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Der Produktionsprozeß des Kapitals (1.1928)

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Bibliographic data

fullscreen: Der Produktionsprozeß des Kapitals (1.1928)

Multivolume work

Identifikator:
1780159447
Document type:
Multivolume work
Author:
Marx, Karl http://d-nb.info/gnd/118578537
Title:
Das Kapital
Place of publication:
Berlin
Publisher:
J. H. W. Dietz Nachf., G. m. b. H.
Year of publication:
1926-
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Volume

Identifikator:
1780159595
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-188277
Document type:
Volume
Author:
Marx, Karl http://d-nb.info/gnd/118578537
Title:
Der Produktionsprozeß des Kapitals
Volume count:
1.1928
Place of publication:
Berlin
Publisher:
J. H. W. Dietz Nachf., G. m. b. H.
Year of publication:
1928
Scope:
XLVIII, 768 Seiten
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Sechster Abschnitt. Der Arbeitslohn
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Das Kapital
  • Der Produktionsprozeß des Kapitals (1.1928)
  • Title page
  • Contents
  • Erster Abschnitt. Ware und Geld
  • Zweiter Abschnitt. Die Verwandlung von Geld in Kapital
  • Dritter Abschnitt. Die Produktion des absoluten Mehrwertes
  • Vierter Abschnitt. Die Produktion des relativen Mehrwertes
  • Fünfter Abschnitt. Die Produktion des absoluten und relativen Mehrwertes
  • Sechster Abschnitt. Der Arbeitslohn
  • Siebter Abschnitt. Der Akkumulationsprozeß des Kapitals
  • Index

Full text

Sechster Abschnitt. 
wächst mit der Dauer ihrer Funktion, und in rascherer Proportion 
als die Zunahme ihrer Funktionsdauer. In vielen Industriezweigelh 
wo Zeitlohn vorherrscht, ohne gesetzliche Schranken der Arbeits 
zeit, hat sich daher naturwüchsig die Gewohnheit herausgebildet 
daß der Arbeitstag nur bis zu einem gewissen Punkt, zum Beispiel 
bis zum Ablauf der zehnten Stunde, als normal gilt („normal wor 
king day“, „the day’s work“, „the regular hours of work“). Jenseilß 
dieser Grenze bildet die Arbeitszeit Ueberzeit (overtime) und wird 
die Stunde als Maßeinheit genommen, besser bezahlt (extra pay) 
obgleich oft in lächerlich kleiner Proportion.® Der normale. AT 
beitstag existiert hier als Bruchteil des wirklichen Arbeitstage 
und der letztere währt oft während des ganzen Jahres länger a 
der erstere.*® Das Wachstum im Preise der Arbeit mit der Ver‘ 
längerung des Arbeitstages über eine gewisse Normalgrenze g“ 
staltet sich in verschiedenen britischen Industriezweigen so, daß 
der niedrige Preis der Arbeit während der sogenannten Normalzeit 
dem Arbeiter die besser bezahlte Ueberzeit aufzwingt, will & 
überhaupt einen genügenden Arbeitslohn herausschlagen.?? Gesell“ 
1R9 
%5 „Die Rate der Zahlung für Ueberzeit (in der Spitzenmanufaktur) it 
so klein, */2 Penny usw. pro Stunde, daß sie in peinlichem Kontrast steht 2 
massenhaften Unbill, die sie der Gesundheit und Lebenskraft der Arbeite! 
antut. ... Der so gewonnene kleine Ueberschuß muß außerdem oft in Ext. 
Erfrischungsmitteln wieder verausgabt werden.“ („Children’s Employme” 
Commission. 2nd Report“, p. XVI, n. 117.) 
36 Zum Beispiel in der Tapetendruckerei vor der neulichen Einführupf 
des Fabrikakts. „Wir arbeiteten ohne Pausen für Mahlzeiten, so daß das Tag?” 
werk von 10*/2 Stunden um 4/2 Uhr nachmittags beendet ist, und alles später! 
ist Ueberzeit, die selten vor 8 Uhr abends aufhört, so daß wir in der TR 
das ganze Jahr durch Ueberzeit arbeiten.“ (Mr. Smitbh’s Evidence ® 
„Children’s Employment Commission. 1st Report“, p. 125.) , 
37 Zum Beispiel in den schottischen Bleichereien. „In einigen Teile? 
Schottlands wurde diese Industrie (vor Einführung des Fabrikgesetzes 186 
aach dem System der Ueberzeit betrieben, das heißt 10 Stunden galten Te 
normaler Arbeitstag. Dafür erhielt der Mann 1 Shilling 2 Pence. Hier?” 
kam aber täglich eine Ueberzeit von 3 oder 4 Stunden, wofür 3 Pence 
Stunde gezahlt wurde. Folge dieses Systems: Ein Mann, der nur die Norm. 
zeit arbeitete, konnte nur 8 Shilling Wochenlohn verdienen. Ohne Ueberz# 
reichte der Lohn nicht aus.“ („Reports of Insp. of Faet. for 30th April 1868 
p. 10.) Die „Extrazahlung für Ueberzeit ist eine Versuchung, der die A 
beiter nicht widerstehen können“. („Reports of Insp. of Fact, for 30th AD 
1848“, p. 5.) Die Buchbinderei in der City von London verwendet sehr vi?“ 
junge Mädchen vom 14. bis 15. Jahr an, und zwar unter dem Lehrlinf, 
koöntrakt, der bestimmte Arbeitsstunden vorschreibt. Nichtsdestoweni8", 
arbeiten sie in der Schlußwoche jedes Monats bis 10, 11, 12 Gr 
! Uhr nachts, zusammen mit den älteren Arbeitern, in sehr gemischter gür 
sellschaft. „Die Meister verlocken (tempt) sie durch Extralohn und Geld @- 
ein gutes Nachtessen“, das sie in benachbarten Kneipen zu sich neht 
Die große Liederlichkeit, so unter diesen „young immortals“ [nie Ton 
sterbenden jungen Leuten] produziert („Children’s Employment Commiss!
	        

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Der Produktionsprozeß Des Kapitals. J. H. W. Dietz Nachf., G. m. b. H., 1928.
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