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Finanzwissenschaft

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Bibliographic data

fullscreen: Finanzwissenschaft

Monograph

Identifikator:
1826612467
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-221187
Document type:
Monograph
Author:
Sombart, Werner http://d-nb.info/gnd/118751433
Title:
Die drei Nationalökonomien
Place of publication:
München [u.a.]
Publisher:
Duncker & Humblot
Year of publication:
1930
Scope:
XII, 352 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweiter Teil. Die drei Nationalökonomien
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Finanzwissenschaft
  • Title page
  • Contents
  • Erstes Buch. Einleitende Lehren
  • Zweites Buch. Die verfassungsmäßige Ordnung des Staatshaushaltes und das Budget
  • Drittes Buch. Die Staatsausgaben
  • Viertes Buch. Die Staatseinnahmen
  • Fünftes Buch. Der Staatskredit
  • Sechstes Buch. Die Verwaltung des Staatshaushaltes
    Sechstes Buch. Die Verwaltung des Staatshaushaltes
  • Namenverzeichnis

Full text

VI. Abschnitt. Reduktion, Konversion und Tilgung der Staatsschulden. 649 
Die ältesten Tilgungsfonds waren nach Sieveking!) in Ve- 
nedig und ganz besonders in Genua eingerichtet. Dort behielt 
nämlich der Staat selbst einen Teil des Anlehens und wurde so Teil- 
haber an den Zinsen, aus welchen er neue „loca“ kaufte, so daß diese 
„Cauda“ bestimmt waren, die ganze Schuld mit der Zeit auf- 
zuzehren. Wegen des Prinzips der Zinseszinsen wurden die Tilgungs- 
fonds „molteplice“ genannt. 
In Frankreich beginnt die regelmäßige Schuldentilgung im 
Jahre 1816 mit der Errichtung der Caisse d’amortissement. Das 
System entsprach dem englischen. Der Fonds wurde jährlich mit 
40 Millionen alimentiert, hierzu 88 Millionen aus dem Verkauf der 
Staatsforste. Im Anfang operierte die Institution gut und im Jahre 
1825 war bereits ein Fünftel der Rente im Besitz des Fonds. Aber 
auch hier begann man den Fonds zu anderen Zwecken zu ver- 
wenden und nach dem Jahre 1848 existiert er nur mehr dem 
Namen nach. Da er große Kosten verursachte, wurde er aufge- 
hoben. Zu verschiedenen Malen, so 1859 und 1870, machte man 
neuere Versuche zur Tilgung, aber der deutsch-französische Krieg 
setzte dem ein Ende und nach dem Kriege wurde das Prinzip der 
freien Tilgung befolgt. Im Jahre 1878 führt Frankreich die 
3 prozentige amortissable ein. Diese Schuld bildete aber mindestens 
den fünften Teil der Rentenschuld. Die Tilgung Frankreichs ist 
im ganzen eine ungenügende *). Die finanzielle Sanierungsaktion der 
Nachkriegszeit veranlaßte Poincare (1926) den Tilgungsfonds 
wieder ins Leben zu rufen, denselben mit entsprechenden Einnahmen 
zu dotieren, ja den Tilgungsfonds in die Verfassung aufzunehmen, 
damit derselbe nicht durch die Launen wechselnder Majoritäten 
gefährdet werde. Auch in Preußen akzeptierte man (1820) das 
englische Tilgungssystem und hier zeigte dasselbe gute Früchte. 
Der konsequenten Tilgung war es zu danken, daß von 1820— 68, 
also während 48 Jahren, die Schuld bloß um 64 Millionen Taler 
anwuchs. Ja in Preußen trat sogar der Fall ein, daß infolge der 
Höhe der jährlichen Tilgungsquote die Tilgung angegriffen wurde. 
Im Jahre 1869, bei Gelegenheit der Konsolidation der preußischen 
8 Genueser Finanzwesen (Freiburg 1898, S. 137). | 
Im Jahre 1900 wird für die Tilgung Stellung genommen, doch wird 
diese Verfügung im Jahre 1902 wieder mit einstimmigem Beschluß und ohne 
Debatte aufgehoben. „L’amortissement par annuites terminables, comme toute 
autre methode d’amortissement, suppose des excedants budgetaires et, par suite, 
la volonte de cre@r le simpöts n6cessaires pour amortir. En l’absence d’excedants 
et de volonte d’en obtenir, l’amortissement n’a plus de raison d’&tre (Jeze, Le 
remboursement de la dette publique en France de 1875 & 1914, Revue de science 
et de legislation financieres 1927 I, S. 90).
	        

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Die Politische Ökonomie Des Rentners. Verl. für Literatur und Politik, 1926.
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