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Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe

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Bibliographic data

fullscreen: Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe

Monograph

Identifikator:
1824422792
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-217476
Document type:
Monograph
Title:
Study week on the econometric approach to development planning
Place of publication:
Amsterdam [u.a.]
Publisher:
North-Holland Publ. Co. [u.a.]
Year of publication:
1965
Scope:
XLVII, 1259 S.
graph. Darst.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Toward a verdict on macroeconomic simultaneous equations / Herman O.A. Wold, Universitets Statistika Institution - Uppsala - Sverige
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe
  • Title page
  • A
  • B
  • C
  • D
  • E
  • F
  • G
  • H
  • I
  • J
  • K
  • L
  • M
  • N
  • O
  • P
  • Q
  • R
  • S
  • T
  • U
  • V
  • W
  • X
  • Y
  • Z
  • Index

Full text

Salpeter 
382 
Salpetersäure 
Ermöglichung des Luftzutritts, anhaltende Feuch 
tigkeit und genügende Luftwärme vorhanden 
sind; vor allem also in gutem, an Pflanzennah 
rung reichem Ackerland. Das Ammoniak, das 
sich aus den stickstoffhaltigen faulenden Stoffen 
bildet, wird von dem Sauerstoff der Luft oxy 
diert, und die entstehende Salpetersäure tritt mit 
den vorhandenen Basen zu Salzen zusammen. 
Ist Kali zugegen, so entsteht direkt Kalisalpeter, 
im anderen Falle, wenn nur Kalk oder Magnesia 
vorhanden ist, das betreffende Salz, welches 
dann bei Bearbeitung der aus der Salpetererde 
extrahierten Laugen durch Zusatz von Kali erst 
in das Kalisalz übergeführt werden muß. Auf 
diese Art werden alljährlich in der Natur ge 
waltige Mengen S. erzeugt, eine technische Aus 
nutzung ist aber nur in heißen Klimaten, nament 
lich in Bengalen und auf Zeylon, möglich, wo 
der Erdboden ganzer Gegenden förmlich mit 
Kalisalpeter gesättigt ist. Hier werden Salz und 
Erde zusammengekehrt, mit Wasser ausgelaugt, 
die Laugen zur Kristallisation eingedampft und 
die kleinen Mengen von Kalksalpeter, welche 
dabei in Lösung gehen, durch Zusatz von Holz 
asche in salpetersaures Kalium übergeführt. In 
Ägypten wird S. aus dem fruchtbaren Nil 
schlamme, den man zu künstlichen Hügeln auf 
schichtet, gewonnen, während man in Ungarn, 
besonders in der Nähe von Debreczin und um 
den Neusiedler See, den S. in ähnlicher Weise 
wie in Indien gewinnt und deshalb Kehrsal 
peter nennt. Der früher übliche Betrieb von 
sog. Salpeterplantagen, in denen Erde aus 
Viehställen, Schlächtereien und Misthaufen, stick 
stoffreiche Pflanzenstoffe und tierische Abgänge 
aller Art zu Haufen aufgeschichtet und mit 
Jauche feucht gehalten wurden, ist jetzt meist 
eingestellt und durch die Herstellung aus Chile 
salpeter und Chlorkalium verdrängt worden. 
Beim Kochen dieser beiden Salze entsteht Kali 
salpeter neben Kochsalz, das schwer löslich ist 
und durch Kristallisieren entfernt wird. (Kon 
versionssalpeter.) — Der rohe S., wie' er 
nach dem älteren Verfahren durch Auslaugen 
von Erdreich und Eindampfen der Lauge ge 
wonnen wird, ist zwar kristallisiert, aber natür 
lich durch fremde Salze, namentlich Kochsalz 
und Chlorkalium, verunreinigt und enthält etwa 
60—70 °/o reinen S. Man raffiniert ihn meist in 
der Weise, daß man in möglichst wenig heißem 
Wasser bis zur Sättigung löst und die durch Zu 
satz von etwas Pottasche schwach alkalisch ge 
machte Lösung eindampft, wobei sich Kochsalz 
und Chlorkalium kristallinisch ausscheiden. Die 
abgezogene Lösung wird mit etwas Leim gekocht, 
der mit den färbenden Stoffen, einen reichlichen 
Schaum bildet und abgeschöpft wird. Man läßt 
dann die Lauge bei 90 0 zur Klärung stehen und 
gibt sie schließlich auf die Kristallisationsgefäße, 
in denen der S. als kristallinisches Mehl aus 
