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Die Rohstoffversorgung der deutschen eisenerzeugenden Industrie

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Bibliographic data

Object: Die Rohstoffversorgung der deutschen eisenerzeugenden Industrie

Monograph

Identifikator:
1762973367
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-142339
Document type:
Monograph
Title:
Die Rohstoffversorgung der deutschen eisenerzeugenden Industrie
Place of publication:
Berlin
Publisher:
E. S. Mittler & Sohn
Year of publication:
1928
Scope:
VIII, 513 Seiten
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Anlagen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Rohstoffversorgung der deutschen eisenerzeugenden Industrie
  • Title page
  • Contents
  • Bericht über die Rohstoffversorgung der deutschen eisenerzeugenden Industrie
  • Anlagen
  • Index

Full text

Sachverständiger Arlt: Das liegt an den geschilderten geologisch 
verschiedenen Verhältnissen. Die anderen deutschen Erzvorkommen 
sind Lager von Eisenerzen, die sich im allgemeinen in gleicher Mächtig- 
keit und Qualität erstrecken, so daß man also genau kalkulieren kann. 
Infolgedessen braucht eine beständige technische Umstellung nicht ein- 
zutreten. Dazu kommt, daß diese Vorkommen noch lange nicht die 
Tiefe der Siegerländer Gruben erreicht haben. so daß die Erze sich 
billiger fördern lassen. 
Köngeter: Das Siegerländer Erz kann nicht irgendwie etwa 
mit dem Erz von Ilsede oder mit dem französischen Erz verglichen 
werden, mit der französischen Minette usw, Das sind alles minder- 
wertige Erze; das Siegerländer Erz hat seinen Wert infolge seines 
hohen Eisen- und Mangangehalts. Es kann nur verglichen werden mit 
den anderen Manganträgern, die wir aus dem Auslande beziehen müssen. 
Sachverständiger Willing: Ich setze als bekannt die Tatsache 
voraus, daß das Siegerland vor dem Kriege etwa 2,5 Millionen Tonnen 
sines Erzes von annähernd 40 °/, Metall der deutschen Hochofenindustrie 
zur Verfügung gestellt hat. Durch die Verschiebungen, die während des 
Krieges und in der Nachkriegszeit eingetreten sind, haben die Selbst- 
kosten eine Höhe erreicht, die das Siegerland auf dem Weltmarkt nicht 
mehr konkurrenzfähig erscheinen lassen. Im Anfang des Jahres 1926 
waren daher von den gesamten Siegerländer Werken nur noch 13 in 
Betrieb mit einer Monatsförderung von rund 60 000 Tonnen, also einer 
Jahresförderung, die nur etwa ein Drittel der normalen Siegerländer 
Förderung betrug. 
Vorsitzender: Herr Sachverständiger, würden Sie gleich die 
Gründe für das Anwachsen der Selbstkosten angehen? 
Sachverständiger Willing: Das Siegerland ist von jeher ein Not- 
standsgebiet gewesen. Die unglückliche Lage zu der gesamten Industrie 
hat dazu geführt, daß Preußen in der Vorkriegszeit dem Siegerland eine 
besondere Behandlung angedeihen ließ. Man hat die Abfuhrfrachten 
zurückgesetzt, eine Verbilligung der Kohlenbezüge eingeräumt und das 
Siegerland schon damals in einer gewissen Weise wettbewerbsfähig er- 
halten. ‚Der Hauptgrund für die Höhe der Selbstkosten im Siegerland 
liegt darin, daß es sich um Gangbergbau handelt, auf Gängen, die aus 
der Devonzeit stammen, und die alle Veränderungen der Erdkruste seit 
der Devonzeit mitgemacht haben. Infolgedessen sind die Gänge nach- 
träglich durch Bestandteile verunreinigt worden, die für den Hütten- 
mann unerwünscht sind. Als solche nenne ich hier nur Kupfer und 
Quarz. Ferner haben alle tektonischen Veränderungen die Gänge aus- 
einandergerissen, sowohl im Strich, in der Längserstreckung, als auch 
im Einfallen, in der Tiefenerstreckung. Wir haben es also zu tun mit 
einer Reihe von Mitteln — Mittel nennen wir die einzelnen zerrissenen 
Gangstücke — die nur durch große Aus- und Vorrichtungsarbeiten zum 
Abbau reif gemacht werden können, einer großen Fülle unproduktiver 
Arbeiten, um das Gut in der Erde wiederzufinden und nutzbar zu 
machen. In der Kriegszeit wurde der Abbau verstärkt betrieben ohne 
Mal 
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Die Rohstoffversorgung Der Deutschen Eisenerzeugenden Industrie. E. S. Mittler & Sohn, 1928.
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