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Wirtschaftlichkeitslehre

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Bibliographic data

fullscreen: Wirtschaftlichkeitslehre

Monograph

Identifikator:
1777655390
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-178507
Document type:
Monograph
Author:
Kobatsch, Rudolf http://d-nb.info/gnd/1013687159
Title:
Wirtschaftlichkeitslehre
Place of publication:
Wien
Publisher:
Österr. Staatsdr.
Year of publication:
1928
Scope:
IV, 200 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
11. Soziale Rationalisierung
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Wirtschaftlichkeitslehre
  • Title page
  • Contents
  • 1. Wesen, Sinn und Umfang der Rationalisierung
  • 2. Individuelle Rationalisierung
  • 3. Rationelle Hauswirtschaft
  • 4. Rationelle Naturbeherrschung
  • 5. Rationalisierung der Landwirtschaft
  • 6. Rationalisierung in Industrie und Gewerbe
  • 7. Rationalisierung im Kleinbetrieb, namentlich im Gewerbe
  • 8. Die Rationalisierung des Warenvertriebes
  • 9. Rationalisierung des Verkehrswesens
  • 10. Rationalisierung des Geld- und Kreditverkehres
  • 11. Soziale Rationalisierung
  • 12. Soziale Wirkung der Rationalisierung
  • 13. Positive (innerbetriebliche) Mittel der sozialen Rationalisierung
  • 14. Stellungnahme von Wirtschaftsführern und Politikern zur Rationalisierung
  • 15. Öffentliche Rationalisierung
  • 16. Internationale Rationalisierung
  • 17. Vorschläge

Full text

124 
Ist Rationalisierung »Höchst-« oder »Bestleistung«, so ist dieses 
oberste Ideal selbst bei der Maschine nicht zu erreichen, ihre 
stärkste Beanspruchung nicht dauernd zulässig: man muß Rücksicht 
auf ihre Abnützung nehmen. Um wieviel mehr gilt dies vom 
arbeitenden Menschen, der seine »Betriebskraft« selbst erzeugt und 
ihren Stoff verbraucht! Daher ist, wie an anderen Orten gezeigt 
wurde, die größte Anstrengung (Intensität) nicht gleichbedeutend 
mit der größten Ergiebigkeit der Arbeit (Produktivität). »Wozu 
dienen auch sehr hohe Löhne, wenn der Genuß des verbesserten 
Lebensstandards durch allzu intensive Arbeit verhindert wird?« Nun 
liegt es erfreulicherweise in der Richtung der tatsächlichen Ent- 
wicklung, den Anteil der menschlichen Arbeit an der Energie- 
ausgabe ständig zu verringern, die geleistete Arbeit ständig zu 
erleichtern; die Arbeit wird zugleich zu höheren Leistungen be- 
fähigt, die Leistungsfähigkeit des Arbeiters aber länger als früher 
erhalten. Z. B. können Arbeiter an automatischen Webstühlen bis 
zum 60. Lebensjahre gleich hohe Löhne erzielen — in primitiv 
ausgestatteten Betrieben fallen sie schon im 32. Lebensjahr stark ab. 
Nun muß man im Phänomen der »Ermüdung« mehrere Unter- 
arten scharf unterscheiden: die Abnützung (des Körpers), d. 1. 
sine chronische Wirkung der Arbeit (laboriundo consumor); die 
Ermüdung, d. i. die akute Wirkung der Arbeit im objektiven 
Sinn, und die Müdigkeit, d. 1. das subjektive Gefühl des Müdeseins 
(vgl. »Ermüdungsstudien« auf dem Internationalen Kongresse für 
sozialen Fortschritt, Wien 1927). 
Wie die Physiologen (Professor Durig, Professor Atzler u. a.) 
mitteilen, sind bei der »Ermüdung« die Angriffspunkte einzelner 
Arbeitsarten verschieden, ebenso die Reaktionsweisen der Angriffs- 
ounkte (Körpergewebe). Die Entstehung der Muskelermüdung ist 
näher bekannt, die anderen Ermüdungsvorgänge weniger. Doch 
arstreckt sich die »Ermüdung«, auch wenn sie nur von einem 
Teile des Körpers (Muskel) ausgeht. früher oder später auf seine 
sämtlichen Teile. 
Gewisse Äußerungen der menschlichen Natur zeigen den Eintritt 
ider Ermüdung an; diese Symptome hat man zu Ermüdungstests 
verwendet. Schon der Mitarbeiter Taylors, Gilbreth, hat das Er- 
müdungsproblem studiert und mit Professor Münsterberg Methoden 
zur Erfassung der physischen und psychischen Ermüdungser- 
scheinungen ermittelt. Andere Fachleute haben die Abnahme der
	        

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Die Bodenreform Im Lichte Des Humanistischen Sozialismus. Verlag von Duncker & Humblot, 1913.
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