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Die obligatorische Krankenversicherung

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Bibliographic data

fullscreen: Die obligatorische Krankenversicherung

Monograph

Identifikator:
176840707X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-149526
Document type:
Monograph
Title:
Die obligatorische Krankenversicherung
Place of publication:
Genf
Publisher:
Internationales Arbeitsamt
Year of publication:
1927
Scope:
892 Seiten
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Fünfter Teil. Das Streitverfahren, Rechtsverletzungen und Strafen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die obligatorische Krankenversicherung
  • Title page
  • Allgemeine Einleitung
  • Erster Teil. Das Anwendungsgebiet
  • Zweiter Teil. Leistungen
  • Dritter Teil. Einnahmequellen und Finanzgebaren
  • Vierter Teil. Die Versicherungsträger
  • Fünfter Teil. Das Streitverfahren, Rechtsverletzungen und Strafen
  • Sechster Teil. Die Krankenversicherung der Ausländer
  • Contents

Full text

DAS STREITVERFAHREN, RECHTSVERLETZUNGEN UND STRAFEN 805 
Rat für Soziale Fürsorge über die Beschwerden und Einsprüche, die 
vor ihn gebracht werden. 
Die Beteiligten sind bei diesen Stellen vertreten. 
Schiedsgerichte 
Die Schiedsgerichte werden für jeden Versicherungs- und Fürsorgebezirk 
errichtet (Art. 60). 
Zusammensetzung 
Sie bestehen aus einem Vorsitzenden, vier beamteten Richtern und vier 
Stellvertretern. Die Tätigkeit des Vorsitzenden übt der Leiter des 
Fürsorge- und Versicherungsbezirks aus. 
Drei Mitglieder des Schiedsgerichts sind aus den Delegierten der Ver- 
sicherungsvereine auf Gegenseitigkeit und einer aus den Angehörigen der 
Ärzteschaft des Ortes zu wählen. 
Die Vertreter der Krankenkassen können in keinem Fall dem Schieds- 
gericht als Mitglieder angehören (Art. 60 Abs. 1, 2, 3, Verordnung Nr. 5636). 
Zuständigkeit 
Die Schiedsgerichte entscheiden über : 
I. die Beschwerden gegen die Entscheidungen der Träger der sozialen 
Zwangsversicherung und der Träger der freien Versicherung ; 
über die Streitigkeiten aus Anlass der Auslegung der Statuten der 
Kassen und Kassenvereinigungen und Verbände, die ihren Sitz 
innerhalb des Bezirks haben ; 
über die Beschwerden gegen den Ausschluss von Versicherten ; 
über die Streitigkeiten, die die Leistungen und die Verpflichtungen 
der Versicherung betreffen. 
Das Verfahren vor den Schiedsgerichten ist an sich kostenlos, jedoch 
fallen. bei mutwilliger Klageerhebung die Verfahrenkosten der unterlie- 
zenden Partei zur Last (Art. 61 der Verordnung, Nr. 5636). 
Der Höhere Rat für Soziale Fürsorge 
Zusammensetzung 
Den Vorsitz in dem Höheren Rat für Soziale Fürsorge führt der Arbeits- 
minister. Das Amt des Vizepräsidenten versieht der Generaldirektor der 
Yozialversicherungs- und allgemeinen. Fürsorgeanstalt. 
Der Höhere Rat besteht ausserdem aus 
vier Mitgliedern, die von dem Verwaltungsrat der Sozialversicherungs- 
und allgemeinen Fürsorgeanstalt bestimmt werden ; 
einem Professor des höheren Handelsinstituts (Versicherungslehre) ; 
einem Professor der Rechtsfakultät der Universität Lissabon ; 
Jrei Vertretern der Pflichtkrankenversicherungsvereine auf Gegen- 
seitigkeit, die bezirksweise gewählt sind ; . 
zwei Vertretern der freien Versicherungsvereine auf Gegenseitigkeit, die 
durch die Vereinsmitglieder gewählt werden ; 
zier Vertretern der Arbeiter- und Arbeitgeber-Berufsgenossenschaften 
(je 2); 
der Direktor des Versicherungswesens auf Gegenseitigkeit, der Arbeits- 
börsen und der sozialen Rechnungsführung ; 
der Inspektor der Sozialen Fürsorge. 
Die Vertreter der freien- und Pflichtkrankenkassen können nicht Mit- 
zlieder des Höheren Rats für die Soziale Fürsorge werden (Art. 44 der 
Verordnung). 
Zuständigkeit 
Soweit eine Spruchtätigkeit in Betracht kommt, entscheidet der Höhere 
Rat für Soziale Fürsorge die Prozesse, die vor ıhln gebracht werden.
	        

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Die Obligatorische Krankenversicherung. Internationales Arbeitsamt, 1927.
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