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Nationalökonomie (Teil 1)

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Bibliographic data

Full text: Nationalökonomie (Teil 1)

Monograph

Identifikator:
1804651486
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-193069
Document type:
Monograph
Author:
Lauck, William Jett http://d-nb.info/gnd/173237126
Title:
The new industrial revolution and wages
Place of publication:
New York
Publisher:
Funk & Wagnalls
Year of publication:
1929
Scope:
ix, 308 S.
graph. Darst.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Chapter VII. Acceptance of the theory of an adequate basic wage
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Grundriss zum Studium der politischen Oekonomie
  • Nationalökonomie (Teil 1)
  • Title page
  • Contents
  • Abschnitt I. Die Lehre von der Produktion
  • Abschnitt II. Die Verteilung des Ertrages der Volkswirtschaft
  • Abschnitt III. Die Geschichte der Nationalökonomie

Full text

38 
3 16. 
Die Arten des Kapitals. 
Man unterscheidet selbstverwendetes und Leihkapital. Das 
letztere ist ursprünglich allein Kapital genannt und Kapitalist, wer 
ıhne Arbeit sich aus seinem Vermögen Einkommen verschaffen kann. 
Das Kapital zerfällt aucY in bewegliches und unbewegliches 
Kapital, das letztere umfaßt kultivierten Boden, Gebäude etc. 
In der Landwirtschaft spricht man von Grund- oder auch An- 
kaufskapital, gegenüber dem Betriebskapital. Das erstere 
begreift den Grund und Boden, die Gebäude, das sogen. eiserne In- 
zentarium, welches die unentbehrlichen, zum Betriebe gehörigen Geräte 
und den Viehstand umfaßt; das letztere ist der Betrag, der zur Instand- 
haltung der Wirtschaft notwendig ist, wie zur Durchführung des laufen- 
len Betriebes zur Lohnzahlung und Beschaffung des Unterhaltes für 
Menschen und Vieh. 
Die bedeutsamste Unterscheidung für unsere Wissenschaft ist die 
Stehendes u.jn umlaufendes und stehendes Kapital. Die Eigentümlichkeit 
5 des ersteren liegt darin, daß es nur einmal in dem Produktionsprozesse 
Pe zur Anwendung gelangt, in seiner bisherigen Gestalt dabei umgewandelt 
wird, und daß der Wert voll und ganz in den des neuen Produktes 
übergeht. Das ist der Fall, wenn das Getreide ausgesäet oder ver- 
füttert wird. Es wird als solches vernichtet und geht in dem land- 
wirtschaftlichem Prozesse dem Werte nach in Stroh und Körner der 
neuen Ernte, oder in Fleisch und Milch der gefütterten Tiere über; 
wie ebenso in der Mühle das Getreide in Mehl, das Mehl in der 
Bäckerei in Brot verwandelt wird, das als umlaufendes Kapital nur 
einmal in dem Produktionsprozesse zu dienen vermag. Das ist ebenso 
ler Fall bei der Kohle, die zur Erzeugung des Dampfes dient, bei der 
Wolle, die zu Garn versponnen wird, während das Garn wiederum zu 
Zeug verwebt wird. 
Das stehende Kapital wirkt dagegen nachhaltig in dem Pro- 
duktionsprozeß, wird wiederholt gebraucht, nutzt sich erst allmählich 
ab, so daß der Wert nur langsam vernichtet und in den Wert der Pro- 
Jukte übergeführt wird. Dazu gehören vor allem Geräte, Maschinen, 
das Fabrikgebäude etc. Auch diese nutzen sich im Laufe der Zeit 
ab, und es ist die Voraussetzung, daß die dadurch erzielten Gegen- 
stände in ihrem Werte einen Ersatz für die Abnutzung gewähren. Es 
gehört dazu das tote und lebende Inventarium in der Landwirtschaft, 
lie Zugtiere, wie das Milch- und Mastvieh. In der Hand des Fleischers 
lagegen wird das Mastvieh umlaufendes Kapital, wenn es geschlachtet 
and verteilt wird. Ein bedeutsamer Teil des stehenden Kapitals in 
einem Lande bilden Chausseen, Eisenbahnen, Kanäle, Häfen ete., dann 
lie Münze, welche zwar fortdauernd von Hand zu Hand geht und 
;hatsächlich in der Volkswirtschaft umläuft, gleichwohl aber stehendes 
Kapital ist, weil sie Jahre hindurch den Tausch vermittelt und wirt- 
schaftlich nutzbar ist. 
Beide Arten des Kapitals müssen sich gegenseitig ergänzen und 
deshalb in entsprechendem Verhältnisse vorrätig sein, damit sie an- 
gemessen verwertet werden können. Fehlt es an Kohle und Eisen, 
sind diese aus Mangel im Preise zu sehr in die Höhe getrieben, so 
können die Maschinenbauanstalten ihre Thätigkeit nicht gleichmäßig 
fortsetzen; sind zu viel Fabriken angelegt, so behindern sie sich gegen-
	        

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Preußisches Landbuch.
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