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Die deutsche Hausindustrie

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Bibliographic data

fullscreen: Die deutsche Hausindustrie

Multivolume work

Identifikator:
1780159447
Document type:
Multivolume work
Author:
Marx, Karl http://d-nb.info/gnd/118578537
Title:
Das Kapital
Place of publication:
Berlin
Publisher:
J. H. W. Dietz Nachf., G. m. b. H.
Year of publication:
1926-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1780159595
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-188277
Document type:
Volume
Author:
Marx, Karl http://d-nb.info/gnd/118578537
Title:
Der Produktionsprozeß des Kapitals
Volume count:
1.1928
Place of publication:
Berlin
Publisher:
J. H. W. Dietz Nachf., G. m. b. H.
Year of publication:
1928
Scope:
XLVIII, 768 Seiten
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Siebter Abschnitt. Der Akkumulationsprozeß des Kapitals
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die deutsche Hausindustrie
  • Title page
  • Contents
  • Erstes Kapitel. Begriff und Einteilung der Hausindustrie
  • Zweites Kapitel. Die Entstehung der Hausindustrie
  • Drittes Kapitel. Umfang der Hausindustrie in Deutschland
  • Viertes Kapitel. Wirtschaftliche und soziale Zustände in er Hausindustrie
  • Fünftes Kapitel. Volkswirtschaftliche und soziale Bedeutung der Hausindustrie
  • Sechstes Kapitel. Staatshilfe
  • Siebtes Kapitel. Selbsthilfe
  • Achtes Kapitel. Hilfe von aussenstehenden Kreisen
  • Index

Full text

§ I. Gewerkvereine 
205 
mal der weiblichen, notwendig eine Ausnahme erleiden. Heimarbeiter und 
Heimarbeiterinnen find aus den foeben angeführten technifchen und fozialen 
Gründen zwar nicht völlig unorganifierbar, aber doch lange nicht in dem Maße 
organifationsfähig wie höhere Arbeiterfchichten. Zu einer Organifation muß 
hier von anderer Seite Hilfe geboten werden, die den in fich fchwachen Bau 
ftützt. Wie diefe Hilfe naturgemäß ausfieht, zeigt uns die Entftehungsgefchichte 
des Gewerkvereins der Heimarbeiterinnen. Anfangs waren es Mitglieder 
der Berliner Frauengruppe der (evangelifchen) „Kirchlich-Sozialen Konferenz“, 
die Boten-, Mittler- und Aufklärungsdienfte taten, um eine Gewerkvereins 
gruppe der Heimarbi iterinnen zuftande zu bringen. Später hat derfelbe fo- 
ziale Geift auch in andern Frauenkreifen fich geregt, und heute ftellen der 
Katholifche Frauenbund, der Deutfeh-Evangelifche Frauenbund, die Frauen 
hilfe, der Verein der Freundinnen junger Mädchen, der Allgemeine Deutfche 
Frauenbund, die verfchiedenen Lehrerinnenvereine u. a. Helferinnen und 
Förderinnen für die Heimarbeiterinnenfache. Frauen und Töchter von Gelehrten, 
Beamten, Lehrern, Offizieren, Künftlern, Kaufleuten, Ärzten, Landwirten 
arbeiten freudig mit, um den als fegensreich erkannten Gewerkverein der 
Heimarbeiterinnen zu fördern. Zum guten Teil haben fie fich in fogenannten 
Helferinnenkurfen darauf vorbereitet. Sie gehören dem Verein an als fogenannte 
außerordentliche Mitglieder und nehmen in der Regel die arbeitsvollften 
Ämter im Vorftande auf fich, zu denen es den Heimarbeiterinnen gewöhnlich 
an Vorbildung und Zeit fehlt, und ftellen das, was durch Bildung und Er 
ziehung ihnen gegeben wurde, willig in den Dienft anderer Frauen. Das Amt 
einer Vorfitzenden, einer Schriftführerin, einer Kaffenführerin wird mancherorts 
durch außerordentliche Mitglieder verwaltet. Die Leitung des Vereins ruht 
deshalb aber nicht ausfchließlich in ihren Händen, da in jedem Vorftande 
neben drei bis vier Helferinnen fechs bis fieben Heimarbeiterinnen find. 
Übrigens haben fich die Helferinnen, die außerordentlichen Mitglieder, durch 
weg fo gut in das Fühlen und Streben der Heimarbeiterinnen eingelebt, daß 
die Intereffen der letztem von Berufsangchörigen nicht beffer gewahrt werden 
könnten. Die Verfchmelzung von Frauenarbeit der höhern und der tiefften 
Gefellfchaftsfchichten hat fich für die außerordentlich fchwierige Organi 
fation der Heimarbeiterinnen als ftarker Rückhalt erwiefen. Und während 
die Frauen höherer Stände, die feinerzeit den Anfang mit der Mitarbeit machten, 
fich damals fagten: „Erft zum Zufammenfchluß helfen und dann uns fo fchncll 
wie möglich überflüffig machen !“, möchte man heute nirgends auf ihre wert 
volle Mitarbeit verzichten, die wegen der Eigenart der Heimarbeiterinnen 
auch in einem Gewerkverein vollauf berechtigt ift. 
Was den Streik anbelangt, fo nimmt der Gewerkverein der Heim
	        

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Die Deutsche Hausindustrie. Volksvereins-Verlag GmbH., 1913.
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