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Alters- und Hinterlassenenversicherung

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Bibliographic data

fullscreen: Alters- und Hinterlassenenversicherung

Monograph

Identifikator:
1831009897
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-222160
Document type:
Monograph
Title:
Statistical manual
Place of publication:
New York
Publisher:
New York Real Estate Securities Exchange
Year of publication:
[1930]
Scope:
123 Seiten
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Munson Building (New York City)
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Alters- und Hinterlassenenversicherung
  • Title page
  • I. Die obligatorische Volksversicherung
    I. Die obligatorische Volksversicherung
  • II. Bevölkerungsstatistische Grundlagen der Versicherung
  • III. Die Organisation der Versicherung
  • IV. Darstellung eines Projektes
  • V. Die Finanzierung der Leistungen von Bund und Kantonen an die Versicherung
  • VI. Die Zusatzversicherung der Kantone
  • VII. Erläuterungen zum Gesetzesentwurf
  • VIII. Zusammenfassende Würdigung der Vorlage
  • Contents

Full text

13 
schaft ergeben. So haben wir den Beginn der Beitragspflicht auf den ersten 
Tag des Kalenderjahres festgesetzt, in dem das 19. Altersjahr zurückgelegt 
wird. Damit wird die heranwachsende Generation im Durchschnitt mit 
18% Jahren beitragspflichtig. Diese Ordnung nähert sich derjenigen, welche 
in der Altersversicherung von Glarus und von Appenzell A.-Rh. besteht. 
Die Berechtigung auf Versicherungsleistungen entsteht, wie bereits er- 
wähnt, in der Altersversicherung mit der Erreichung des gesetzlichen Alters, 
in welchem zugleich die Beitragspflicht aufhört. In der Hinterlassenenver- 
sicherung entsteht der Anspruch auf Versicherungsleistungen mit dem Tode des 
Beitragspflichtigen. Was die Festsetzung des Rentenberechtigungsalters ın 
der Altersversicherung betrifft, so ist sie für das Mass der Versicherungslast 
von grosser Bedeutung. In einem vorgerückteren Alter können bei der stärkern 
Sterblichkeit der Greise schon geringe Verschiebungen nach oben eine ganz be- 
deutende Minderbelastung, Verschiebungen nach unten eine erhebliche Mehr- 
belastung bringen. Zur Illustration sei auf die Tatsache hingewiesen, dass nach 
der Volkszählung von 1920 rund 360,000 Personen im Alter von 60 und mehr 
Jahren, 227,000 Personen im Alter von 65 und mehr Jahren und nur noch 
188,000 Personen im Alter von 70 und mehr Jahren standen. Wir lassen 
in unserm Projekt die Rentenberechtigung in der Altersversicherung 
auf Beginn des Kalenderjahres eintreten, in welchem das 66. Altersjahr 
zurückgelegt wird. Im Durchschnitt werden ‚also die Berechtigten bei 
Beginn des Rentengenusses 65% Jahre alt sein. In diesem Zusammen- 
hang sei bemerkt, dass das Abstellen auf den Beginn des Kalender- 
jahres sowohl bei der Ausrichtung von Versicherungsleistungen, wie bei der 
Erhebung von Beiträgen zu gewissen Ungleichheiten führen kann, je nach dem 
Geburtstage des Einzelnen, Es besitzt aber den grossen Vorteil administrativer 
Vereinfachung, indem speziell bei der Beitragserhebung die zuständige Stelle 
weiss, dass auf Beginn des Jahres alle in diesem 19 Jahre alt werdenden Per- 
sonen auf das Verzeichnis der Beitragspflichtigen aufgetragen werden müssen. 
Ahnliche Vorteile bietet die Wahl des Beginnes des Kalenderjahres bei der Aus- 
richtung von Versicherungsleistungen, wenn auch in geringerem Masse. Die 
Festsetzung eines höhern Alters für den erstmaligen Bezug der Altersrente 
erscheint nicht gerechtfertigt. Wenn auch bei guter Gesundheit im Alter.von 
65 oder 66 Jahren noch eine genügende Leistungsfähigkeit vorhanden sein 
kann, so bildet doch im allgemeinen dieses Alter bei uns die obere 
Grenze für eine weitere vollwertige Beteiligung am Erwerbsleben. Eine 
Hinaufschiebung der Grenze würde den Wert der Versicherung ganz er- 
heblich vermindern, indem viele Beitragspflichtige, welche ihr Leben lang die 
Beiträge bezahlt haben, nichts mehr aus der Versicherung erhielten. Ent- 
Scheidend fällt endlich das Fehlen der Invalidenversicherung in Betracht, die 
sestatten würde, bei Wahl eines höheren Rentenberechtigungsalters in der 
Altersversicherung die vorher erwerbsunfähig gewordenen Personen zu be- 
rücksichtigen. Unter die Altersgrenze von 65 oder 66 Jahren zu gehen, ist nicht 
angezeigt. Die im allgemeinen guten hygienischen Verhältnisse unseres Landes,
	        

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Alters- Und Hinterlassenenversicherung. [Selbstverl.], 1928.
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