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Allgemeine Gesellschaftslehre

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Bibliographic data

fullscreen: Allgemeine Gesellschaftslehre

Monograph

Identifikator:
1823562132
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-217461
Document type:
Monograph
Author:
Sander, Fritz http://d-nb.info/gnd/140473750
Title:
Allgemeine Gesellschaftslehre
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1930
Scope:
XVI, 572 Seiten
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
VI. Die Macht
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Allgemeine Gesellschaftslehre
  • Title page
  • Contents
  • I. Kapitel. Grundwissenschaft und Gesellschaftswissenschaft
  • Kapitel II. Das Wollen
  • III. Kapitel. Das Streben
  • IV. Kapitel. Vergemeinschaftung und Gemeinschaft
  • V. Kapitel. Vergesellschaftung und Gesellschaft
  • VI. Die Macht
  • VII. Kapitel. Die Besonderheiten der Vergesellschaftungs- Werbungs- Seelenaugenblicke und der Vergesellschaftungs- Seelenaugenblick hinsichtlich der Vergesellschaftungs-Interesse-Gedanken
  • VIII. Kapitel. Andere Besonderheiten der Vergesellschaftungs-Werbungs-Seelenaugenblicke und der Vergesellschaftungs-Seelenaugenblicke
  • IX. Kapitel. Staats-Gesellschaft, Rechts-Gesellschaft und Wirtschafts-Gesellschaft

Full text

358 — \ * VI. Kapitel, 
eignisse zu einer „vollständig ergänzten Sollen-Anwart- 
schaft“, d. h. zu einem „durch Anspruch und mehrere Er- 
gänzungen begründeten Sollen“ wird. Eine „Sollen-Anwart- 
schaft“ unterscheidet sich also von einem „durch Anspruch und Er- 
gänzung begründetem Sollen“ dadurch, daß im ersteren Falle eine 
Gesamtheit von Allgemeinen in der Welt gegeben ist, welche als grund- 
legende Bedingungen dafür in Betracht kommen, daß ein Anspruch- 
erfüllungs-Wahrer noch nicht eingetretenes Verhalten des Anspruch- 
adressaten und noch nicht eingetretene andere Ereignisse erfährt 
und durch diese mehrfache Erfahrung der den Anspruchadressaten be- 
treffender Interessengesamtzustand verschlechtert wird, während im 
letzteren Falle eine Gesamtheit von Allgemeinen in der Welt gegeben 
ist, welche als grundlegende Bedingungen dafür in Betracht kommen, 
daß ein Ansprucherfüllungs-Wahrer noch nichteingetretenes Ver- 
halten des Anspruchadressaten und bereits eingetretene andere 
Ereignisse erfährt und durch diese mehrfache Erfahrung der den 
Anspruchadressaten betreffende Interessengesamtzustand verschlechtert 
wird. Solange also eine „Sollen-Anwartschaft“ besteht, kommt 
Erfahrung des Ansprucherfüllungs-Wahrers von dem beanspruchten 
Verhalten entgegengesetztem Verhalten des Anspruchadressaten über- 
haupt nicht als wirkende Bedingung für eine Verschlechterung des 
den Anspruchadressaten betreffenden Interessengesamtzustandes in 
Betracht. Innerhalb jedes „Sollens“ kommt aber immer nur Er- 
fahrung des Ansprucherfüllungs-Wahrers von besonderem noch nicht 
eingetretenen Verhalten des Anspruchadressaten als wirkende Be- 
dingung für die Verschlechterung des den Anspruchadressaten betreffenden 
Interessengesamtzustandes in Betracht, da ein „Sollen“ immer nur bis 
zu jenem Zeitpunkte besteht, für welchen besonderes Verhalten des 
Anspruchadressaten beansprucht war. Nach jenem Zeitpunkte ist der 
Anspruch entweder erfüllt, also auch das „Sollen“ aufgehoben, oder 
ist der Anspruch enttäuscht, in welchem Falle der Anspruchadressat 
auch nicht mehr „soll“, keine „Schuld“, wohl aber ein „Verschulden“ 
des Anspruchadressaten vorliegt. 
Wie sich aus dem Gesagten ergibt, ist eine „Sollen-Anwartschaft“ 
entweder eine „einfach ergänzbare Sollen-Anwartschaft“ 
oder eine „mehrfach ergänzbare Sollen-Anwartschaft“. „Dis- 
junktiv mehrfach ergänzbare Sollen-Anwartschaft“ nennen 
wir insbesondere jene Sollen-Anwartschaft, welche durch den Eintritt 
eines besonderen Ereignisses zu einem besonderen Sollen, 
durch den Eintritt eines anderen besonderen Ereignisses zu 
einem anderen besonderen Sollen ergänzt werden kann. Solche 
„Sollen-Anwartschaft“ wird z. B. begründet durch den Anspruch des 
A an den B: „Wenn die Preise steigen, so kaufen Sie. wenn die
	        

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Allgemeine Gesellschaftslehre. Verlag von Gustav Fischer, 1930.
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