Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Begriff. Psychologische und sittliche Grundlage. Literatur und Methode. Land, Leute und Technik. Die gesellschaftliche Verfassung der Volkswirtschaft (1.1901)

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Begriff. Psychologische und sittliche Grundlage. Literatur und Methode. Land, Leute und Technik. Die gesellschaftliche Verfassung der Volkswirtschaft (1.1901)

Volume

Identifikator:
1876769408
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-262860
Document type:
Volume
Author:
Cassirer, Ernst http://d-nb.info/gnd/118519522
Title:
Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit
Volume count:
Bd. 1
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Cassirer
Year of publication:
1906
Scope:
XV, 608 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Volume
Structure type:
Chapter
Title:
Zweites Buch: Die Entdeckung des Naturbegriffs
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Grundriß der allgemeinen Volkswirtschaftslehre
  • Begriff. Psychologische und sittliche Grundlage. Literatur und Methode. Land, Leute und Technik. Die gesellschaftliche Verfassung der Volkswirtschaft (1.1901)
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung. Begriff. Psychologische und sittliche Grundlage. Litteratur und Methode
  • Erstes Buch. Land, Leute und Technik als Massenerscheinung und Elemente der Volkswirtschaft
  • Zweites Buch. Die gesellschaftliche Verfassung der Volkswirtschaft, ihre wichtigen Organe und deren Hauptursachen
  • Index

Full text

72 Einleitung. Begriff. Psychologische und sittliche Grundlage. Litteratur und Methode. 
das praktische hatte. In der neueren geistigen Entwickelung ist es die ältere psycho— 
logisch-ethische Schule der Engländer Shaftesbury, Hutcheson, Hume, A. Smith, in 
Deutschland sind es Herbart, Lotze, Horwicz, Wundt, Paulsen, die überwiegend hieher ge— 
gerechnet werden müssen. Diese Richtung, welche eine empirische Ethik versucht, schließt all— 
gemein an die Spitze des Systems geftellte Konzeptionen über einheitliche Entwickelung 
und Vervollkommnung nicht aus, wie wir an Herbert Spencer sehen, der alles, auch das 
fittliche Leben, aus der Entwickelungstheorie ableitet. Aber das Metaphysisch⸗Idealistische 
ritt doch mehr zurück. Und am deutlichsten tritt die Richtung mit ihren Grundtendenzen 
dadurch hervor, daß man neben den ethischen Systemen, welche das Ganze der menschlichen 
Handlungen darstellen und lehren wollen, versuchte jogenaunte Sociologien zu schreiben. 
Diese neuere Gesellschaftslehre will nicht bloß, wie seiner Zeit R. Mohl, ein Gefäß 
sein, um einige in Staatslehre, Statistik und Nationalbkonomie nicht recht unter— 
zubringende Erörterungen über die Gesellschaft aufzunehmen, nein, sie will die Gesamtheir 
der gesellschaftlichen Erscheinungen, welche in der Ethik oft übersehen, oft stiefmütterlich 
als sittliche Güter behandelt, jedenfalls nur vom Standpunkte eines bestimmten Moral— 
systems betrachtet wurden, als ein zusammenhängendes natürlich-geistiges, kaufales 
System von Erscheinungen schildern, begreifen und erklären. Gewiß eine Riesenaufgabe, 
an die man erst denken konnte, nachdem in einer Reihe Specialwissenschaften, wie in 
der Staatslehre, Nationalökonomie, Finanz, Statistik wenigstens für gewisse Teile der 
Anfang einer streng wissenschaftlichen Einzelerkenntnis begonnen. Es ist daher auch 
aatürlich, daß die Einzelforscher den Sociologen zurufen, laßt uns doch bei unserer 
Detailarbeit. Aber ebenso notwendig hat die empirische Begründung der Ethik, wie 
das Bedürfnis, für die gesellschaftlichen Specialwissenschaften eine allgemeinere Grundlage 
zu gewinnen, zu jenen erwähnten Versuchen geführt, deren wichtigste wir in Aug. Comtes 
Werken, in Spencers Sociologie, in Schäffles Bau und Leben des socialen Körpers vor 
uns haben. Es sind gewiß unvollkommene Versuche, aber doch die wichtigsten Stützen 
ür eine empirische Ethik und unentbehrliche Hülfsmiitel für die allgemeinen Fragen der 
socialen Specialwissenschaften. Mag man dabei den Nachdruck mehr auf die Zusammen— 
assung oder auf die Specialuntersuchung der allen diesen Wiffenschaften gemeinsamen 
Fragen legen, man wird dieser Sociologie, die freilich nur eine Art ausgebildeter 
empirischer Ethik ist, ihr Bürgerrecht in dem Reiche der Wiffenschaften nicht Jehr4 
treiten können. 
c) Die praktische Wirksamkeit der Moralsysteme wie der später aus ihnen ab— 
geleiteten Systeme der Wirtschafts- und sonstigen Politik wurde stets in dem Maße 
erhöht, wie es ihnen gelang, für die dauerud oder jeweilig bevorzugten Richtungen des 
Handelns und der Refsorm möglichst einheitliche Schlagworte und packende Gedanken, 
ogenannte ethische Principien und Ideale an die Spitze zu stellen. Zwar ist es kaum je ge— 
lungen, ein einziges Princip oder eine Formel so zu finden, daß mit vollständiger 
logischer Folgerichtigkeit daraus alle anderen sittlichen Ideale und Forderungen aͤb— 
zeleitet werden könnten; aber es hat doch jedes System versuchen müssen, die fämtlichen 
zepredigten Pflichten, die verschiedenen sittlichen Forderungen und Ideale entweder in eine 
zewisse Beziehung zu einem Grundgedanken zu bringen oder sie auf eine kleine Anzahl 
soordinierter Principien zu reduzieren. Dabei mußten diefe Principien oder der Gruͤnd— 
zedanke, um an die Spitze zu treten, möglichst generell gefaßt werden aber es ergab 
ich damit die Kehrseite, daß fie verschiedener Anwendung und Deutung unterlagen; 
auch konnte nie ausbleiben, daß auf die Formulierung die jeweiligen Kultur⸗ und 
Gesellschaftsverhältnisse, die geistigen Strömungen der Zeit Einfluß erhielten. 
Wir haben nun hier nicht etwa den Versuch zu machen, den großen Prozeß der 
Entwickelung dieser Leitideen, wie die Geschichte der Religionen, der Moralsysteme und 
der ganzen menschlichen Kultur ihn uns enthüllt, zu skizzieren und die einzelnen Systeme 
und ihre Ideale zu kritisieren, sondern wir haben nur kurz zu resümieren, wie die 
vichtigsten neueren dieser Formeln und leitenden Ideen lauten, und welche Bedeutung 
ie für das volkswirtschaftliche Leben gehabt haben und noch haben.
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Volume

METS METS (entire work) MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

The New Industrial Revolution and Wages. Funk & Wagnalls, 1929.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

Which word does not fit into the series: car green bus train:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.