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Allgemeine Gesellschaftslehre

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Bibliographic data

fullscreen: Allgemeine Gesellschaftslehre

Monograph

Identifikator:
1823562132
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-217461
Document type:
Monograph
Author:
Sander, Fritz http://d-nb.info/gnd/140473750
Title:
Allgemeine Gesellschaftslehre
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1930
Scope:
XVI, 572 Seiten
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
III. Kapitel. Das Streben
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Allgemeine Gesellschaftslehre
  • Title page
  • Contents
  • I. Kapitel. Grundwissenschaft und Gesellschaftswissenschaft
  • Kapitel II. Das Wollen
  • III. Kapitel. Das Streben
  • IV. Kapitel. Vergemeinschaftung und Gemeinschaft
  • V. Kapitel. Vergesellschaftung und Gesellschaft
  • VI. Die Macht
  • VII. Kapitel. Die Besonderheiten der Vergesellschaftungs- Werbungs- Seelenaugenblicke und der Vergesellschaftungs- Seelenaugenblick hinsichtlich der Vergesellschaftungs-Interesse-Gedanken
  • VIII. Kapitel. Andere Besonderheiten der Vergesellschaftungs-Werbungs-Seelenaugenblicke und der Vergesellschaftungs-Seelenaugenblicke
  • IX. Kapitel. Staats-Gesellschaft, Rechts-Gesellschaft und Wirtschafts-Gesellschaft

Full text

Das f Streben. 
135 
Sinnes der ihnen zugehörigen Gedanken „‚verschieden‘“. Während 
nämlich a) in jedem „Streben“ um besondere wahrgenommene 
eigene gegenwärtige Muskelveränderungen gewußt ist, ist 
in jedem ‚Wider-Streben“ um besonderen wahrgenommenen 
eigenen gegenwärtigen Muskelzustand gewußt. Während 
ferner b) in jedem „Streben“ um einen der eigenen Seele gegenwärtig 
zugehörigen Seelenaugenblick gewußt ist, in welchem besonderes mög- 
liches eigenes Leisten emotional günstig gedacht ist, also um ein 
eigenes „Begehren‘“ gewußt ist, ist in jedem ‚,Wider-Streben‘“ um einen 
der eigenen Seele gegenwärtig zugehörigen Seelenaugenblick gewußt, 
in welchem besonderes mögliches eigenes Leisten emotional un- 
günstig gedacht ist, also um ein eigenes „Besorgen‘‘ gewußt. Während 
ferner c) in jedem „Streben‘ identische wirkende Bedingungen aus der 
als Richtlinie jenes besonderen möglichen eigenen Leistens gedachten 
Richtung als sowohl dem gegenwärtigen eigenen emotionalen Seelen- 
augenblicke als auch dem gegenwärtigen Eigenleiblichen als ihren Be- 
sonderheiten zugehörig gedacht werden, werden in jedem „Wider- 
Streben“ identische wirkende Bedingungen aus der als Richtlinie jenes 
besonderen möglichen eigenen Leistens gedachten Richtung als sowohl 
von dem gegenwärtigen eigenen Seelenaugenblicke als auch von dem 
gegenwärtigen Eigenleiblichen gesondert gedacht, d.h. eben, es wird 
im „Streben“ um eine gegenwärtige Wirkensverkettung zwischen 
eigenem Wollen, eigenen Muskelveränderungen und weiteren Verände- 
rungen gewußt, hingegen im „Wider-Streben“ um eine nicht-gegen- 
wärtige Wirkensverkettung zwischen eigenem Wollen, eigenen Muskel- 
veränderungen und weiteren Veränderungen, welche durch ein gegen- 
wärtiges Wider-Wollen ausgeschlossen ist. Das Wort „Verhalten“ 
ist also ebenso wie die Worte „Tun“ und „Lassen“ ein Sinnwort, in- 
dem es „besonderes wahrgenommenes gegenwärtiges Eigenleibliches‘“ 
als zum „Sinn“, zum „Gewußten“ von besonderen Seelenaugenblicken 
gehörig bezeichnet, die sich als Besonderheiten eines identischen All- 
gemeinen darstellen, das wir „Verhalten-Seelenaugenblick 
Schlechtweg“ nennen. Dieses identische Allgemeine ist also ein 
identisches Seelenaugenblick-Allgemeines, als dessen identischer Sinn 
sich jene identischen Sinn-Allgemeinen darstellen, die wir als das im 
„Streben“ und im „Wider-Streben“ identisch Gewußte bereits heraus- 
gehoben haben. So zeigt sich denn nicht bloß, daß sowohl „Tun“ 
als auch „Lassen“ ein „Verhalten“ als „mit Sinn verbundenes Leib- 
liches“ darstellen, sondern auch, was man überhaupt ‚mit der ohne 
nähere Bestimmung recht unklaren Rede von „mit Sinn verbun- 
denem Leiblichen“ meint, nämlich „Leibliches“, das sich als 
Sinn, als Gewußtes von Verhalten-Seelenaugenblicken 
indet
	        

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Allgemeine Gesellschaftslehre. Verlag von Gustav Fischer, 1930.
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