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Allgemeine Gesellschaftslehre

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Bibliographic data

fullscreen: Allgemeine Gesellschaftslehre

Monograph

Identifikator:
1823562132
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-217461
Document type:
Monograph
Author:
Sander, Fritz http://d-nb.info/gnd/140473750
Title:
Allgemeine Gesellschaftslehre
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1930
Scope:
XVI, 572 Seiten
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
IV. Kapitel. Vergemeinschaftung und Gemeinschaft
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Allgemeine Gesellschaftslehre
  • Title page
  • Contents
  • I. Kapitel. Grundwissenschaft und Gesellschaftswissenschaft
  • Kapitel II. Das Wollen
  • III. Kapitel. Das Streben
  • IV. Kapitel. Vergemeinschaftung und Gemeinschaft
  • V. Kapitel. Vergesellschaftung und Gesellschaft
  • VI. Die Macht
  • VII. Kapitel. Die Besonderheiten der Vergesellschaftungs- Werbungs- Seelenaugenblicke und der Vergesellschaftungs- Seelenaugenblick hinsichtlich der Vergesellschaftungs-Interesse-Gedanken
  • VIII. Kapitel. Andere Besonderheiten der Vergesellschaftungs-Werbungs-Seelenaugenblicke und der Vergesellschaftungs-Seelenaugenblicke
  • IX. Kapitel. Staats-Gesellschaft, Rechts-Gesellschaft und Wirtschafts-Gesellschaft

Full text

182 
[V. Kapitel. a 
damit der Andere wisse, der „aufgespannte Schirm“ sei Ausdruck eines 
besonderen Wollens. Jener, der Etwas tut, ist sich in zahllosen Fällen 
im Augenblicke seines Strebens dessen gar nicht bewußt, er „denkt 
gar nicht daran“, daß die durch sein Wollen und Tun bewirkten Ver- 
änderungen als „Ausdruck“ für sein Wollen in Betracht kommen. Alle 
Wollenausdrücke sind also „willkürliche Ausdrücke“ lediglich in dem 
Sinne, daß sie „durch Wollen gewirkte Ausdrücke“ sind, und als 
„Zeichen“ für besonderes Wollen in Betracht kommen, keineswegs aber 
sind alle Wollensausdrücke „willkürliche Ausdrücke“ in dem Sinne, 
daß sie „als Ausdruck absichtliches Körperliches“ darstellen. 
Wir müssen vielmehr „unabsichtliche (zufällige und quasi- 
zufällige) Wollenausdrücke“ von „absichtlichen Wollen- 
ausdrücken“ unterscheiden. „Unabsichtlicher Wollenausdruck“ ist 
jedes Körperliche, das als identische wirkende Bedingung dafür in Be- 
tracht kommt, daß besondere empfängliche Seelen durch Wahrnehmung 
einer Besonderheit jenes Körperlichen den wahren Gedanken gewinnen, 
ein besonderes Wollen, in welchem jenes Körperliche nicht als wir- 
kender Ausdruck beabsichtigt war, habe die wirkende Be- 
dingung für jenes wahrgenommene Körperliche als Wirkungsgewinn 
abgegeben. Die Besonderheiten „unabsichtlicher Wollenausdrücke“ 
finden sich in der Welt niemals als „Natürliches“, wohl aber entweder 
als „Quasi-Natürliches“ oder als „Quasi-Künstliches“ oder als „Künst- 
liches“, Die Frage, ob besonderes Körperliches in der Welt sich in 
Beziehung zu besonderem Wollen als „Quasi-Natürliches“ oder als 
„Quasi-Künstliches“ oder als „Künstliches“ darstellt, d. h. entweder 
einen durch jenes Wollen gewirkten, aber in jenem Wollen nicht ge- 
wußten Wirkungsgewinn, oder einen durch jenes Wollen gewirkten, 
in jenem Wollen gewußten, aber nicht gewollten Wirkungsgewinn, 
oder einen Gewolltes erfüllenden Wirkungsgewinn darstellt, darf selbst- 
verständlich nicht mit der Frage verwechselt werden, ob solches 
Körperliches in jenem Wollen als wirkender Ausdruck ent- 
weder nicht gewußt oder gewußt, oder nicht gewollt oder ge- 
wollt war. Die. „unabsichtlichen Wollenausdrücke“ bilden zusammen 
mit den „Triebausdrücken“ die „unabsichtlichen (zufälligen und 
‚quasi-zufälligen) Ausdrücke“. Die „unabsichtlichen Wollen- 
ausdrücke“ sind aber wieder entweder „zufällige Wollenausdrücke“ oder 
quasi-zufällige (quasi-beabsichtigte) Wollenausdrücke“. Ein „zufälliger 
Wollenausdruck“ liegt z. B. vor, wenn jemand läuft, ohne zu wissen, 
daß ein Anderer durch die Wahrnehmung jener Leibesveränderungen 
den Gedanken gewinnt, die wirkende Bedingung für jenes Laufen sei 
ein Wollen, „den Zug zu erreichen“. Ein „quasi-zufälliger Wollen- 
ausdruck“ liegt z. B. vor, wenn A in Gegenwart des C Etwas zu B 
sagt, wobei er weiß, daß durch seine Rede auch C einen Gedanken
	        

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Leistung Und Wert. Memminger, 1926.
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