischen hochwertigem und 
minderwertigem Schrott. Als hochwertiger Schrott gilt frischer, schwerer 
Walzwerksschrott, schwerer Stahlschrott, Kernschrott usw. Als minder- 
wertiger Schrott sind Späne, Schmelzeisen, Blechpakete anzusehen, Bei 
Gußbruch gilt als hochwertiger Schrott vor allem Spezial- und Ma- 
schinengußbruch, während Ofen- und Topfguß sowie Brandguß als min- 
derwertige Gußbruchsorten betrachtet werden müssen‘). Die Qualitäts- 
unterschiede des Schrotts besitzen insofern Bedeutung, als sie die Ver- 
wendungsweise in gewissem Umfange beeinflussen. So wird im Siemens- 
Martin-Ofen vorzugsweise hochwertiger Schrott verbraucht; die minder- 
wertigen Schrottsorten kommen in der Hauptsache für die Zugabe im 
Hochofen in Frage. Überhaupt ist minderwertiger Schrott in gewissen 
Ofenarten nur beschränkt verwendungsfähig. Die technische Entwick- 
lung in der eisenschaffenden Industrie, besonders die steigenden. Öfen- 
größen und die Häufigkeit der Chargenzahl hat dazu geführt, daß nach 
Möglichkeit schwerer Schrott verwendet wird. Im allgemeinen aber be- 
stimmen nicht technische Überlegungen, sondern vor allem die jeweilige 
Preishöhe des Materials die Verwendung einzelner Schrottsorten. In 
welchem Verhältnis hochwertiger und minderwertiger Schrott verbraucht 
wird, läßt sich aus den Umsätzen der wichtigsten Schrotteinkaufsorga- 
nisationen entnehmen. Im Westen dürften etwa 75°. hochwertiger 
‘) Der in dem Anhang des Berichts wiedergegebenen Aufstellung 5. 8741f. liegen 
Mitteilungen der in der internationalen Schrottwirtschaft beteiligten Sachverständigen 
zugrunde. Dabei ist zu bemerken, daß die ae in Belgien und in Frankreich 
Te Allgemeinen nicht so streng durchgeführt wird wie in Deutschland und in 
Iingland.
	        

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Die Rohstoffversorgung Der Deutschen Eisenerzeugenden Industrie. E. S. Mittler & Sohn, 1928.
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