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Die deutsche Kali-Industrie 1930

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Bibliographic data

fullscreen: Die deutsche Kali-Industrie 1930

Monograph

Identifikator:
1847185045
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-241659
Document type:
Monograph
Title:
Die deutsche Kali-Industrie 1930
Edition:
(Als Ms. gedr.)
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Hoppenstedt
Year of publication:
(1930)
Scope:
94 Seiten
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
[ II. Die drei großen Gruppen der deutschen Kali-Industrie ]
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die deutsche Kali-Industrie 1930
  • Title page
  • Contents
  • [ I. ] Weltbedeutung und Entwicklungstendenzen der deutschen Kali-Industrie
  • [ II. Die drei großen Gruppen der deutschen Kali-Industrie ]

Full text

Kali-Chemie Aktiengesellschaft 
Aufbau des Unternehmens, 
Daten aus der Entwicklupgsgeschichte: 
Die Kali-Chemie A.-G, ist im Jahre 1899 unter 
der Firma „Kaliwerke Friedrichshall A.-G.“ gegründet 
worden. Die Firma wurde mit Rücksicht auf die 
Erwerbung der qualifizierten Mehrheit der Kuxe der 
Gewerkschaften Salzbergwerk Neu-Staßfurt und 
Salzbergwerk Neu-Staßfurt II gemäß Generalver- 
sammlungsbeschluß vom 30. August 1921 in „Kali- 
werke Neu-Staßfurt Friedrichshall A.-G.‘“ und aus 
Anlaß der Uebernahme der Rhenania-Kunheim Verein 
Chemischer Fabriken A.-G. gemäß Generalversamm- 
lungsbeschluß vom 6. September 1928 in 
„Kali-Chemie A.-G.* 
mit dem Sitz in Berlin geändert. 
1920 Erwerb der Bergwerksgesellschaft Glückauf- 
Sarstedt m. b. H.. Sehnde. 
1920/22 Vergrößerung des Besitzes an Kuxen der 
Gewerkschaft Neu-Staßfurt auf 976 von 1000 und der 
Gewerkschaft Neu-StaßBfurt U auf 974 von 1000. 
19285 Erwerb der Gewerkschaft Deutschland und 
des Kaliwerkes Ronnenbere I. 
1927 Erwerb der Aktienmajorität der Rhenania- 
Kunheim Verein Chemischer Fabriken A-(. 
1928 Die außerordentliche Generalversammlung 
vom 6, September 1928 genehmigte den Fusionsvertrag 
mit der Rhenania-Kunheim Verein Chemischer Fabriken 
Aktiengesellschaft in Berlin vom 1, August 1928, wo- 
nach das ‚Vermögen dieser mit einem Aktienkapital 
von Rmk. 10 000 000.— ausgestatteten Gesellschaft als 
Ganzes unter Ausschluß der Liquidation mit Wirkung 
vom 1. Januar 1928 megen Gewährung von Reichs- 
mark 10000 000.— Aktien auf die Kaliwerke Neu- 
Staßfurt-Friedrichshall Aktiengesellschaft überging, 
die gleichzeitig, wie erwähnt, ihre Firma in Kali- 
Chemie Aktiengesellschaft änderte. 
In der Generalversammlung vom 6. September 
1928 wurde ferner beschlossen, das EEE der 
Kali-Chemie 'Aktiengesellschaft um Rmk. 12 500 000.— 
zu erhöhen. Von diesen neuen Aktien wurden Reichs- 
mark 10000 000.— zur Durchführung des durch den 
Fusionsvertrag bedingten Aktienaustausches (im Ver- 
hältnis 1:1) verwandt, Von den verbleibenden 
Rınk. 2500 000.— neuen Aktien wurden Reichsmark 
2437 500,— den Aktionären der früheren Kaliwerke 
Neu-Staßfurt-Friedrichshall Aktiengesellschaft im Ver- 
hältnis von 8:1 zum Kurse von 125 % zum Bezuge 
angeboten und die restlichen Rmk. 62 500.— neuen 
Aktien gemäß Aufsichtsratsbeschluß verwertet. Die 
Kosten der Fusion sind über Generalkosten ver- 
rechnet. Das bei der Begebung der Rımk. 2 500 000.— 
Aktien erzielte Ario in Höhe von Rmk, 200 000.— 
wurde dem gesetzlichen Reservefonds zugeführt. 
Die Rhenania - Kunheim Verein Chemischer 
Fabriken Aktiengesellschaft, Berlin, ist aus der im 
