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Allgemeine Gesellschaftslehre

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Bibliographic data

fullscreen: Allgemeine Gesellschaftslehre

Monograph

Identifikator:
1823562132
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-217461
Document type:
Monograph
Author:
Sander, Fritz http://d-nb.info/gnd/140473750
Title:
Allgemeine Gesellschaftslehre
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1930
Scope:
XVI, 572 Seiten
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
VIII. Kapitel. Andere Besonderheiten der Vergesellschaftungs-Werbungs-Seelenaugenblicke und der Vergesellschaftungs-Seelenaugenblicke
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Allgemeine Gesellschaftslehre
  • Title page
  • Contents
  • I. Kapitel. Grundwissenschaft und Gesellschaftswissenschaft
  • Kapitel II. Das Wollen
  • III. Kapitel. Das Streben
  • IV. Kapitel. Vergemeinschaftung und Gemeinschaft
  • V. Kapitel. Vergesellschaftung und Gesellschaft
  • VI. Die Macht
  • VII. Kapitel. Die Besonderheiten der Vergesellschaftungs- Werbungs- Seelenaugenblicke und der Vergesellschaftungs- Seelenaugenblick hinsichtlich der Vergesellschaftungs-Interesse-Gedanken
  • VIII. Kapitel. Andere Besonderheiten der Vergesellschaftungs-Werbungs-Seelenaugenblicke und der Vergesellschaftungs-Seelenaugenblicke
  • IX. Kapitel. Staats-Gesellschaft, Rechts-Gesellschaft und Wirtschafts-Gesellschaft

Full text

Andere Besonderheiten der Vergesellschaftungs-Werbungs-Seelenaugenblicke usw. 453 
ihm gar kein Behauptungs-Glaube zugehörig sein muß. Hat jedoch 
der Werber mit seiner Werbung darauf gezielt, daß dem Dritten hin- 
sichtlich des ihm übermittelten Satzes ein Behauptungs- Glaube, näm- 
lich ein Glaube an eine Behauptung des Werbers zugehörig wird, so 
ist die „Andersatz- Übermittlung“ nach der Absicht des, „Übermitt- 
lung-Werbers“, wenn auch nicht des Übermittlers, eine „Ander-Be- 
hauptungs- Übermittlung“. Wird nun im Falle einer „Ander-Be- 
hauptungs- Übermittlung“ gesagt, daß der „Übermittler“ „im Namen 
des Übermittlungs-Werbers eine Erklärung abgebe“, so ist diese Rede 
ungenau, woferne das Wort „Erklärung“, im Sinne des Wortes „Be- 
hauptung“ gebraucht wird. Denn jeder „Andersatz-Übermittler“ stellt 
allerdings — und zwar „in eigenem Namen“ — zwei Behauptungen 
auf, nämlich a) die Behauptung, daß der Übermittlung-Werber be- 
sonderen Satz gebildet habe und b) die Behauptung, daß jener Satz- 
bildner darum geworben habe, daß jener Satz dem Dritten übermittelt 
wird, aber der Übermittler stellt wesentlich keine Behauptung „in 
anderem Namen“ auf, er behauptet nicht wesentlich, daß jener über- 
mittelte Satz als Behauptung gebildet wurde, da er gar nicht 
wissen muß, in welcher Absicht jener von ihm übermittelte Satz 
gebildet wurde. Weiß aber auch der Übermittler darum, daß der 
von ihm übermittelte Satz eine Behauptung des Übermittlung - 
Werbers war, so ist dieses sein Wissen ohne wesentliche Bedeutung 
für sein „Übermitteln‘. Mit der Rede vom „Behaupten (Erklären) 
in anderem Namen“ ist also lediglich gemeint, daß jeder „Andersatz- 
Übermittler“ einen anderen Menschen nennt, nämlich eben als 
„Werber um die eigene gegenwärtige Satz-Übermittlung“ nennt, also 
auch als solchen Menschen, der besonderen Satz gebildet hat. In 
vielen Fällen weiß allerdings der „Andersatz- Übermittler“, daß er 
eine „Ander-Behauptung“ übermittle und hinsichtlich solcher Fälle 
hat die Rede vom „Behaupten (Erklären) in anderem Namen“ ihre an- 
nähernde Richtigkeit, Ein „übermittelter Andersatz“ kann sich nun 
auch als „übermittelte Verhalten-Werbung‘“ darstellen, und in 
solchem Falle können wir mit Rücksicht auf die Absicht des Über- 
mittlung-Werbers von einer „Verhalten-Werbun g-Ü bermitt- 
lung“ („Anspruch-Übermittlung“ oder „Antrag-Überm itt- 
lung“) reden, Jeder „Verhalten-Werbung-UÜbermittlung- 
Werber“ zielt auf drei Verhalten-Werbungen, nämlich auf zwei an 
den „Übermittlung-Werbungs-Adressaten“ gerichtete eigene Verhalten- 
Werbungen, und dadurch auf besonderes Verhalten dieses Adressaten, 
welches sich als eine an den Dritten gerichtete Verhalten-Werbung 
des Übermittlun g-Werbers darstellt. In jedem Falle einer „Ver- 
halten -Werbung- Übermittlung“ müssen wir also vom „Verhalten- 
Werbung-Übermittlung-Werber“ den „Verhalten-Werbung-
	        

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Allgemeine Gesellschaftslehre. Verlag von Gustav Fischer, 1930.
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