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Zur Psychologie des Anlernens und Einübens im Wirtschaftsleben

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Bibliographic data

fullscreen: Zur Psychologie des Anlernens und Einübens im Wirtschaftsleben

Monograph

Identifikator:
1768152721
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-148079
Document type:
Monograph
Title:
10 Jahre Wiederaufbau
Place of publication:
Wien
Publisher:
Wirtschaftszeitungs-Verlags-Ges. M.B.H.
Year of publication:
1928
Scope:
664 S.
Ill.
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Die Akademie der bildenden Künste in Wien
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Zur Psychologie des Anlernens und Einübens im Wirtschaftsleben
  • Title page
  • I. Kapitel. Die Nähschule
  • II. Kapitel. Die Instruktion der Tramwagenführer
  • III. Kapitel. Die Berufslehre in einer Lehrwerkstätte
  • Allgemeine Schlussbetrachtungen
  • Contents

Full text

oder zu wenig weit gedreht hat. Es kann sogar soweit kommen, daß 
er im Augenblick nicht einmal mehr weiß, ob er zum Ausschalten des 
Stromes nach rechts oder nach links drehen muß. Mit der Zeit treten 
aber diese Erscheinungen zurück: der ganze Ueberlegungsprozeß wird 
unbewußt, der Arm reagiert nach hinreichender Uebung automatisch 
richtig, reflexähnlich den Umständen und ihren Anforderungen angepaßt. 
Damit der Kandidat diese Manipulationen gehörig einüben kann, 
wird im Instruktionsraum ein Kontroller mit Handbremsen, Fußglocke 
und Sandstift aufgestellt. Zuerst muß er die Kurbel auf Kommando 
richtig und genau bewegen. «Touche eins, zwei, drei, vier, ausschalten! 
—- Touche eins, zwei, ausschalten!» usw. Den Anweisungen gemäß hat 
der Kandidat sich anzustrengen, die verlangte Touche möglichst genau 
zu treffen und seine Aufmerksamkeit auf die richtige Druckempfindung 
und das Bewegungsgefühl zu konzentrieren. Dabei wird er auf die 
Folgen des ungenauen Touchierens aufmerksam gemacht, indem man 
ihm die Kontaktlamellen zeigt. Sobald die Genauigkeit der Kurbelbe- 
wegung augenscheinlich genügt, läßt man sie auf einem laufenden Pa- 
pierstreifen automatisch registrieren. Daran zeigt sich nun, ob die ob- 
jektiv genügende Genauigkeit bereits erreicht ist oder nicht, und 
ob die Weiterübung der Manipulation noch eine Steigerung der Ge- 
nauigkeit bewirkt. Ist beides nicht der Fall, so fehlt es an der notwen- 
digen Konzentration oder am nötigen Willen. Dann wird der Kandidat 
eben entsprechend angeleitet, bis er den Anforderungen genügt. 
Ist die Genauigkeit erreicht, so folgt die Steigerung des Tempos bis 
zu genügendem Grade. Das bereitet weiter keine Schwierigkeiten, weil 
erfahrungsgemäß das ausreichende Tempo von allen Kandidaten rasch 
erreicht wird. Etwas schwieriger ist die nun noch notwendige Steige- 
rung der Sicherheit und der Automatisierung. Zu diesem Zweck ver- 
langt man, daß der Kandidat die Augen nach vorne richtet und nicht 
mehr auf den Kontroller schaut. Immerhin darf man hier nicht zu 
rasch vorgehen, damit die bereits erworbene Genauigkeit des Handelns 
und das Gefühl der Sicherheit nicht leiden. 
Bis dahin wurde immer noch die Touche bezeichnet, auf die zu schal- 
ten war. Mit eintretender Automatisierung wird diese Instruktion durch 
allgemeine Anweisungen ersetzt, wie «Anfahren; volle Geschwindigkeit; 
ausschalten!» Der Uebergang dazu gibt sich ganz natürlich und bereitet 
dem nun schon vorgeübten Kandidaten keine Schwierigkeiten. Ebenso- 
wenig die Einhaltung des richtigen Tempos, an welches sich der Mann 
ganz natürlich schon in der ersten Phase der Instruktion gewöhnt hat. 
Mit wachsender Automatisierung der exakten Bewegungen wird auch 
die subjektive Sicherheit größer, zuerst unbewußt; schließlich braucht 
es wenig mehr, bis der Kandidat die Tatsache erlebt, daß er die Strom- 
kurbelbewegung beherrscht, und dadurch wird das letzte Ziel der hier 
besprochenen Instruktion erreicht, die bewußte innere Sicherheit. 
AO
	        

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Die Volkswirthschaftslehre.
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