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Naturalwirtschaft und Geldwirtschaft in der Weltgeschichte

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Bibliographic data

fullscreen: Naturalwirtschaft und Geldwirtschaft in der Weltgeschichte

Monograph

Identifikator:
1824546017
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-214923
Document type:
Monograph
Author:
Dopsch, Alfons http://d-nb.info/gnd/118680390
Title:
Naturalwirtschaft und Geldwirtschaft in der Weltgeschichte
Place of publication:
Wien
Publisher:
Seidel
Year of publication:
1930
Scope:
XII, 294 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Dritter Abschnitt. Die Kulturvölker des alten Orients
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Naturalwirtschaft und Geldwirtschaft in der Weltgeschichte
  • Title page
  • Contents
  • Erster Abschnitt. Die Theorie. Grundsätzliche Anschauungen
  • Zweiter Abschnitt. Die Tatbestände: Die Primitiven
  • Dritter Abschnitt. Die Kulturvölker des alten Orients
  • Vierter Abschnitt. Altgriechenland und das Römerreich
  • Fünfter Abschnitt. Das Oströmische Reich und der Islam
  • Sechster Abschnitt. Das frühe Mittelalter im Westen. Die Völkerwanderung. Merowinger und Karolinger
  • Siebenter Abschnitt. Das hohe Mittelalter (10.-12. Jahrhundert)
  • Achter Abschnitt. Das spätere Mittelalter (13.-15. Jahrhundert)
  • Neunter Abschnitt. Die Neuzeit
  • Zehnter Abschnitt. Die politischen Auswirkungen: Lehenswesen und Kapitalismus
  • Elfter Abschnitt. Rückfälle aus der Geldwirtschaft in die Naturalwirtschaft
  • Zwölfter Abschnitt. Theoretische Schlußfolgerungen
  • Index

Full text

42 
über deren Arbeiten. Auch für die anderen Gewerbe waren solche 
erlassen, über die Art ihrer Arbeitsleistung, die Bezahlung der- 
selben, Lohntaxen u.s. W., u. zw. sowohl für jene, die für die 
Regierung als auch solche, die für Private geleistet wurde**). Der 
Handel nimmt in den Ausführungen dieser „politischen Oko- 
nomie“ eine besondere Stellung ein. Die Verordnungen darüber 
zeigen, wie entwickelt er gewesen sein muß. Zahlreiche und ver- 
schiedene Abgaben, die von den importierten Waren zu ent- 
richten waren, erscheinen aufgezählt**), 
Ein eigenes Bureau hatte die Aufsicht über die Geldspiele zu 
führen und die Strafen zu überwachen, welche auf Verletzung 
der vom König erlassenen Bestimmungen gesetzt waren*®). 
Besondere Abgaben wurden von den Bähirikas erhoben, die 
wahrscheinlich eine Art von Geldverleiher oder Bankiers in den 
Städten gewesen sind‘). Schließlich erhoben die Könige damals 
schon, wenn sie besonderer Geldmittel bedurften (z. B. für Kriege 
und andere Unternehmungen), Sonderabgaben „auf Bitte des 
Königs‘“*). Solche außerordentliche Steuern, „Beden“, sollen nur 
einmal, aber nicht zweimal im Jahre eingehoben werden“). 
Dieses Handbuch der politischen Okonomie läßt uns nun 
auch jene wirtschaftlichen Tatbestände richtig einordnen, welche 
als Zeugnisse der Naturalwirtschaft gelten können. Daß in den 
Dörfern die Handwerker für ihre Arbeit mit festen Ernteanteilen 
oder Deputaten entlohnt wurden (Deputatisten)*), entspricht 
dem Charakter der agrarwirtschaftlichen Pertinenzeigenschaft 
dieser Gewerbe. Es wäre aber, wie wir gesehen haben, ganz irrig, 
daraus den generalisierenden Schluß zu ziehen, daß alle Gewerbe 
naturalwirtschaftlich entlohnt worden seien. Die städtischen Hand- 
werker, und das waren sicherlich die weitaus größere Menge, sind 
m. E. ganz anders zu beurteilen. 
Man sieht, es war die verschiedene Art der Entlohnung nicht 
%) Ebda. S. 59 W., 
4) Ebda. S. 575. 
5) Ebda. S. 58 U. 
%) Ebda. S. 59 Z. 
7) Ebda. S. 115. 
*) Ebda, S. 116, $ 7. — Der Vergleich mit den Verhältnissen des Mittel- 
alters in Europa drängt sich hier unmittelbar auf! 
*) Max Weber a.a.O. 2, 59.
	        

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Naturalwirtschaft Und Geldwirtschaft in Der Weltgeschichte. Seidel, 1930.
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