Dezember 1925 erfolgten Fusion der Chemische 
Fabriken Kunheim & Co. Aktiengesellschaft, Grube 
se, mit der Rhenania Verein Chemischer Fabriken 
Aktiengesellschaft, Köln, hervorgegangen. Das 
Aktienkapital belief sich nach Durchführung dieser 
Fusion auf Rmk, 20000 000,— Stammaktien und 
Rmk, 540 000,.— Vorzugsaktien, Auf Beschluß der 
Generalversammlung vom 14. Juni 1987 wurden die 
Vorzugsaktien eingezogen und Aas Stammaktien- 
kapital von nom, Rmk., 20 000 000,.— auf nom. Reichs- 
mark 10000 000.— herabgesetzt. Gleichzeitig wurde 
lie gesetzliche Reserve von Rmk., 3700 000.— auf 
Amk. 1000 000,.— ermäßigt. Der hierdurch entstandene 
3Zuchgewinn von Rmk, 12700 000.— wurde gemäß 
+eneralversammlungsbeschluß wie folgt verwandt: 
L. zur Beseitigung des Verlust- 
vortrages aus 1986 mit. .. . Rmk. 651 614.24 
2. zur Herabsetzung der Buch- 
salden der Anlagekonten mit 11.297 340.81 
3. zur Abschreibung auf Wert- 
papiere, Beteiligungen, Hypo- 
theken, uneinbringliche Forde- 
(ungen, Prozeßkosten usw. mit 
zur :Abschreibung auf den 
Buchwert der im Portefeuille 
der Gesellschaft befindlichen 
Vorratsaktien mit. . .. 
A 
” 295 000.— 
Rımnk. 12 700 000.— 
Die Vorratsaktien der Rhenania-Kunheim Verein 
Shemischer Fabriken ‚Aktiengesellschaft von nom. 
Rmk, 236:100.— wurden im September 1928 an die 
Sewerkschaften Salzbengwerk Neu-Staßfurt I und II 
zerkauft. 
Der gesetzliche Reservefonds der Gesellschaft in 
Höhe von Rmk, 1000000.— ist bei der Fusion mit 
ler Kali-Chemie Aktiengesellschaft mit deren gesetz- 
ichem Reservefonds vereinigt worden. 
Im Laufe des Betriebsjahres hat die Gesellschaft 
ren Besitz an (Aktien der Kaliwerke Salzdetfurth 
A.-G. (nom. Rmk. 4094 100) abgestoßen und den 
iber den Buchwert (Rmk, 345 005,80) hinausgehenden 
Erlös zu außerordentlichen Abschreibungen auf die 
ibrigen Beteiligungen benutzt, 
Erworben wurde außer verschiedenen kleinen 
Posten die Majorität (nom. Rmk. 684 900.—) Aktien 
ler Arienheller Sprudel- und Kohlensäure A.-G., 
A\rienheller bei Rheinbrohl. 
1929 Anfang des Jahres erwarb die Gesellschaft 
‚on dem insgesamt Rmk, 500 000.— betragenden 
Aktienkapital der Firma Peroxydwerk-Siesel A.-G., 
Köln-Dellbrück, ein Paket von nom, Rmk, 320 000—, 
Der Erwerb verfolgte den Zweck, dem Werk 
Tönningen einen wesentlichen ‚Abnehmer in Barium- 
;arbonat zu erhalten und zugleich aussichtsreiche, 
16ue Verfahren zu übernehmen, 
Auch 1929 hat die Gesellschaft nur ihre Schächte 
Friedrichshall I und Ronnenberg I für die Förderung 
von Kalisalzen in Anspruch genommen und die 
Schächte Friedrichshall II und Glückauf-Sarstedt als 
Reservewerke in Betriebsbereitschaft gehalten. 
1930 In weiterer Ausdehnung der Produktions- 
jasis wurden im Februar 1930 die gesamten Betriebe 
ler in Konkurs geratenen Heyl-Beringer Farben- 
'abriken A.-G., Berlin-Charlottenburg, erworben. Die 
Heyl-Beringer A.-G. befaßte sich mit der Herstellung 
on Bunt- und Mineralfarben, leimfesten Farben, 
Jadniumfarben, Druckfarben und Erdfarben und ver- 
ügte über Betriebsstätten in Berlin-Charlottenburg, 
Düsseldorf, Rodenkirchen, Andernach, Zollhaus bei 
Wiesbaden und Wunsiedel in Bayern. Die Werke 
wurden aus der Konkursmasse erworben. Der Kauf- 
oreis beträgt Rmk, 600 000.— bar und nom. Reichs- 
nark 38000 000.— junger Kali-Chemie-Aktien, zu 
leren Beschaffung das Aktienkapital von nom. Reichs- 
ıark 832 000 000.— um Rmk. 3000 000.— auf Reichs-
	        

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