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Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit (Bd. 1)

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Bibliographic data

fullscreen: Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit (Bd. 1)

Volume

Identifikator:
1876769408
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-262860
Document type:
Volume
Author:
Cassirer, Ernst http://d-nb.info/gnd/118519522
Title:
Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit
Volume count:
Bd. 1
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Cassirer
Year of publication:
1906
Scope:
XV, 608 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Volume
Structure type:
Chapter
Title:
Zweites Buch: Die Entdeckung des Naturbegriffs
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit (Bd. 1)
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung
  • Erstes Buch: Die Renaissance des Erkenntnisproblems
  • Zweites Buch: Die Entdeckung des Naturbegriffs
  • Drittes Buch: Die Grundlegung des Idealismus

Full text

264 Die Entstehung der exakten Wissenschaft. — Kepler. 
in allgemeinen theoretischen Grundüberzeugungen über die Art 
und Wirksamkeit einer „Naturkraft“ wurzelt. Wir werden im 
Einzelnen verfolgen können, wie der Kraftbegriff Keplers, der 
ihm den Maassstab dafür abgiebt, welche Erklärungen als „wahr“ 
zu gelten haben, sich aus dem allgemeinen Funktionsbegriff 
entwickelt hat. Die Wahrheit einer bestimmten Annahme wird 
also nicht einzig durch die unmittelbare Bestätigung, die sie in 
einzelnen sinnlichen Tatsachen findet, bezeugt, sondern bedarf 
der Prüfung und Kontrolle durch ein System mathematisch- 
physikalischer Grundsätze. Erst durch die Einordnung in diesen 
universalen Zusammenhang wird eine Erscheinung wahrhaft be- 
glaubigt und „gerettet“. Die abstrakte wissenschaftliche Mechanik 
— dies ist der schlichte Gedanke, der hier überall deutlich vor- 
schwebt — muss das Fundament des wahren Weltsystems abge- 
ben. Wenn diese Forderung erst bei Galilei wahrhaft erfüllt ist, 
30 ist sie bei Kepler bereits in prinzipieller Schärfe erfasst: bei 
ihm erst ist die Kosmographie — im Gedanken der allgemeinen 
Gravitation, den er als Erster erfasst — zu einem Einzelglied der 
Kosmophysik geworden. (S. unt. S. 277 ff.) 
Der wesentliche Vorwurf, den er gegen den traditionellen 
Sinn der Hypothese richtet, ist es daher, dass in ihr der 
Astronom zum Rechner erniedrigt und aus der „Gemeinschaft 
der Philosophen“.ausgeschlossen werde.4) Eine Gesamtanschau- 
ung, ein begrifflicher Entwurf der „Natur der Dinge“ muss vor- 
ausgehen, ehe die Rechnung einsetzen kann. Copernicus hat die 
Ptolemäische Astronomie nicht dadurch überwunden, dass er 
neue Tatsachen und Beobachtungen, also neues Material der 
Rechnung beibrachte, sondern dass er die Form und gedank- 
liche Einheit des Systems von Grund aus umgestaltete. „Zu- 
nächst bilden wir in Hypothesen die Natur der Dinge ab, dann 
errichten wir auf dieser Grundlage einen Kalkül, d. h. wir leiten 
aus ihr in strengem deduktivem Beweise die Bewegungen ab.“ 
Dieses „Abbilden“ der Wirklichkeit (naturam rerum depingimus) 
ist nicht als blosses Kopieren zu verstehen: es bezeichnet, wie 
bei Leonardo da Vinci, das freie geistige Vorbild, mit dem wir 
an die Welt der Wahrnehmung herantreten.4) Wiederum können 
wir uns hier das logische Verhältnis durchaus nach der Analogie 
von Keplers ästhetischen Grundlehren verdeutlichen: wie die
	        

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Das Erkenntnisproblem in Der Philosophie Und Wissenschaft Der Neueren Zeit. Cassirer, 1906.
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