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Die Rohstoffversorgung der deutschen eisenerzeugenden Industrie

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Bibliographic data

fullscreen: Die Rohstoffversorgung der deutschen eisenerzeugenden Industrie

Monograph

Identifikator:
1762973367
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-142339
Document type:
Monograph
Title:
Die Rohstoffversorgung der deutschen eisenerzeugenden Industrie
Place of publication:
Berlin
Publisher:
E. S. Mittler & Sohn
Year of publication:
1928
Scope:
VIII, 513 Seiten
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Anlagen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Rohstoffversorgung der deutschen eisenerzeugenden Industrie
  • Title page
  • Contents
  • Bericht über die Rohstoffversorgung der deutschen eisenerzeugenden Industrie
  • Anlagen
  • Index

Full text

Von einem Gesamtflottenbestand von 29 092 Schiffen mit 62 671 937 
Bruttoregistertonnen sind 7247 Schiffe mit 8805 712 . Bruttoregister- 
tonnen mehr als 25 Jahre alt, im Prozentsatz also 14,06%. Hierbei 
muß beachtet werden, daß ein starker Prozentsatz des Abganges an 
Schiffen durch Seeunfall regelmäßig erfolgt, also die physische Lebens- 
dauer des Eisens, welches zu diesen Schiffen verwandt war. bestimmt 
nicht erschönft war. 
Zweitens muß berücksichtigt werden, daß diese Zahlen, welche auf 
das Jahr 1926/27 abgestellt sind, eine ganz erhebliche Einschränkung 
durch die Kriegsereignisse erlitten haben, dergestalt, daß die Haupt- 
schiffahrtsländer, wie Großbritannien mit Kolonien, die Vereinigten 
Staaten, Frankreich und andere durch den Kriegsverlust und Neuersatz 
eine verhältnismäßig starke Verjüngung ihrer vorhandenen Flotte er- 
fahren haben. Hieraus müßte geschlossen werden, daß der Prozentsatz 
der über 25 Jahre alten Schiffe bedeutend, wahrscheinlich normalerweise 
donpelt so hoch sein würde. 
Von Bedeutung dürfte auch eine vor kurzem durch den Leiter des 
Germanischen Lloyd dem Unterzeichneten gemachte Mitteilung sein, 
daß die eisernen Schiffe, welche in Deutschland in den 80er und 90er 
Jahren vorigen Jahrhunderts gebaut wurden, praktisch unverwüstlich 
wären und auch heute noch trotz schärfster Kontrolle keine Ausrangie- 
rung bezüglich ihrer Gebrauchsfähigkeit für die Seefahrt rechtfertigen 
würden. 
Wir können daher unsere Antwort nur dahin zusammenfassen, daß, 
soweit das in der Seeschiffahrt verwandte Eisen- und Stahlmaterial in 
Frage kommt, eine 25 jährige Lebensdauer viel zu niedrig ist. 
Wir gestatten uns, den von uns angefertigten Auszug, aus dem 
obige Zahlen ersichtlich sind, dieser Auskunft beizufügen. 
Was schließlich die Frage wegen der Abwrackindustrie angeht, so 
haben wir darauf zu erwidern, daß diese Tätigkeit sich in den letzten 
Jahren ganz außerordentlich vermindert hat. Eine ganze Anzahl von 
lediglich zu diesem Zwecke, alte Kriegs- und Handelsschiffe abzu- 
wracken, eingerichteten Unternehmungen sind stillgelegt, und auch die 
Nebenbeschäftigung, welche eine Anzahl von Schiffswerften mangels 
anderer Aufträge sich durch Abwracken zu verschaffen suchte, hat mehr 
und mehr abgenommen, so daß nach unserer Kenntnis der Entfall von 
Schrott aus dem Abwracken von Schiffen keine große Bedeutung mehr 
für den Gesamtentfall von Schrott besitzt. 
Die Kosten des Abwrackens sind durch die starken Lohnerhöhungen, 
welche seit Beendigung der Inflation dazu geführt haben, daß heute die 
Löhne bedeutend über den Friedensstand und besonders gegen die Zeit 
bei Stabilisierung der Mark gestiegen sind, auch ohne Frage die Ur- 
sache, daß die Tätigkeit des Abwrackens mehr und mehr verschwindet. 
Der Erlös soll in vielen Fällen kaum die Anschaffungs- und' Verschlep- 
pungskosten gedeckt haben, so daß jeder Anreiz verloren gegangen ist. 
7
	        

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Die Rohstoffversorgung Der Deutschen Eisenerzeugenden Industrie. E. S. Mittler & Sohn, 1928.
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