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Die deutsche Kali-Industrie 1930

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Bibliographic data

fullscreen: Die deutsche Kali-Industrie 1930

Monograph

Identifikator:
1847185045
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-241659
Document type:
Monograph
Title:
Die deutsche Kali-Industrie 1930
Edition:
(Als Ms. gedr.)
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Hoppenstedt
Year of publication:
(1930)
Scope:
94 Seiten
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
[ II. Die drei großen Gruppen der deutschen Kali-Industrie ]
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die deutsche Kali-Industrie 1930
  • Title page
  • Contents
  • [ I. ] Weltbedeutung und Entwicklungstendenzen der deutschen Kali-Industrie
  • [ II. Die drei großen Gruppen der deutschen Kali-Industrie ]

Full text

Kaliwerke Aschersleben in Aschersleben 
Größe der Gerechtsamen: 7 416 800 qm. 
Maschinelle Einrichtungen: 
Dampffördermaschine für 100 to Stundenleistung, 
elektrische Kraftübertragung über und unter Tage, 
Sonstige Anlagen: 
Normalspuranschlußgleis, 
18 Selbstentlader-Eisenbahnwagen, 
ausgedehnte Tagebauten, 
2. Schacht V (Groß-Schierstedt): 
Begonnen: Oktober 1895. 
Tiefe: 357 m. 
Förderung: seit 1896 Hartsalze, Karnallite. 
Größe der Gerechtsamen: 6 518 700 qm. 
Maschinelle Einrichtung: 
alektrische FWörderanlage für 100 to Stundenleistung, 
mechanische Fördereinrichtung unter Tage, 
Sonstige Anlagen: 
8.5 km lange Drahtseilbahn, Anschlußgleis. 
Die Schächte Zornitz und Groß-Schierstedt sind 
durch eine Strecke unter Tage verbunden, 
If, Schachtanlage Hattorf. 
Die Schachtanlage Hattorf bei Philippsthal an der 
Werra ist für eine tägliche Förderung und Ver- 
arbeitung von 30000 dz ARohsalz eingerichtet. 
Gefördert werden Hartsalze und Carnallite, die durch 
neuzeitliche Gruben- und —Schachtfördermittel 
‚Schrapperanlagen, Kettenbahnen und Gefäßförde- 
ung) zutage gebracht werden. Die Hattorfer Gruben- 
baue werden zur Zeit mit demjenigen des Nachbar- 
werkes Ransbach durchschlägig gemacht. ‚Schacht 
Ransbach — an der Gewerkschaft Ransbach sind die 
Kaliwerke ‚Aschersleben mit 75 % beteiligt — gilt als 
Reserveschacht für Hattorf. 
Die Verarbeitung der Hartsalze und Carnallite 
auf Chlorkalium, 40er Düngesalz und Sulfat geschieht 
in einer modern eingerichteten Chlorkalium- und 
Sulfatfabrik. An Nebenprodukten werden Bittersalz 
und: Brom hergestellt. Die aus dem Fabrikbetriebe 
stammenden Endlaugen werden zur gleichmäßigen 
Abführung in die Ulster in zwei großen Staubecken 
angesammelt, Neuerdings werden die Endlaugen auch 
zum Teil in einem 450 m tiefen sogenannten Schluck- 
brunnen versenkt. 
Zur Lagerung der Fabrikate sind geräumige Salz- 
peicher vorhanden. Eine eigene Flüssige-Luft-Anlage 
liefert die im Grubenbetriebe für Sprengzwecke be- 
nötigten Mengen. Für Kraft- und Lichtzwecke ist 
eine im Anschluß an die Fabrik gelegene elektrische 
Zentrale mit Dampfkraft von rund 7000 kW Leistung 
und ferner drei elektrische Zentralen mit Wasserkraft 
