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Wirtschaftsgeschichte der deutschen Kolonien

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Bibliographic data

fullscreen: Wirtschaftsgeschichte der deutschen Kolonien

Monograph

Identifikator:
1776197003
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-171695
Document type:
Monograph
Author:
Zache, Hans http://d-nb.info/gnd/1096768860
Title:
Wirtschaftsgeschichte der deutschen Kolonien
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Weimann
Year of publication:
[1928]
Scope:
39 S.
Ill.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Vierter Abschnitt. Die Schutzgebiete unter Mandatsverwaltung
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Wirtschaftsgeschichte der deutschen Kolonien
  • Title page
  • Erster Abschnitt. Die Schutzgebiete unter deutscher Verwaltung
  • Zweiter Abschnitt. Die einzelnen Schutzgebiete und ihre Entwicklung
  • Dritter Abschnitt. Die Schutzgebiete im Weltkriege
  • Vierter Abschnitt. Die Schutzgebiete unter Mandatsverwaltung
  • Fünfter Abschnitt. Anerkennungen der deutschen Kolonialbetätigung aus Feindesmund
  • Sechster Abschnitt. Stimmen Eingeborener der deutschen Kolonien
  • Ausblick

Full text

Wirischaftsgeschichte der deutschen Kolonien 
tontingentiert sind. Das Kontingent Südwest— 
afrikas beträgt 210,,, die Lieferung aus den An⸗ 
schwemmungen stieg aber von monatlich 100000 
nuf 6—2 700000 æ. Es ist infolgedessen eine weitere 
Ausfuhrbeschränkung nötig, um den Markt zu halten, 
und das bedingt eine wesentliche Herabsetzung der 
Position Diamantensteuer und außerdem eine all— 
zemeine Verschlechterung der Lage. Denn von 
dem Diamantenabbau leben 1200 Weiße und 8000 
Fingeborene, die 100000 e an Landesprodukten 
hrauchen. Auch zahlten die Minen 1926 fast 
30000 Einfuhrzoll und 80000 f an die Bahn— 
uind Hafenverwaltung. Dazu ist die Ausfuhr von 
Qupfer von 554000 auf 502000, die von Vanadium 
pon 123000 auf 58000 t heruntergegangen wegen 
Mangels an Arbeitskräften; mehr als die Hälfte 
nußten aus der Union geholt werden. 
322000 unter Kultur. 21500 bebaut waren, auf 
enen zu deutscher Zeit 100 Europäer tätig ge— 
vesen waren, von einem landwirtschaftlichen Be— 
imten, dem allmählich 14 Gehilfen beigegeben 
vurden, betreut worden! Jetzt sind 75 europäische, 
65 farbige Beamte und 12000 Arbeiter tätig. 
Es betrug (in 1000 F, ohne Münzen und 
Regierungsgüter) 
jo2B 1o24 1oeö oεσ 
483,3 223,3 —— 
212672207 
Es wurden (in t) ausgeführt: 
——— 
die Einfuhr.— — 
die Ausfuhr... 7 
Kamerun 
sakao .. 
vdaffee . .. 
dolanüsse .. 
Lalmkerne 
zalmöß.. 
dauischuk * 
Zananen getrocknet. 
969290 
3639 3400 
3 0,7 
73 d6 
z788 
28454 
1 
* 
ist neben Südwestafrika und Deutsch-Ostafrika 
die einzige unserer Kolonien, in der es wieder 
deutsche Interessen gibt. Und auch nur im 
hritischen Mandatsgebiet. Denn schneller 
als die Franzosen haben die Engländer sich ent⸗ 
ichlossen, den schweren Fehler, den sie auch im 
Interesse der eigenen Wirtschaft machten, als sie 
die deutschen Kulturträger aus dem Mandalts⸗ 
zebiet auswiesen, wieder gutzumachen. 
Als deshalb 1922 in London nur 10 Be— 
iitzungen mit zusammen 5000 ha für 19 500 * 
Bieter fanden, ließ man im November 1924 auch 
Deutsche bei der Versteigerung zu. Hier wurden 
51 Besitzungen in der Größe von 120000 ha 
für 222000 4 versteigert und zwar fast aus⸗ 
nahmslos an deutsche Vorbesitzer. Bis dahin 
varen die insgesamt 105000 ha, von denen 
Es ist an den Einfuhrzahlen seit 1925 und 
den Ausfuhrzahlen von 1826 ersichtlich, wie 
virtschaftiich England handelte, als es den Rück— 
rwerb der Pflanzungen durch die deutschen 
horbesitzer zuließ. Die Verwaltung hat von 
915 - 1925 ein Defizit von 291000 * ver⸗ 
rsacht, 1925 - 1926 von 30770 4. 1926 betrug 
„er Etat 116000 æ, wovon 85000 * durch 
innahmen gedeckt waren: Zölle 40000 *, 
zteuern 23000, Gebühren 3700. Die Zölle 
ind entgegen 1925 um 870/, gestiegen, dank der 
»eutschen Arbeit. 
Französisches Mandatsgebiet 
in 1000 Fr) 1818 o211 1822 i82319241928 18260 
kinfuhr 41890 1260861 191949 
Ausfuhr . .34980 1180881 136806 
Fecsne r— 57 B75 75558668 91 — 
Darnach hätte dieser Teil Kameruns, wenn 
nan in Betracht zieht, daß in den Zahlen von 
918 die des britischen Mandatsgebietes mit ent⸗ 
halten sind, schon 1819 oder spätestens 1920 die 
Kriegsfolgen überwunden und befände sich in 
einer stetigen und gedeihlichen Aufwärtsbewegung. 
Aber dem ist nicht so, wenn man die fortschreitende 
Entwertung des Franken ins Auge faßt. Das ergibt 
ein Vergleich der Mengen der Ein- und Ausfuhr. 
Wenn sich über Spirituoseneinfuhr der fran— 
zösische Bericht (1925: 80220 ) ausschweigt, so 
läßt das tief blicken, da schon ein Vergleich der 
Wein- und Biereinfuhr ergibt, wieviel konsum—⸗ 
kräftiger die 1000 Franzosen sind als es die fast 
»oppelt so zahlreichen Deutschen des Jahres 19183 
varen. Oder soll man annehmen, daß unter 
ranzösischer Herrschaft die Eingeborenen daran 
inen wesentlichen Anteil haben? Die gewachsene 
rinfuhr an Brennölen ist ein Ausdruck der 
Lutomobilisierung des Landes, während der 
dückgang an Eingeborenen-Bedarfsartikeln die ge— 
Einfuhr inst 
1912 
1925 
1926 
zerzehrungsgegenstände .. 
abatk... 
Vein und Bier... .. 
zrennöle. 
zekleidungsgegenstände . 
Netallwaren. * 
zaumaterial..... 
19478 
526 
746 
1096 
2540 
0720 
5840 
—501 
582 
960 
1358 
953 
5428 
2486 
8998 
579 
1989 
2195 
1909 
4621 
5376 
3
	        

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Wirtschaftsgeschichte Der Deutschen Kolonien. Weimann, 1928.
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