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Allgemeine Gesellschaftslehre

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Bibliographic data

fullscreen: Allgemeine Gesellschaftslehre

Monograph

Identifikator:
1823562132
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-217461
Document type:
Monograph
Author:
Sander, Fritz http://d-nb.info/gnd/140473750
Title:
Allgemeine Gesellschaftslehre
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1930
Scope:
XVI, 572 Seiten
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
III. Kapitel. Das Streben
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Allgemeine Gesellschaftslehre
  • Title page
  • Contents
  • I. Kapitel. Grundwissenschaft und Gesellschaftswissenschaft
  • Kapitel II. Das Wollen
  • III. Kapitel. Das Streben
  • IV. Kapitel. Vergemeinschaftung und Gemeinschaft
  • V. Kapitel. Vergesellschaftung und Gesellschaft
  • VI. Die Macht
  • VII. Kapitel. Die Besonderheiten der Vergesellschaftungs- Werbungs- Seelenaugenblicke und der Vergesellschaftungs- Seelenaugenblick hinsichtlich der Vergesellschaftungs-Interesse-Gedanken
  • VIII. Kapitel. Andere Besonderheiten der Vergesellschaftungs-Werbungs-Seelenaugenblicke und der Vergesellschaftungs-Seelenaugenblicke
  • IX. Kapitel. Staats-Gesellschaft, Rechts-Gesellschaft und Wirtschafts-Gesellschaft

Full text

120 
111. Kapitel. 
den Tätigen wahrnehmbarer schließlicher eigener innerer Leibes- 
zustand vorschwebt, der dann die wirkende Bedingung für Beseitigung 
der gegenwärtigen Unlust und für Gewinn von Lust abgeben wird, 
Fälle der zweiten Unterart des Strebens liegen hingegen immer dann 
vor, wenn jemand „sich anstrengt“, „sich bemüht“, eine eigene seelische 
Bestimmtheitsbesonderheit, nämlich Besonderheit der gegenständlichen 
oder der Denkbestimmtheit, zu verwirklichen oder zu entwirklichen, 
ohne daß er vermittelnd auf eigene äußere Leibesveränderungen zielt. 
In solchen Fällen des Strebens spricht man von einem „Nachsinnen“, 
„Nachdenken“, „Überlegen“, „Bedenken“, „Erwägen“, „Abwägen“ usw. 
Auch in diesen letzteren Fällen zielt jemand vermittelnd auf für 
ihn selbst nicht wahrnehmbare eigene innere Leibesverän- 
derungen, nämlich auf solche Veränderungen seines „Gehirnes“, 
in welchen sich die wirkende Bedingung für die als Zielwirkung be- 
absichtigte Veränderung seiner Seele ergibt. Jenem hingegen, der z. B. 
ein Präparat schluckt, um Unlust am Kopfschmerze zu beseitigen, 
schwebt als „Zielwirkung“ nicht eine Veränderung der eigenen Seele 
vor, für welche ein besonderer eigener Gehirnzustand die wirkende 
Bedingung abgeben wird, sondern ihm schwebt als „Zielwirkung“ eine 
besondere innere Veränderung seines Leibes vor, in welcher sich die 
wirkende Bedingung dafür ergeben wird, daß an seiner Seele — ver- 
mittelt durch das Gehirn — die „Zweckwirkung“ — eintritt. In 
dem einen Falle ist also „eigener Gehirnzustand‘“ als wirkende Be- 
dingung für die „Zielwirkung“, also als „Vor-Mittel, im anderen 
Falle ist „eigener Gehirnzustand“ als nach der Zielwirkung auftretende 
wirkende Bedingung für die „Zweckwirkung“‘, also als „Nach-Mittel“ 
gedacht. 
Wenn nun ein „auf eigene äußere Leibesveränderungen vermittelnd 
zielendes Streben“ oder ein „auf eigene äußere Leibesveränderungen und 
Veränderungen anderer Einzelwesen vermittelnd zielendes Streben“ vor- 
liegt, so nennen wir solches Streben ein „Außen-Handlungs-Streben“, 
die in solchem Streben gewußte Wirkensverkettung zwischen „eigenen 
Muskelveränderungen“ und „eigenen äußeren Leibesveränderungen“ ein 
„äußeres Handeln“, und jede „eigene äußere Leibesveränderung“, die 
sich als Wirkung in solcher Verkettung von Wirkenseinheiten ergibt, 
eine „Außen-Handlung“ („äußere Handlung“). Wir sprechen 
ferner, wenn ein „auf eigene innere Leibesveränderungen und Ver- 
änderungen anderer Einzelwesen vermittelnd zielendes Streben“ oder 
ein „auf eigene innere Leibesveränderungen, jedoch nicht auf eigene 
Gehirnveränderung als Vor-Mittelwirkung vermittelnd zielendes 
Streben“ vorliegt, von einem „Innen-Handlungs-Streben“, und 
nennen die in solchem Streben gewußte Wirkensverkettung zwischen 
„eigenen Muskelveränderungen“ und „eigenen inneren Leibesverände-
	        

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Allgemeine Gesellschaftslehre. Verlag von Gustav Fischer, 1930.
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