bei Vacha, Philippsthal und Harnrode mit 1100 kW 
Gesamtleistung vorhanden. Ferner ‘besteht ein 
Stromlieferungsvertrag mit dem Elektrozweckverband 
Mitteldeutschland, der zur Bewältigung des Spitzen- 
kraftbedarfes und als Reserve herangezogen werden 
ann. 
Die dicht bei der Schachtanlage gelegene Ring- 
öfenziegelei Philippsthal befindet sich seit einigen 
Jahren ganz im Hattorfer Besitz. Ihr Betrieb wird 
von Hattorf aus mitgeleitet. 
UI. Leopoldshaller Anlagen (früher Vereinigte Chemische Fabriken zu Leopoldshall). 
Bei den Vereinigten Chemischen Fabriken zu 1alten. Die Vereinigten Chemischen Fabriken sind 
Leopoldshall ist die Kalifabrikation schon seit Jahren Tandelsabteilung für alle im Aschersleben-Konzern 
5anz eingestellt. Im Betriebe war bis Anfang 1930 ıergestellten Nebenprodukte mit Ausnahme von Stein- 
die Bittersalzfabrik, die inzwischen aber auch still- alzı Außerdem treiben sie Handel mit einer Reihe 
Zelegt worden ist; neuerdings werden in steigendem on anorganischen Chemikalien der chemischen Groß- 
Umfange andere chemische Produkte hergestellt. Ein ndustrie. 
Wissenschaftliches Versuchslahoratorium wird unter- 
3. Schacht VI (Askania): 
Begounen: Anfang 1912, 
Tiefe: 485 m. 
Förderung: seit 1915, Hartsalze von ca. 12% KO. 
Größe der Gerechtsamen: 10 805 700 qm. 
Maschinelle Einrichtung: elektrische Förderanlagen für 
100 to Stundenleistung. 
Sonstige Anlagen: Drahtseilbahn, Anschlußgleis, 
1, Schacht VII (Winningen): 
Begonnen: Anfang 1912, 
Tiefe; 457 m. 
Förderung: seit 1915, Hartsalze von ca, 12% K,O. 
jröße der Gerechtsamen; 8 498 700 qm. 
Maschinelle Einrichtung: elektrische Fördereinrichtung für 
100 to Stundenleistung. 
Sonstige Anlagen: Drahtseilbahn, Anschlußgleis. 
Die Schächte Askania und Winningen sind unter 
Tage verbunden. 
Bemerkung: Förderung nur aus Schacht V. Die Schacht. 
anlagen IV, VI und VII liegen still. 
Erwähnenswert ist noch die schöne, bei dem Dorf 
”hilippsthal gelegene und mach hygienischen Grund- 
‘ätzen gebaute Arbeiterkolonie. 
Lage der Felder; Gemarkungen Philippsthal, Röhrigshof, 
Ransbach, Heimboldshausen, Harnrode, Lengede, 
3ohrergebnisse: 20 Bohrungen z. T. nur bis zum Steinsalz, 
fündig bei 600-—700 m Tiefe. ; 
Zahl und Mächtigkeit der Kalilager: 
1. Lager bei 656 m, 
2. Lager bei 702 m, 
2—3 m mächtig, 
Durchschnittsgehalt ca. 16% K,O. 
ärundbesitz: rund 540 C00 qm. 
3Zegonnen: 1. September 1905. 
"iefe: 702 m. 
"örderung: seit August 1908, Kainit, Sylvinit, Karnallit. 
jröße der Gerechtsamen: 10 799 500 qm. 
Tagesanlagen: Schachthaus. 
”abrikanlagen: 
Chlorkalium- und Sulfatfabrik für 80 000 dz tägliche 
Rohsalzverarbeitung, 
Bromfabrik, 
Mühle, Salzlager, Werkstätten, 
aschinelle Einrichtung: 
elektrische Zentrale mit Dampfkraft von 7000 kW, 
glektrische Zentralen mit Wasserkraft in Vacha, Philipp- 
stadt, Harnrode mit 1100 kW Gesamtleistung, 
elektrische Fördermaschinen, 
Kessel mit 1000 qm Heizfläche‘ 
Hausbesitz: , 
Arbeiterkolonie für 96 Familien 
13 Beamten- nnd 29 Arbeiterwohnhäuser mit 175 
Wohnungen, 
Sonstige Anlagen: Eisenbahnanschluß.
	        

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