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Die baltische Wirtschaft

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Bibliographic data

fullscreen: Die baltische Wirtschaft

Monograph

Identifikator:
1775784541
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-156344
Document type:
Monograph
Title:
Die baltische Wirtschaft
Place of publication:
[Danzig]
Year of publication:
1928
Scope:
15 Bl.
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Die baltische Wirtschaft
  • Title page
  • Contents
  • Polens Finanzlage im Jahre 1927
  • Polens Eisenhuettenindustrie
  • Die polnischen Staatsgruben in Oberschlesien
  • Die polnische Zuckerindustrie im Jahre 1927
  • Entwicklung des polnischen Kohlenexports ueber See
  • Der Danziger Hafen im Jahre 1927
  • The International Shipbuilding and Engineering Co. Ltd. ( Danziger Werft und Eisenbahnwerkstätten A.-G.), Danzig
  • „Weichsel" Danziger Dampfschiffahrt- und Seebad-Actien-Gesellschaft, Danzig
  • Polens Handelsbeziehungen mir den skandinavischen und baltischen Laendern
  • Die Wirtschaft in den Baltikumlaendern
  • Lettlands Staatsfinanzen
  • Lettlands Aussenhandel und Transit im Jahre 1927 (Januar-Dezember)
  • Die Latvijas Banka im Jahre 1927
  • Estlands Wirtschaft im Jahre 1927 (ein Ueberblick ueber einige bedeutende Wirtschaftszweige)
  • Die Waehrungsreform in Estland
  • Bank Handlowy w Warszawie
  • Polens Schiffahrtswesen
  • Das Flugwesen in Polen
  • Wissenschaft

