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Allgemeine Gesellschaftslehre

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Bibliographic data

fullscreen: Allgemeine Gesellschaftslehre

Monograph

Identifikator:
1823562132
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-217461
Document type:
Monograph
Author:
Sander, Fritz http://d-nb.info/gnd/140473750
Title:
Allgemeine Gesellschaftslehre
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1930
Scope:
XVI, 572 Seiten
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
VI. Die Macht
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Allgemeine Gesellschaftslehre
  • Title page
  • Contents
  • I. Kapitel. Grundwissenschaft und Gesellschaftswissenschaft
  • Kapitel II. Das Wollen
  • III. Kapitel. Das Streben
  • IV. Kapitel. Vergemeinschaftung und Gemeinschaft
  • V. Kapitel. Vergesellschaftung und Gesellschaft
  • VI. Die Macht
  • VII. Kapitel. Die Besonderheiten der Vergesellschaftungs- Werbungs- Seelenaugenblicke und der Vergesellschaftungs- Seelenaugenblick hinsichtlich der Vergesellschaftungs-Interesse-Gedanken
  • VIII. Kapitel. Andere Besonderheiten der Vergesellschaftungs-Werbungs-Seelenaugenblicke und der Vergesellschaftungs-Seelenaugenblicke
  • IX. Kapitel. Staats-Gesellschaft, Rechts-Gesellschaft und Wirtschafts-Gesellschaft

Full text

328 . 
VI. Kapitel. a 
der „eingeschlossenen Macht‘, und zwar deshalb nicht, weil eben von 
diesem „Machteinschluß“ in einem tätigen Wirken Gebrauch gemacht 
wird. Während aber jede Ausübung der „einschließenden Macht“ auch 
sine Ausübung der „eingeschlossenen Macht“ ist, ist keineswegs jede 
Ausübung der „eingeschlossenen Macht“ auch eine Ausübung der „ein- 
schließenden Macht“. Eine besondere Macht besonderen Menschens 
kann auch darin bestehen, daß er besondere Wirkung durch besonderes 
Handeln anderen Menschens herbeiführen kann, und in solcher Macht 
ist stets die Macht eingeschlossen, anderen Menschen zu besonderem 
Handeln zu veranlassen. In allen Fällen nun, da jemand eine besondere 
Wirkung durch Handeln eines anderen Menschen herbeiführen kann, 
sagen wir, daß dem ersteren Menschen hinsichtlich jener Wirkung eine 
„mittelbare Macht“ zustehe und nennen die auf Grund „mittelbarer 
Macht“ eines Menschen durch ihn herbeigeführte Wirkung seine „mittel- 
bare Leistung“. Den Gegensatz zur „mittelbaren Macht“ bildet die 
„unmittelbare Macht“, d. h. die Macht, nur durch eigenes tätiges 
Wirken eine besondere Wirkung — als „unmittelbare Leistung“ — 
herbeizuführen. 
Vom Gegebenen „Machteinschluß“ ist aber das Gegebene „Macht- 
verkettung“zu unterscheiden, welches nur dann vorliegt, wenn jemandes 
besondere Macht kraft Ausübung einer anderen Macht begründet wurde, 
‚Machtverkettung“ kann entweder eine „unmittelbare Machtver- 
kettung“ oder eine „nittelbare Machtverkettung“ sein. Eine 
„unmittelbare Machtverkettung“ liegt vor, wenn jemandes Macht — die 
„durch Macht begründete Macht“ — kraft einer anderen Macht 
— der „bedingenden Macht“ — begründet wurde, eine „mittelbare 
Machtverkettung“ liegt hingegen vor, wenn jemandes Macht kraft einer 
anderen Macht, und diese andere Macht wieder durch eine andere 
Macht begründet wurde, so daß sich also in jeder mittelbaren Macht- 
verkettung eine „durch Macht begründete Macht“ und mindestens 
zwei „bedingende Mächte“ finden, die aber selbst eine „unmittelbare 
Machtverkettung“ darstellen, Eine „unmittelbare Machtverkettung“ ist 
entweder eine „Verkettung zweier Mächte eines Macht- 
habers“ oder eine „Verkettung zweier Mächte je anderen 
Machthabers“, je nachdem, ob die Macht besonderen Menschens 
durch seine Eigenmacht begründet wurde — „durch Eigenmacht 
begründete Eigenmacht“ — oder ob die Macht besonderen 
Menschens durch Andermacht begründet wurde — „durch Ander- 
macht begründete Eigenmacht“ bzw. vom Standpunkte des 
„Machtbegründers“ „durch Eigenmacht begründete Ander- 
macht“. So findet sich z. B. die Macht des A, dem Billeteur eine 
Eintrittskarte zu einem bestimmten Konzerte vorzuweisen, in einer „Ver- 
kettung zweier Mächte eines Machthabers“, wenn diese Macht des A
	        

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Allgemeine Gesellschaftslehre. Verlag von Gustav Fischer, 1930.
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