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Verkehr, Handel und Geldwesen. Wert und Preis. Kapital und Arbeit. Einkommen. Krisen, Klassenkämpfe, Handelspolitik. Historische Gesamtentwickelung (2.1904)

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Bibliographic data

fullscreen: Verkehr, Handel und Geldwesen. Wert und Preis. Kapital und Arbeit. Einkommen. Krisen, Klassenkämpfe, Handelspolitik. Historische Gesamtentwickelung (2.1904)

Multivolume work

Identifikator:
1831622599
Document type:
Multivolume work
Title:
The story of Pittsburgh
Place of publication:
Pittsburgh
Publisher:
First National Bank
Year of publication:
1919-1930
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1831623226
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-239786
Document type:
Volume
Title:
Radium
Volume count:
Vol. 1, nr. 7
Place of publication:
Pittsburgh
Publisher:
First National Bank
Year of publication:
1921
Scope:
[ca. 18] Seiten
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Radium
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Grundriß der allgemeinen Volkswirtschaftslehre
  • Verkehr, Handel und Geldwesen. Wert und Preis. Kapital und Arbeit. Einkommen. Krisen, Klassenkämpfe, Handelspolitik. Historische Gesamtentwickelung (2.1904)
  • Title page
  • Contents
  • Drittes Buch. Der gesellschaftliche Prozeß des Güterumlaufes und der Einkommensverteilung
  • Viertes Buch. Die Entwickelung des volkswirtschaftlichen lebens im ganzen
  • Index

Full text

523) Die neueste Ordnung des Maß- und Gewichtswesens. 65 
ist eine erhöhte Garantie für die dauernde Erhaltung der konventionellen Grundlage 
des Systems gegeben, und die Wahrscheinlichkeit weiterer inlernativnaler Ausdehnung 
desselben gewachsen. 
Die Ein- und Durchführung des metrischen Maß- und Gewichtsfystems in 
Deutschland hat in Zusammenhang mit den Forischritten der Präcistonstechnik und mit 
der Wirksamkeit der physikalisch-echnischen Reichsanstalt in Charlottenburg, welche 
gewisse seinere Meßinstrumente, z. B. elektrotechnische, prüft, dazu geführt, daß der 
heutige Zustand ein im ganzen befriedigender bei uns ist. Im einzelnen hängt er davon 
ab, wie die sogenannten Aichungsbehörden, welche die gewöhnlichen Maße, Gewichte und 
Wagen prüfen und stempeln, fungieren, wie weit ihre und der Polizeibehörden Kontrolle 
geht, wie weit der Zwang reicht, nur amtlich geaichte Maße, Gewichte und Gefäße zu 
brauchen, und wie mit der wachsenden Sicherheit und Ehrlichkeit des Verkehrs alle 
Handelsgebräuche und Sitten sich dem entsprechend verfeineru. Dahin gehört das 
Vordringen des Handels nach Gewicht an Stelle des Handels nach Hohlmaß, die 
steigende Anwendung von Meßinstrumenten für die Qualität, wie sie im Spiritus— 
handel bei uns schon rechtens ist; — dann die Ermächtigung, die durch Gesetz vom 
27. Mai 1896 8 85 jetzt der Bundesrat hat, für einzelne Gebiete des Handels vor— 
zuschreiben, daß er nur in gewissen festen, konventionellen Mengen, 3. B. Kilogrammen, 
Litern stattfinden dürfe. Nach diesen Richtungen hin sind noch große Fortschritte 
möglich, vor allem auch im Verkehr der Arbeiter mit den Unternehmern; in England 
z. B. werden die Wagen, welche die durch die Arbeiter geförderten Kohlen verwiegen, 
durch diese selbst mit kontrolliert, was in Deutschland nicht stattfindet. 
Es handelt sich bei allen diesen Fortschritten um die Vereinheitlichung und 
Ethisierung der Verkehrstransaktionen, wodurch zugleich die Sicherheit und Raschheit 
der Geschäfte, die Gerechtigkeit in Handel und Waudel wächst. Stets müssen die öffent— 
liche Meinung und die Sitte ebenso mithelfen wie der staatliche Zwang, die staatlichen 
Einrichtungen und die Strafe. 
163. Entstehung des Geldes und der Münze. So gering der Tausch— 
oerkehr primitiver Menschen sehr lange Zeiträume hindurch war, so hat er doch, wie 
wir sahen, nie ganz gesehlt. Und nicht bloß halten früh einzelne Häuptlinge mit 
Nachbarhäuptlingen Schmuck und Waffen, einzelue Stammesglieder mit anderen auf 
dem Markte Vich und anderes zu tauschen, es waren daneben und vielfach in großem 
Umfange Weiber zu kaufen, Bußen zu zahlen, Tribute an Fremde und Abgaben für 
Stammeszwecke zu entrichten. Jeder Naturaltausch mußte den größten Schwierigkeiten 
begegnen, sofern der eine wohl das Gut des andern, aber nicht leicht dieser das des 
ersten brauchen konnte, sofern viele Güter nicht teilbar, nicht aufzubewahren waren; man 
kam über die Hauptschwierigkeit nur hinweg, wenn der das Slück Vieh, den Sklaven, 
das Schwert des andern Begehrende bereit uüud fähig war, ein Gegengut zu geben, das 
allgemein beliebt, immer leicht wieder anzubringen, allgemein „gangbar und markt— 
fähig“ war. Und auch beim Weiberkauf, bei den Bußen und Abgaben, nahmen die 
Bezugsberechtigten nicht gern alles, sondern bevorzugten Vieh, Metalle, Felle, Muscheln, 
kurz Güter, die auch bei den Nachbarn Absatz sanden, die allgemein auf dem Markte 
begehrt wurden. 
So entstanden sehr früh gewisse Gruppen von vorzugsweise begehrten und 
beliebten Gütern als allgemeine Zahl- und Tauschmittel, Güter, die zunächst dem 
Bedürfnis noch ebenso direkt dienten, wie sie daneben von Hand zu Hand gingen, die 
aber doch nach und nach wegen ihrer Brauchbarkeit für den Markt und fuür audere 
Zahlungen eine eigentümliche Stellung, eine besondere Wertschätzung erhielten, bald 
auch wegen der Sitte, sie weiter zu geben, vorzugsweise in bestimmter Art, Form, 
Groöße hergestellt wurden, so weit dies möglich war, in bestimmter Qualität ausgelesen 
und zur Zahlung benutzt wurden, soweit he Leine Naturprodukte waren di Metalle 
wurden in bestimmter Schmuck- oder Nutzform, als Messer, Pflugschar, Ring, oder auch 
in Platten, Kugeln, Würfeln von gleicher oder ähnlicher Größe bevorzugt, die Felle 
mußten die Schnauze des Tieres noch haben, die Stücke Wollgench— mußten als 
Schmoller, Grundrißk der Volkswirtschaftslehre. II. I.26. Auf.
	        

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Verkehr, Handel Und Geldwesen. Wert Und Preis. Kapital Und Arbeit. Einkommen. Krisen, Klassenkämpfe, Handelspolitik. Historische Gesamtentwickelung. Duncker & Humblot, 1904.
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