Full text

Polens 
Dr. Szezerbinski, Direktor des 
{in der Republik Polen haben wir mehrere weltbekannite und 
allgemein gebrauchte Heil-, Diät- und Tischwasserquellen mit 
Ausnahme von arsenikhaltigen, starken, warmen alkalischen 
Mineralwassern. Warmwasserquellen besitzt Polen zegenwärtig 
seine, von der unbedeutenden Jaszczuröwkaquelle abgesehen. Es 
‚ind jedoch Arbeiten im Gange, welche die Erschließung heißer 
Solquellen in dem staatlichen Kurort Ciechocinek zum Zwecke 
kaben. Am stärksten vertreten sind in Polen die kalten Sol- und 
Schwefelquellen. Solquellen entspringen: in Ciechocinek (staat- 
licher Kurort in der Wojewodschaft Warschau) brom- und jod- 
haltige Quellen, in Druskieniki (Wojewodschaft Bialystok) eine 
Solquelle, in Inowroctaw (Wojewodschaft Poznan) jod- und brom- 
haltige Quellen, in Inowicz (Woj. Lwöw) jod- und bromhaltige 
(Quellen, in Rabka (Woj. Kraköw) jod- und bromhaltige Quellen, 
in Rymanöw (Woj. Lwöw) salzhaltige Mineralwasser, in Truska- 
wiec (Woj. Lwöw) Solquellen, Schwefelquellen und alkalische 
Wasser. Morszyn (Woj. Stanistawöw) ist der einzige Ort in 
Polen, der bittersalzige Quellen hat. 
Schwefelquellen springen in: Busko (staatlicher Kurort in der 
Woj. Kielce) schwefel- und salzhaltige Quellen, in Krzeszowice 
(Woj. Kraköw) schwefel- und kalkhaltige Quellen und desgleichen 
in Lubien Wielki (Woj. Lwöw), Niemiröw (Woj. Lwöw), Solec 
(Woj. Kielce), Swoszowice (Woj. Kraköw) und Szkto (Wol. 
Lwöw), hervor. 
Eisenhaltige Mineralwasser finden wir vor allem in Krynica 
(staatlicher Kurort), äußerst harte alkalische Wasser in Zubera, 
aisen- und kalkhaltiye Quellen in Nateczöow (Woj. Lublin)‘ und 
Druskienikt 
kalk-, mangan -und eisenhaltige Quellen in Zegiestöw (Woj. 
Kraköw), alkalisch-salzige Quellen in Szczawnica und Kroscienko 
(Woj. Kraköw). 
AI’ die soeben genannten Kurorte, mit Ausnahme von Kro- 
£cienko, enthalten Quellenbäder mit entsprechenden Badeeinrich- 
tungen sowie auch Trinkeinrichtungen, Wasserheilanstalten, 
yhysio - mechanisch - terapeutische Anstalten, Solbäderanstalten 
USW. 
Grundsätzliche Ärztliche Untersuchungen haben ergeben, daß 
cie Quellen in Szczawnica denjenigen in Salzbrunn und Bad Ems 
genau entsprechen. Ferner entsprechen die Kroscienko-Quellen 
denen von Bilin und Fachingen, die Krynica - Quellen denen in 
Contrexeville, Wildungen, Franzensbad, Kudowa, Reinerz, Ali- 
Heide und Vichy, das Zegiestöw-Wasser demjenigen von Fran- 
zensbad, Pyrmont, Schwalbach und Alt-Heide, die Nateczöw- 
quellen denen von Spaa, die Rymanöwquellen denen von Bad Hall, 
Soden und Kissingen, die Druskienikiquellen denen von Salz- 
schlirf, Bad Elster und Bad Hall, die Quellen von Ciechocinek 
denen von Wiesbaden, Kreuznach, Homburg und Kissingen, das 
Busko- und Solecwasser denjenigen von Aquisgran, Baden und 
Harrogate, die Quellen von Truskawice denen von Pystan und 
Trenczyn, die Morszynquellen denen von Mergentheim, Kissingen, 
Apenta, Huniady Janos, Franz Joseph und Karlsbad. 
Die Zahl der polnischen Kurorte, die auch in klimatischer 
Hinsicht hervorragende Vorzüge aufweisen, beträgt fast 100. Zu 
den wichtigsten gehören Zakopane in der Tatra (Woj. Kraköw), 
1000 Meter über dem Meeresspiegel, ferner Bystra in Schlesien, 
170 Meter, Ojcöw (Woj. Kraköw), 400 Meter, Jaremcze und 
Worochta (Woj. Stanistawöw) 700 Meter, Kosöw und Kuty (Woj. 
Stanistawow) 400 Meter, Muszyna (Woj. Kraköw) 600 Meter, 
Otwock bei Warschau, Jaworze in Schlesien, 380 Meter, Ustron 
und Wisla in Schlesien und Czarniecka CGöra (Woj. Kielce), 
500 Meter. 
 vrorte 
’erbandes der polnischen Kurorte 
Von den polnischen Seebädern sind insbesondere Ortowo- 
<olibki, Gdynia, Hallerowo, Wielkawies, Hela, Jastarnia und 
Xarwie zu nennen. 
Die polnischen Kurorte sind nach Möglichkeit danach bemüht, 
trotz der schweren wirtschaftlichen Lage ihren Organisations- und 
fareme 
leilapparat zu entwickeln, um ein kulturgemäß hohes Niveau zu 
reichen. Die diesbezüglichen Arbeiten, welche große materielle 
)pfer und viel Mühe erfordern, schreiten rüstig vorwärts, auch 
venn sie nicht immer unmittelbar konkrete Ergebnisse aufweisen. 
’on diesen Arbeiten ist vor allem die Erschließung neuer Quellen, 
ie rationelle Ausnützung der bereits entdeckten Quellen, die Er- 
veiterung der Kuranlagen, Badeanstallten etc,, die Entstehung von 
"ntersuchungsstationen, die Förderung des Sports, insbesondere 
er leichten Athletik, die Instandsetzung der Wege, die nach den 
'urorten führen, sowie der Wege in den Kurorten selbst etc. Einige 
Surorte haben billige, wohlbediente Frühjahrs-, Herbst- und 
Vintersaisons eingeführt. 
Die polnischen Kurorte wurden im Jahre 1927 von Über 
50 000 Kurgästen besucht, d. h. um 30 Prozent mehr als im Vor- 
ähre. Von einer vollständigen Ausnutzung der Bäder kann, wie 
s aus diesen Zahlen sich ergibt, bisher noch nicht gesprochen 
verden, betrug die Zahl der Kurgäste doch kaum 1 Prozent der 
jesamtbevölkerung, ein Verhältnis, das an die Besucherstatistik 
ı den westeuropäischen Ländern bei weitem nicht heranreicht. 
ie Frequenz in den polnischen Kurorten muß unbedingt steigen, 
{aher müssen die Kurorte selbst für den zu erwartenden starken 
3Zesuch entsprechende Vorkehrungen treffen, Das Kapital wird 
ıtolgedessen ein breites Betätigungsfeld in den polnischen Kur- 
rten vorfinden, die dank der zunehmenden Frequenz die investier- 
en Summen zweifelsohne sicherstellen dürften. Die Investierungen 
uf dem Gebiet der Wasseranlagen und Kanalisation, der Bau von 
Chausseen, die Modernisierung der Einrichtungen usw. werden 
1och lange Jahre hindurch eine hervorragendes Feld für die Ex- 
1aansion des Kapitals darstellen. 
Szezawnicn 
Die polnischen Kurorte entwickeln sich, wie es aus obigen 
jarlegungen hervorgeht, günstig und die Grundlagen für eine 
veitere technische und wirtschaftliche Entwicklung sind vorhan- 
'en. Allerdings erfordert diese Entwicklung bedeutende Kapitalien, 
ijeren Anlage in den polnischen Kurorten sich aber entschieden 
Chnt
	        

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