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Naturalwirtschaft und Geldwirtschaft in der Weltgeschichte

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Bibliographic data

fullscreen: Naturalwirtschaft und Geldwirtschaft in der Weltgeschichte

Monograph

Identifikator:
1824546017
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-214923
Document type:
Monograph
Author:
Dopsch, Alfons http://d-nb.info/gnd/118680390
Title:
Naturalwirtschaft und Geldwirtschaft in der Weltgeschichte
Place of publication:
Wien
Publisher:
Seidel
Year of publication:
1930
Scope:
XII, 294 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Dritter Abschnitt. Die Kulturvölker des alten Orients
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Naturalwirtschaft und Geldwirtschaft in der Weltgeschichte
  • Title page
  • Contents
  • Erster Abschnitt. Die Theorie. Grundsätzliche Anschauungen
  • Zweiter Abschnitt. Die Tatbestände: Die Primitiven
  • Dritter Abschnitt. Die Kulturvölker des alten Orients
  • Vierter Abschnitt. Altgriechenland und das Römerreich
  • Fünfter Abschnitt. Das Oströmische Reich und der Islam
  • Sechster Abschnitt. Das frühe Mittelalter im Westen. Die Völkerwanderung. Merowinger und Karolinger
  • Siebenter Abschnitt. Das hohe Mittelalter (10.-12. Jahrhundert)
  • Achter Abschnitt. Das spätere Mittelalter (13.-15. Jahrhundert)
  • Neunter Abschnitt. Die Neuzeit
  • Zehnter Abschnitt. Die politischen Auswirkungen: Lehenswesen und Kapitalismus
  • Elfter Abschnitt. Rückfälle aus der Geldwirtschaft in die Naturalwirtschaft
  • Zwölfter Abschnitt. Theoretische Schlußfolgerungen
  • Index

Full text

31 
da viel Sumpfland und Wüste, in Assyrien aber das Gebirge ihn 
empfindlich beschränkten. Auch die Schwierigkeiten entsprechender 
Bewässerung machten sich geltend®). Sehr frühzeitig, vielleicht 
eher als bei anderen Völkern des Orients, hat sich gerade hier 
Handel und Verkehr entwickelt, wie schon die Tatsache beweist, 
daß die Nachbarvölker zahlreiche technische Ausdrücke auf diesem 
Gebiete aus dem Babylonischen entlehnten*). Bildete.der Handel 
neben den schon in der älteren Zeit reich entwickelten Gewerben 
einen wichtigen Zweig wirtschaftlicher Betätigung, so wird auch 
verständlich, was über die Natural- und Geldwirtschaft festgestellt 
werden konnte. „Die Metalle haben schon in den ältesten be- 
kannten Epochen den Wertmesser der Waren gebildet, oder man 
befand sich wenigstens in dem Übergange von der Natural- zur 
Geldwirtschaft.“ Dieses Urteil eines der besten Kenner der 
Kulturgeschichte Babyloniens und Assyriens scheint mir recht 
charakteristisch, so unsicher es auch klingen mag. Tatsächlich 
werden wir auch hier wieder genauer nach verschiedenen Wirt- 
schaftskreisen zu scheiden haben. In der ältesten Zeit sollten die 
Steuern eigentlich in Naturalien (Schafen, Limmern und Fischen) 
entrichtet werden. Die Zusatzbestimmung, daß in Ermangelung 
eines weißen Schafes die Hirten Geld dafür entrichteten®), beweist 
deutlich, daß diese Naturalien eben Steuern der viehzucht- 
treibenden Bevölkerungsklasse gewesen sind. Ebenso kann die 
Verwendung von Getreide als Geld gedeutet werden. Sie tritt bei 
Kauf und Verkauf von Grundstücken besonders auf. Und das ist 
verständlich, weil eben für die agrarwirtschaftlichen Kreise auch 
die Bodenprodukte vor allem zu Geldzwecken dienten. Es ist aber 
zugleich auch schon bemerkt worden, daß in solchen Fällen die 
Preise zunächst zwar in Getreide angegeben, dann aber in Münz- 
geld umgerechnet erscheinen®*). Der Preis von Mobilien dagegen 
wurde im Silberwerte angegeben. 
Als Münzgeld diente in Babylonien in der ältesten Zeit das 
Kupfer, während im alten Assyrien Blei das gewöhnliche Zahlungs- 
mittel bildete. Beide wurden dann im 3. Jahrtausend v. Chr. durch 
°°) Vgl. Br. Meissner, Babylonien und Assyrien. (Kulturgesch. Bibl. von 
W.Foy ı.) ı, 187 ff. (1920). 
%) Ebda. S. 336. 
”) Ebda. S. 355. 
®) Ebda. S. 355 n. $.
	        

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Naturalwirtschaft Und Geldwirtschaft in Der Weltgeschichte. Seidel, 1930.
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