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Bedarf und Absatzmöglichkeiten in Sowjetrußland

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Bibliographic data

fullscreen: Bedarf und Absatzmöglichkeiten in Sowjetrußland

Monograph

Identifikator:
1763702944
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-146721
Document type:
Monograph
Title:
Bedarf und Absatzmöglichkeiten in Sowjetrußland
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Schlüchterer
Year of publication:
1926
Scope:
47 Seiten
graph. Darst.
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Querschnitt der sowjetrussischen Wirtschaft / von Dipl.-Ing. W.A. Burg, Berlin
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Bedarf und Absatzmöglichkeiten in Sowjetrußland
  • Title page
  • Absatzmöglichkeiten für die deutsche Industrie in Russland
  • Die sowjetrussische Textilindustrie / von Dr. Melkich, Dozent am Russischen Wissenschaftlichen Institut, Berlin
  • Zur Frage der Versorgung der russischen Landwirtschaft mit Maschinen und Geräten / von Dipl.-Ing. W.A. Burg, Berlin
  • Die sowjetrussische Kohlenindustrie und die eisenschaffende Industrie / von Dr. Melkich, Dozent am Russischen Wissenschaftlichen Institut, Berlin
  • Querschnitt der sowjetrussischen Wirtschaft / von Dipl.-Ing. W.A. Burg, Berlin
  • Die Bearbeitung des russischen Marktes

Full text

Auch der von Deutschland zur Verfügung gestellte 300- 
Millionen-Kredit, dessen Ausnutzung durch Sowjetrussland 
in höchstem Masse zweifelhaft erscheint, wird an der 
Sache nichts ändern und nicht imstande sein, die Waren- 
zirkulation in Sowjetrussland in Gang zu setzen. Die 
russische Wirtschaft lässt sich nur auf die Beine stellen 
durch Einfuhr einer grossen Menge von Waren, deren die 
Bauernschaft bedarf; ferner durch bedeutende Kapital- 
‘hvestitionen bei der Industrie. Das alles lässt sich jedoch 
aur mit Hilfe einer grossen Auslandsanleihe ermöglichen, 
wofür nur der angelsächsische Kapitalmarkt in Frage 
zommt, welcher, wie der Verlauf aller möglichen Versuche 
der Sowjetregierung bis jetzt gezeigt hat, nicht günstig 
gestimmt ist, solange das Aussenhandelsmonopol besteht, 
solange keine neue Situation geschaffen. wird ‚durch Be- 
seitigung der bürokratischen Verwaltung der Industrie und 
der sogenannten Planwirtschaft, deren Zweckmässigkeit am 
vesten durch folgenden Ausspruch Dsershinskis illustriert 
wird: „Wir haben das uns von der Bourgeoisie hinterlassene 
Anlagekapital verbraucht, wir erdulden den allerschlimmsten 
Warenhunger, alle Reserven an qualifizierter Arbeiterschaft 
und technischem Personal sind erschöpft“, und‘ durch die 
Tatsache, dass die Plankommission beim Rate für Arbeit 
and Verteidigung die Direktiven für die Wirtschaftspolitik 
betreffs des 2. Halbjahrs 1925/26 (1. April 1926 bis 30. Sep- 
jember 1926) erst am 26. Juni 1926 herausgegeben hat, 
also etwa drei Monate vor Schluss des Jahres, und diese 
verspäteten Direktiven wurden aufgestellt auf Grund von 
Kontrollzahlen, die Dsershinski als „völlig aus der Luft 
gegriffen“ bezeichnete. 
Ohne Einräumung weitestgehender Konzessionen an das 
ausländische und das inländische Kapital, ohne Befreiung, 
d. h. ohne Denationalisierung der Industrie, ohne Schaffung 
rechtlicher Normen, wie sie die moderne kapitalistische 
Wirtschaft erfordert, (während der Zeit ihres achtjährigen 
Bestehens konnte die Sowjetregierung bekanntlich keine 
kommunistische Wirtschaftsordnung schaffen), wird es 
nicht möglich sein, den Absterbeprozess (6 Mill. Arbeitslose 
in Stadt und Land, während in der ganzen staatlichen 
Industrie die Zahl der beschäftigten Arbeiter im März 1926 
aur. 1952000 Mann betrug) aufzuhalten, und wir werden 
zweifelsohne in nächster Zukunft erleben, dass’ die Sowjet- 
regierung nicht nur dem ausländischen sondern auch dem 
.nländischen Kapital weitreichende Konzessionen macht.
	        

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Bedarf Und Absatzmöglichkeiten in Sowjetrußland. Schlüchterer, 1926.
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