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Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit (Bd. 1)

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Bibliographic data

fullscreen: Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit (Bd. 1)

Volume

Identifikator:
1876769408
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-262860
Document type:
Volume
Author:
Cassirer, Ernst http://d-nb.info/gnd/118519522
Title:
Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit
Volume count:
Bd. 1
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Cassirer
Year of publication:
1906
Scope:
XV, 608 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Volume
Structure type:
Chapter
Title:
Erstes Buch: Die Renaissance des Erkenntnisproblems
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit (Bd. 1)
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung
  • Erstes Buch: Die Renaissance des Erkenntnisproblems
  • Zweites Buch: Die Entdeckung des Naturbegriffs
  • Drittes Buch: Die Grundlegung des Idealismus

Full text

AL NE 
L22 
Die Auflösung der scholastischen Logik. 
IT. 
Die Auflösung der scholastischen Logik. 
Wenn man die Fülle der mittelalterlichen logischen Lite- 
ratur überblickt, wenn man sieht, wie noch im 1öten und 16ten 
Jahrhundert — nach der Darstellung und dem Urteil Prantls — 
eine erschreckend ausgedehnte und umfangreiche Nachblüte der 
scholastischen Logik sich entwickelte, so könnte, was die neue 
Gedankenrichtung, was insbesondere der Humanismus an logi- 
schen Leistungen hervorgebracht hat, dagegen als kümmerlich 
und geringfügig erscheinen. In der Tat handelt es sich in dem 
Kampfe gegen das Mittelalter, wie er hier zunächst geführt wird, 
nicht sowohl um eine tiefere sachliche Neugestaltung der Prin- 
zipienlehre, als um eine Kritik des Schulbetriebes, die von äusser- 
lichen Umständen ausgeht und sich insbesondere gegen die herr- 
schende sprachliche Verwilderung kehrt. Nachdem Petrarca 
auch in diesem Punkte vorangegangen war und die Waffen ge- 
schmiedet hatte, wird der Kampf des modernen Grammatikers 
gegen die Barbareien der schulmässigen Dialektik zu einer be- 
ständigen und integrierenden Aufgabe der humanistischen Er- 
neuerung der Wissenschaft. Pico von Mirandola, der in einem 
Briefe an Ermolao Barbaro die Sache der scholastischen „Philo- 
sophie“, der er selbst noch sechs Jahre angehört hatte, gegen die 
Vorwürfe der Rhetoren zu verteidigen unternimmt, endigt dennoch 
mit dem bezeichnenden Zugeständnis, dass sich die aesthetischen 
Forderungen des Ausdrucks von denen, die aus der Sache selbst 
fliessen, nicht trennen lassen. Nicht Wohlredenheit, wohl aber 
Klarheit und sprachliche Richtigkeit sind es, die der Gedanke 
von sich selbst aus fordern muss: „non exigo a vobis orationem 
comptam, sed nolo sordidam; nolo unguentatam, sed nec hircosam; 
non sit lecta, nec neglecta, non quaerimus ut delectet, sed que- 
rimur quod offendat‘“.*) Aus solchen Wendungen, in denen ein 
neuer Stil sich zugleich betätigt und behauptet, spricht dennoch 
kein lediglich literarisches Interesse. Die Sprache und die 
Terminologie des Mittelalters ist keine bloss zufällige und äussere 
Hülle des Gedankens, sondern sie birgt in ihrer Entwicklung die- 
selben Motive in sich, durch die auch die Ausbildung der logi- 
schen Lehren beherrscht wurde, Die Scholastik bewährte, trotz
	        

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Das Erkenntnisproblem in Der Philosophie Und Wissenschaft Der Neueren Zeit. Cassirer, 1906.
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