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Die Rohstoffversorgung der deutschen eisenerzeugenden Industrie

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Bibliographic data

fullscreen: Die Rohstoffversorgung der deutschen eisenerzeugenden Industrie

Monograph

Identifikator:
1762973367
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-142339
Document type:
Monograph
Title:
Die Rohstoffversorgung der deutschen eisenerzeugenden Industrie
Place of publication:
Berlin
Publisher:
E. S. Mittler & Sohn
Year of publication:
1928
Scope:
VIII, 513 Seiten
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Anlagen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Rohstoffversorgung der deutschen eisenerzeugenden Industrie
  • Title page
  • Contents
  • Bericht über die Rohstoffversorgung der deutschen eisenerzeugenden Industrie
  • Anlagen
  • Index

Full text

im Binnenverkehr 
nach dem Siegerland 
191% ‚470 000 Tonnen = 50% 857 000 Tonnen = 22,6% 
1926 . [201000 „=27%| 48000 „= 65% 
im Fernverkehr 
‚ 678 000 Tonnen = 47,4% 
1451000 „ =665% 
Es ist also 1926 das Siegerland als Abnehmer so gut wie aus- 
gefallen. 
Die Auswirkung der hohen Frachtkosten trifft den Versand dieses 
Gebietes besonders stark, da die Entfernungen zu den Verbrauchs- 
stätten der Erze, abgesehen von den wenigen Hochöfen an der Dill und 
Lahn selbst, erheblich größer sind und die Fracht die Erze um 4,50 RM., 
ja bis 5 RM. verteuert. 
Die Selbstkostenentwicklung und die Verschiebung der einzelnen 
Unkostenfaktoren zeigt das Schaubild Anlage 9*). Während im Siegerland 
die Gestehungskosten nur um 27 °%, heraufgegangen sind, ist im Dill- 
und Lahngebiet eine Steigerung von durchschnittlich 37 °/, eingetreten, 
ein Zeichen dafür, daß sich die verteuernden Faktoren bei den kleinen 
Gruben des dortigen Bezirks schärfer ausgewirkt haben bzw., daß eine 
Rationalisierung im Ausmaße der im Siegerländer Bezirk durchge- 
führten noch nicht möglich war. 
3 Oberhessen. 
Es handelt sich bei den hessischen Vorkommen um unregelmäßige 
Lager und Linsen verschiedener Größe, die mit wellenförmiger Be- 
grenzung auf einer Unterlage vulkanischer Natur auf Basalt oder 
Basalttuff aufliegen und teils unmittelbar zu Tage austreten, teils von 
einer mehr oder minder starken Decke jüngerer Schichten überlagert 
sind. 
Die wichtigsten und meisten dieser Linsen sind primäre Bildungen. 
Sie zeigen Anreicherungen des durch Zersetzung freiwerdenden KEisen- 
zehaltes des Basaltes zu Schnüren, Schalen und Bändern oder sind aus 
Zertrümmerungsprodukten dieser Masse hervorgegangen. Eine Gesetz- 
mäßigkeit in der Bildung der Lager hat sich noch nicht finden lassen, 
doch scheinen sie Spaltenbildungen zu folgen. 
Die Mächtigkeit einer Linse schwankt von 0 bis 20 m bei geringer 
Flächenerstreckung. ; 
Die Erze, die im Tagebau verhältnismäßig einfach und billig ge- 
wonnen werden, enthalten nur 17 bis 22°% Fe und etwa 0,35 °% Mn 
mit einem Phosphorgehalt von rund 0,20 °. Sie müssen, um handels- 
fähig zu sein, gewaschen werden und kommen mit 42 bis 44 °% Fe und 
etwa 1,5°% Mn und 0,4 °% P auf den Markt. Durch den Waschprozeß 
gehen erhebliche Teile des Metallgehaltes der Erze verloren, da die 
feinen und feinsten Teile mitgespült werden. Infolge dieser heute noch 
unvermeidbaren Verluste sind rund 5 Tonnen Roherz notwendig, um 
1 Tonne Versanderz herzustellen. Die Hauptkosten liegen hier nicht 
) Siehe 8. 117. 
70
	        

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Die Rohstoffversorgung Der Deutschen Eisenerzeugenden Industrie. E. S. Mittler & Sohn, 1928.
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