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Der Produktionsprozeß des Kapitals (1.1928)

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Bibliographic data

fullscreen: Der Produktionsprozeß des Kapitals (1.1928)

Multivolume work

Identifikator:
1780159447
Document type:
Multivolume work
Author:
Marx, Karl http://d-nb.info/gnd/118578537
Title:
Das Kapital
Place of publication:
Berlin
Publisher:
J. H. W. Dietz Nachf., G. m. b. H.
Year of publication:
1926-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1780159595
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-188277
Document type:
Volume
Author:
Marx, Karl http://d-nb.info/gnd/118578537
Title:
Der Produktionsprozeß des Kapitals
Volume count:
1.1928
Place of publication:
Berlin
Publisher:
J. H. W. Dietz Nachf., G. m. b. H.
Year of publication:
1928
Scope:
XLVIII, 768 Seiten
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Siebter Abschnitt. Der Akkumulationsprozeß des Kapitals
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Das Kapital
  • Der Produktionsprozeß des Kapitals (1.1928)
  • Title page
  • Contents
  • Erster Abschnitt. Ware und Geld
  • Zweiter Abschnitt. Die Verwandlung von Geld in Kapital
  • Dritter Abschnitt. Die Produktion des absoluten Mehrwertes
  • Vierter Abschnitt. Die Produktion des relativen Mehrwertes
  • Fünfter Abschnitt. Die Produktion des absoluten und relativen Mehrwertes
  • Sechster Abschnitt. Der Arbeitslohn
  • Siebter Abschnitt. Der Akkumulationsprozeß des Kapitals
  • Index

Full text

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Vierundzwanzigstes Kapitel, 
683 
drückt der kapitalistischen Aera ihren Stempel auf. Der einzige 
Teil des sogenannten Nationalreichtums, der wirklich in den Gesamt- 
besitz der modernen Völker eingeht, ist — ihre Staatsschuld.242 
Daher ganz konsequent die moderne Lehre, daß ein Volk um so 
reicher wird, je tiefer es sich verschuldet. Der öffentliche Kredit 
wird zum Credo [zum Glaubensbekenntnis] des Kapitals. Und mit 
dem Entstehen der Staatsverschuldung tritt an die Stelle der Sünde 
gegen den heiligen Geist, für die keine Verzeihung ist, der Treu 
bruch an der Staatsschuld, 
Die öffentliche Schuld wird einer der energischsten Hebel der 
ursprünglichen Akkumulation. Wie mit dem Schlag der Wünschel- 
rute begabt sie das unproduktive Geld mit Zeugungskraft und ver- 
wandelt es so in Kapital, ohne daß es dazu nötig hätte, sich der von 
industrieller Anlage und selbst privatem Wucher unzertrennlichen 
Mühewaltung und Gefahr auszusetzen. Die Staatsgläubiger geben in 
Wirklichkeit nichts, denn die geliehene Summe wird in öffentliche, 
leicht übertragbare Schuldscheine. verwandelt, die in ihren Händen 
fortfungieren, ganz als wären sie ebensoviel Bargeld. Aber auch 
abgesehen von der so geschaffenen Klasse müßiger Rentner und von 
dem über Nacht aufgeschossenen Reichtum der zwischen Regierung 
und Nation die Mittler spielenden Finanziers — wie auch von dem 
der Steuerpächter, Kaufleute, Privatfabrikanten, denen ein gut Stück 
jeder Staatsanleihe den Dienst eines vom Himmel gefallenen Kapitals 
leistet — hat die Staatsschuld die Aktiengesellschaften, den Handel 
mit verkäuflichen Wertpapieren aller Art, gewagte Spekulationen, 
die Agiotage emporgebracht, in einem Wort: das Börsenspiel und die 
moderne Bankokratie [Bankenherrschaft]. 
Von ihrer Geburt an waren die mit nationalen Titeln auf- 
gestutzten großen Banken nur Gesellschaften von Privatspekulanten, 
die sich den Regierungen an die Seite stellten und, dank den er- 
haltenen Privilegien, ihnen Geld vorzuschießen imstande waren. 
Daher hat das Anwachsen der Staatsschuld keinen unfehlbareren 
Gradmesser als das fortgesetzte Steigen der Aktien dieser Banken, 
deren volle Entfaltung von der Gründung der Bank von England 
datiert (1694). Die Bank von England begann damit, der Regierung 
ihr Geld zu 8 pZt. zu verleihen; gleichzeitig war sie vom Parlament 
ermächtigt, aus demselben Kapital Geld zu münzen, indem sie & 
dem Publikum nochmals in Form von Banknoten lieh. Sie durfte 
mit diesen Noten Wechsel diskontieren. [vor der Verfallzeit an- 
kaufen], Waren beleihen und edle Metalle einkaufen. Es dauerte 
nicht lange, so wurde dies von ihr selbst fabrizierte Kreditgeld die 
Münze, worin die Bank von England dem Staat Anleihen machte und 
für Rechnung des Staates die Zinsen der öffentlichen Schuld bezahlte. 
2458 William Cobbett bemerkt, daß in England alle öffentlichen Anstalten 
als „königliche“ bezeichnet werden, zum Ersatz dafür gebe es jedoch die 
„National‘“-Schuld (national debt).
	        

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