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Die Rohstoffversorgung der deutschen eisenerzeugenden Industrie

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Bibliographic data

fullscreen: Die Rohstoffversorgung der deutschen eisenerzeugenden Industrie

Monograph

Identifikator:
1762973367
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-142339
Document type:
Monograph
Title:
Die Rohstoffversorgung der deutschen eisenerzeugenden Industrie
Place of publication:
Berlin
Publisher:
E. S. Mittler & Sohn
Year of publication:
1928
Scope:
VIII, 513 Seiten
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Anlagen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Grundriß der allgemeinen Volkswirtschaftslehre
  • Begriff. Psychologische und sittliche Grundlage. Literatur und Methode. Land, Leute und Technik. Die gesellschaftliche Verfassung der Volkswirtschaft (1.1901)
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung. Begriff. Psychologische und sittliche Grundlage. Litteratur und Methode
  • Erstes Buch. Land, Leute und Technik als Massenerscheinung und Elemente der Volkswirtschaft
  • Zweites Buch. Die gesellschaftliche Verfassung der Volkswirtschaft, ihre wichtigen Organe und deren Hauptursachen
  • Index

Full text

352 
Zweites Buch. Die gesellschaftliche Verfassung der Volkswirtschaft. 
Vieles, was man von der Arbeitsteilung überhaupt aussagte, gilt nur von dieser 
weitgehendsten Art der gewerblichen Arbeitszerlegung, die zugleich ihren eigentümlichen 
Charakter dadurch erhält, daß sie vom Unternehmer angeordnet, meist in der Fabrik 
und unter ihrer Disciplin ausgeführt wird. Es ist eine Art specialisierter Arbeit, die 
in schroffem Gegensatze zur haus- und landwirtschaftlichen, zur gewerblichen alten Werk— 
stattarbeit steht. 
Einen etwas verschiedenen Charakter hat diese Arbeitszerlegung, je nachdem sie 
mehr an specialisierte Werkzeuge anknüpft und so virtuose Teilarbeiter schafft, deren 
Ausbildung, in Jahren erworben, gleichsam einen wertvollen Besitz darstellt oder, je 
nachdem die Arbeitsmaschinen gesiegt haben und damit die virtuosen Teilarbeiter über— 
flüssig, durch ungelernte und sogenannte Futterarbeiter ersetzt wurden. Gewiß ist mit 
der fortschreitenden Maschinenanwendung so ein Teil der Arbeiter technisch herabgedrückt 
worden, aber es ist eine große Übertreibung, wenn Marx die Sache so darstellt, 
als ob hierdurch fast alle Arbeiter in ungelernte verwandelt, der ganze Arbeiterstand 
gesunken wäre. 
Die neueste deutsche Berufszählung hat über das Vorkommen der gelernten und 
ungelernten Arbeiter zum erstenmale volles Licht verbreitet. Ich führe nach ihr und 
anderweiten Nachrichten folgendes an. Es ist zuerst zu bemerken, daß auch viele so— 
genannte ungelernte Arbeiter, wie die Spinner und Weber, durch gute und lange Übung zu 
halbgelernten werden können. Der ausgezeichnete Maschinenweber kann die doppelte, oft 
dreifache Zahl mechanischer Webstühle bedienen. Sehr wichtig ist, daß die ungelernte 
gewerbliche Arbeit fast doppelt so stark bei dem weiblichen Geschlecht vorkommt wie beim 
männlichen; ferner daß sie in der Landwirtschaft mehr als noch einmal so zahlreich, 
im Handel und Verkehr mehr als dreimal so häufig vertreten ist wie im Gewerbe. Die 
ungelernte weibliche Arbeit liegt aber im Wesen des weiblichen Geschlechtes an sich mehr 
begründet; und die ungelernte landwirtschaftliche Arbeit ist abwechslungsvoll und ge— 
sund, ist in der Unmöglichkeit der Arbeitsteilung in der Landwirtschaft begründet; die im 
Handel und Verkehr besteht vielfach aus Vertrauenspersonen, aus Kutschern, Hausdienern ꝛc. 
Außerdem beschränkt sich in der Industrie die starke Zunahme der ungelernten 
Arbeiter auf gewisse Industriegruppen, wie Spinnerei, Weberei, Wäscherei, Färberei, 
Buchbinderei, Papier-, chemische, Zuckerfabriken, Hütten ꝛc. In dem größeren Teile der 
Maschinen⸗, Metall-⸗, Holz-, Möbel-, Lederindustrie, in den Kunstgewerben, in den alten 
Handwerken überwiegt noch heute die gelernte Arbeit; in vielen Industrien hat bis in 
die neuere Zeit trotz zahlreicher Maschinen die Specialisierung der Operationen zu— 
genommen, und stehen überall neben Futterarbeitern feine Specialarbeiter, z. B. in einer 
englischen Tuchfabrik wurden neuerdings 34 Operationen, in einer deutschen Schuh— 
warenfabrik 16 unterschieden. Ich führe zuletzt das Gesamtresultat der deutschen Be— 
rufszählung und einer Erhebung an, die Bücher für Bafel im Jahre 1888 gemacht hat. 
Es gab unter 100 Gewerbetreibenden: 
Unternehmer Beamte gelernte ungelernte Arbeiter 
in Basel.. .. 24,8 —EX 50,8 9,s 
in Deutschland .. 24,8 320 468 25,8 (darunter auch die Familien⸗ 
glieder, die mit arbeiten). 
In diesen Zahlen liegt zugleich ein Hinweis auf die vier socialen Gruppen, welche 
die moderne gewerbliche Arbeitsteilung geschaffen hat. An der Spitze der größeren Ge— 
schäfte steht die leitende, kaufmännisch und technisch geschulte Aristokratie; die betreffenden 
sind meist zugleich die Eigentümer eines erheblichen Teiles des in den Geschäften steckenden 
werbenden Kapitals; aber vielfach sind es auch mittellose Kapazitäten, die als Direktoren 
von Gesellschaften, als Associss, als Prokuristen die Geschäfte leiten. Neben dieser Klasse 
steht im Verhältnis zu bezahlten Beamten heute die rasch wachsende Zahl der Commis, 
Techniker, Künstler, Contremaitres, Aufseher, die teils aus dem Handel, teils aus den 
liberalen Berufen, teils aus dem höheren Arbeiterstande hervorgehen. Sie bilden zusammen 
mit den kleineren Unternehmern die höhere Schicht des Mitielstandes. An dritter und
	        

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Begriff. Psychologische Und Sittliche Grundlage. Literatur Und Methode. Land, Leute Und Technik. Die Gesellschaftliche Verfassung Der Volkswirtschaft. Duncker & Humblot, 1901.
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