Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Völkerrecht und Landesrecht

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

Object: Völkerrecht und Landesrecht

Monograph

Identifikator:
1779766025
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-167451
Document type:
Monograph
Author:
Pfitzner, Johannes http://d-nb.info/gnd/138950474
Title:
Deutschlands Auslandsanleihen
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Heymann
Year of publication:
1928
Scope:
174 S.
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Contents

Table of contents

  • Völkerrecht und Landesrecht
  • Title page
  • Contents
  • Erstes Kapitel. Völkerrecht und Landesrecht als Gegensätze
  • Zweites Kapitel. Das Verhältniss der Rechtssätze
  • Drittes Kapitel. Das Verhältniss der Rechtsquellen
  • Sachregister

Full text

. 410 
Ganz anders steht es mit dem international unentbehr- 
lichen Landesrechte. Es gehört ganz dem öffentlichen 
Rechte an und besteht in nichts anderem als in Ermäch- 
tigungen. Warum? Wir sahen, diese Art völkerrechtlich be- 
deutsamen Rechts wurde nicht in Erfüllung einer internationalen 
Pflicht, sondern zu dem Zwecke gesetzt, die landesrechtliche 
Voraussetzung zu schaffen, ohne die ein nicht in Rechtsetzung 
bestehendes Verhalten des Staats, genauer: ein Verhalten der 
staatlichen Vollziehungsorgane nicht möglich oder nicht zulässig 
sein würde.!) Unentbehrlich hierfür ist aber immer nur ein er- 
laubender, nicht ein befehlender Rechtssatz. Wohl gemerkt: 
ich leugne nicht die Unentbehrlichkeit staatlicher Befehle im 
konkreten Fall, sondern die Unentbehrlichkeit gebietender oder 
verbietender Rechtssätze. Gewiss — im Einzelnen wird sich 
der völkerrechtlichen Pflicht häufig, vielleicht sogar meistens nicht 
ohne Wirksamwerden staatlicher Befehlsgewalt genügen lassen, 
Wird dieser Befehl von vornherein als allgemeiner Befehl in Ge- 
setzesform erlassen, so mag auch hierin eine Sicherung der 
Pflichterfülung gefunden werden. Aber niemals ist der gesetz- 
liche Befehl international unentbehrlich. Er ist entweder 
unmittelbar geboten oder gar nicht, auch nicht „mittelbar“ ge- 
boten. Dieser Satz, auf den mir sehr viel ankommt, bedarf der 
Erläuterung durch Beispiele. 
Ein Staat wird durch Vereinbarung verpflichtet, flüchtige Ver- 
brecher auf Begehren auszuliefern. Dabei wäre denkbar, dass er 
dem Vertragsgegner ausdrücklich verspräche, er wolle seinen 
Organen die Auslieferung anbefehlen. Hier würde der Befehl 
und demnach, wenn der Befehl durch ein Gesetz erlassen würde, 
auch das Gesetz unmittelbar geboten sein. Das Gewöhnliche 
ist aber, dass der Vertrag nur von der Auslieferung selbst 
spricht und vom Befehle zur Auslieferung schweigt. Hier kann 
man sicherlich nicht sagen, der Staat sei völkerrechtlich ver- 
pflichtet, einen Auslieferungsbefehl zu geben. Der Pflicht ge- 
schieht ja Genüge, wenn in jedem konkreten Falle das Aus- 
lieferungsgesuch beachtet wird; alles andere ist dem Vertrags- 
gegner gleichgültig.?) Ergeht hier also trotzdem der Befehl in 
1) S. oben S. 301£. 
2) Wollte man dennoch die Pflicht zum Befehlserlasse aus dem Vertrage her- 
Ausinterpretiren, so wäre eben das Befehlsgesetz unmittelbar gebotenes Recht,
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Völkerrecht Und Landesrecht. Mohr Siebeck, 1907.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

How much is one plus two?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.