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Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit (Bd. 1)

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Bibliographic data

fullscreen: Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit (Bd. 1)

Volume

Identifikator:
1876769408
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-262860
Document type:
Volume
Author:
Cassirer, Ernst http://d-nb.info/gnd/118519522
Title:
Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit
Volume count:
Bd. 1
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Cassirer
Year of publication:
1906
Scope:
XV, 608 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Volume
Structure type:
Chapter
Title:
Erstes Buch: Die Renaissance des Erkenntnisproblems
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit (Bd. 1)
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung
  • Erstes Buch: Die Renaissance des Erkenntnisproblems
  • Zweites Buch: Die Entdeckung des Naturbegriffs
  • Drittes Buch: Die Grundlegung des Idealismus

Full text

08 Die Erneuerung der Platonischen Philosophie. — Marsilius Ficinus. 
keiten, da die blosse ununterschiedene Masse als solche völlig 
passiv und träge ist; so zeigt es sich, dass jedes Vermögen und jede 
Tätigkeit, die wir einem Körper beilegen, nicht in dem materiellen 
Stoffe, sondern. in einer „unkörperlichen Natur“ ihren Ursprung 
hat und ihre letzte Begründung suchen muss.) So sehr diese ganze 
Erörterung Ficins auf metaphysische Folgerungen abzweckt, so 
enthält sie doch in der durchgeführten begrifflichen Scheidung 
zwischen Quantität und Qualität zugleich einen reinen logischen 
Kern: einen Gehalt, der uns deutlich und durchsichtig wird, wenn 
wir sie nach rückwärts mit der Lehre des Nikolaus Cusanus 
nach vorwärts mit der von Leibniz vergleichen. (Vgl. ob. S, 68[.) 
Ueber der zweiten Stufe, die durch die Qualität bezeichnet 
wird, erheben sich nun die weiteren geistigen Kräfte des Uni- 
versums. Während der Körper — nach Pythagoräischer Be- 
stimmung — die Vielheit schlechthin, die Qualität die Vielheit 
darstellt, sofern sie sich mit der Einheit verbindet und an ihr 
Anteil gewinnt, ist die Seele ursprüngliche Einheit, die sich in- 
des der Mannigfaltigkeit gegenüberstellen muss, um an ihr zum 
Bewusstsein ihrer selbst zu gelangen. Während die weisse Farbe 
von dem Körper, dem sie eignet, zwar begrifflich unterschieden 
ist, ihrer empirischen Wirklichkeit nach aber gleichsam in ihn 
gebannt und verstrickt bleibt, bewahrt die Seele in der Gemein- 
schaft, die sie mit dem Leibe eingeht, ihr eigenes selbständiges 
Sein und die Unabhängigkeit ihrer Natur. Sie ist in ihm weder 
wie ein Teil im Ganzen, noch auch wie der Punkt in der Linie 
enthalten. Denn der Punkt bezeichnet, wenngleich er eine in 
sich vollendete und unteilbare Einheit darstellt, dennoch eine 
vereinzelte Lage im Raume und drückt insofern eine be- 
schränkte örtliche Bestimmtheit aus. Die Seele dagegen ist als 
diejenige Einheit zu fassen, die eine unendliche Allheit von 
Bestimmungen in sich birgt und aus sich hervorgehen lässt; sie 
ist insofern nicht jedem beliebigen Punkte, sondern etwa dem 
Zentrum eines Kreises zu vergleichen, das gleichmässig auf alle 
Punkte der Peripherie bezogen werden muss, damit der Begriff 
des Kreises sich erfülle. So ist sie gleichsam „ein in sich selbst 
lebendiger Punkt“, der durch keinerlei Quantität und keine be- 
stimmte Lage gebunden ist, sondern sich von innen heraus frei 
und unumschränkt in die Mannigfaltigkeit zu entwickeln vermag,
	        

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Das Erkenntnisproblem in Der Philosophie Und Wissenschaft Der Neueren Zeit. Cassirer, 1906.
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