fällt. Zur völligen Entfernung der Chloride deckt 
man noch mit gesättigter, reiner Salpeterlösung, 
trocknet die gewaschene Masse in der Wärme 
und packt sie in Form sandigen Pulvers als 
einfach gereinigten S. in Fässer, oder man löst 
sie nochmals auf, läßt ungestört kristallisieren, 
wäscht die Kristalle und erhält so doppelt ge 
reinigtes Salz. Es gibt demnach im Handel 
großkristallisierten S. und kleinkristalli 
sierten, das sog. Salpetermehl. Die Kristalle 
sind lange säulenförmige, meist gestreifte Pris 
men des rhombischen Systems. Seltener wird 
das pulverige Salz in gelinder Hitze geschmolzen 
und zu Broten ausgegossen oder auf ein kaltes 
Blech getropft (Salpeterzeltchen, lat. Nitrum 
tabulatum). Der Kalisalpeter, KNO s , besteht 
aus 46,6% Kali und 53,4% Salpetersäure, ohne I 
Kristallwasser. Er dient hauptsächlich zur Her- f 
Stellung von Schießpulver und Feuerwerk, für I 
welche der Natronsalpeter (s. Chilesalpeter) 1 
wegen seiner Wasseranziehung ganz ungeeignet 
ist. Zu anderen Zwecken hingegen, wie zu Fluß 
mitteln. zum Eisenfrischen und Stahlhärten wer 
den sich beide Arten des S. wohl immer ver 
treten können. Beide finden auch medizinische 
Anwendung in kleinen inneren Gaben, während 
sie in größeren Mengen entschieden giftig wir 
ken. Schon gepökeltes Fleisch ist imstande, üble 
Wirkungen hervorzubringen, wenn man den Sal 
peterzusatz, um es recht rot zu machen, über 
trieben hat. 
Salpeterätherweingeist nennt man im Chemi 
kalienhandel eine verdünnte alkoholische Lösung 
des Salpetrigsäureäthylesters (salpetrig 
sauren Äthyloxyds), die als Salpeteräther 
geist, versüßter Salpetergeist (lat. Spiritus 
aetbereus nitrosi, Spiritus nitricoaethereus, Spi- ! 
ritus nitri dulcis, frz. Alcool nitrique öthörö, engl- 
Spirit of nitrous ether) offizinell ist. S. bildet 1 
eine farblose, klare Flüssigkeit von kräftigem, ’ 
angenehmem, obstartigem Geruch, die mit Wasser 
in jedem Verhältnisse mischbar ist und das 1 
spez. Gew. 0,840—0,850 zeigt. Er muß in voll 
gefüllten Gefäßen im Dunkeln aufbewahrt wer 
den, da er sonst sehr bald stark sauer wird, und 
enthält stets noch kleine Mengen von Ameisen 
äther und Aldehyd. Reiner und spiritusfreier 
Salpetrigsäureäthylester kommt für gewöhnlich 
im Handel gar nicht vor. Verwandt wird S. 
medizinisch zur Geschmacksverbesserung, tech 
nisch als Zusatz zu gewissen Branntweinsorteo. 
Salpetersäure, HNO s , (Scheidewasser, 
Stickstoffpentoxyd, lat. Acidum nitricum. 
Aqua fortis, frz. Acide nitrique ou azotique, engl- 
Nitric acid), findet sich in freiem Zustande nicht 
in der Natur, entsteht aber bei der Verwesung 
stickstoffhaltiger organischer Stoffe und bildet 
daher die Säure des Chilesalpeters, aus dem sie 
fabrikmäßig durch Erhitzen mit Schwefelsäure 
hergestellt wird. Für die Destillation kleinerer 
Mengen besonders reiner Säure bedient man 
sich in Apotheken und Laboratorien gläserner 
Retorten, im Großbetrieb aber gußeiserner Zy- 
linder von mehreren Zentnern Fassungsraum, da 1 
das unter gewöhnlichen Umständen von Schwefel 
säure und S. angreifbare Eisen bei starker E r ' 
hitzung in einen passiven Zustand übergeht, in 
dem es außerordentlich widerstandsfähig ist. J e 
nach der Stärke der angewandten Schwefelsäure 
destilliert eine S. von verschiedener Konzen 
tration über, die in hintereinander geschalteten 
Töpfen aufgefangen wird. In den ersten Ge 
fäßen sammelt sich die stärkste, in den folgen 
den immer schwächere Säure an. Die Meng® 
der Schwefelsäure ist so zu bemessen, daß au* 
jedes Molekül Salpeter ein Molekül Schwefe*' 
säure entfällt, da nur dann unter Hinterbleiben 
von Natriumbisulfat alle Salpetersäure ausgetrie
	        

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Merck’s Warenlexikon Für Handel, Industrie Und Gewerbe. G.A. Gloeckner, Verlag für Handelswissenschaft, 1919.
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