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Naturalwirtschaft und Geldwirtschaft in der Weltgeschichte

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Bibliographic data

fullscreen: Naturalwirtschaft und Geldwirtschaft in der Weltgeschichte

Monograph

Identifikator:
1824546017
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-214923
Document type:
Monograph
Author:
Dopsch, Alfons http://d-nb.info/gnd/118680390
Title:
Naturalwirtschaft und Geldwirtschaft in der Weltgeschichte
Place of publication:
Wien
Publisher:
Seidel
Year of publication:
1930
Scope:
XII, 294 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Neunter Abschnitt. Die Neuzeit
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Naturalwirtschaft und Geldwirtschaft in der Weltgeschichte
  • Title page
  • Contents
  • Erster Abschnitt. Die Theorie. Grundsätzliche Anschauungen
  • Zweiter Abschnitt. Die Tatbestände: Die Primitiven
  • Dritter Abschnitt. Die Kulturvölker des alten Orients
  • Vierter Abschnitt. Altgriechenland und das Römerreich
  • Fünfter Abschnitt. Das Oströmische Reich und der Islam
  • Sechster Abschnitt. Das frühe Mittelalter im Westen. Die Völkerwanderung. Merowinger und Karolinger
  • Siebenter Abschnitt. Das hohe Mittelalter (10.-12. Jahrhundert)
  • Achter Abschnitt. Das spätere Mittelalter (13.-15. Jahrhundert)
  • Neunter Abschnitt. Die Neuzeit
  • Zehnter Abschnitt. Die politischen Auswirkungen: Lehenswesen und Kapitalismus
  • Elfter Abschnitt. Rückfälle aus der Geldwirtschaft in die Naturalwirtschaft
  • Zwölfter Abschnitt. Theoretische Schlußfolgerungen
  • Index

Full text

206 
16. Jahrhundert mehrere Gemeinweiden und -waldungen, in 
welche die Bürger ihr Vieh treiben durften. Die Bürger betrieben 
nicht nur Viehzucht, sondern zum "Teil auch Landwirtschaft. 
Das war besonders in kleineren Städten der Fall oder dort, 
wo weniger Gelegenheit für Handel und Verkehr gegeben war, 
so z. B. in Northeim und Einbeck, den Städten im oberen Leine- 
tal?®). 
Im Jahre 1504 verordnete der Stadtrat von Frankfurt a. M. 
im Interesse der Viehzucht, daß jedes Jahr ein Drittel des Acker- 
landes der Stadt brachliegen solle**), Noch im 16. Jahrhundert 
erhielten die Bürger vom Rat bewilligt: freiere Benützung des 
Stadtwaldes für ihr Holz und auch für das Vieh, das jemand 
auf seinem Acker im Walde habe, Milderung der Abgabe für 
die Erlaubnis, ein Schwein im Hause fett zu machen, freien Anteil 
an Weide und Wasser in der Almende, eine geringere Steuer 
von Weingärten, Äckern und Wiesen, Abschaffung der kleinen 
Zehnten*). In Speyer war noch im 17. Jahrhundert ein Teil der 
Stadt Almend und als solcher Eigentum der Stadrt*®). Ähnlich 
auch in Baden”). Die Bürger nutzten die gemeinen Wiesen und 
standen im Genuß von Gras- und Ackeralmenden noch im 
16. Jahrhundert, ja in Mannheim noch im ı8. Jahrhundert?) 
Auch die städtischen Beamten erhielten für ihre Dienste zum 
Teil noch in der Neuzeit Naturalbezüge. In Freiburg i. B. wurde 
1589 beschlossen, den edlen Ratsherren Jährlich vier Klafter Holz 
zu geben, wenn sie viermal im Stadtrat erschienen“). Ähnliche 
Bezüge hatten die Ratsherren auch in Zuckmantel (Schlesien)®). 
In Überlingen gehörte zu den hauptsächlichsten Erwerbs- 
quellen im 16. und 17. Jahrhundert der Weinbau, der von sämt- 
lichen Bewohnern der Stadt mehr oder weniger betrieben wurde. 
Wer in der Überlinger Stadtmark begütert war, hat auch Wein- 
berge besessen; die Sorge um den Wein in den Gärten und Kellern 
%) Vgl. H. Dörries, Die Städte im oberen Leinetal, Göttingen, Northeim 
and Einbeck (1925), S. 39. 
*) v. Maurer a.a.O., 2, 178. 
5) Vgl. M. Lenz in Histor. Zeitschrift 77» 399. 
%) v. Maurer 2, 175. 
”) Vgl. die Almendeordnung v. Jahre 1517, $ 8; ebda, 2, 174. 
%) Ebda. 2, 778. 
%) Ebda. 4, 282. 
®) Vgl. Jos. Pfitzner, Gesch. d. Bergstadt Z, (1924), S. 172.
	        

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Naturalwirtschaft Und Geldwirtschaft in Der Weltgeschichte. Seidel, 1930.
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