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Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit (Bd. 1)

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Bibliographic data

fullscreen: Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit (Bd. 1)

Volume

Identifikator:
1876769408
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-262860
Document type:
Volume
Author:
Cassirer, Ernst http://d-nb.info/gnd/118519522
Title:
Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit
Volume count:
Bd. 1
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Cassirer
Year of publication:
1906
Scope:
XV, 608 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Volume
Structure type:
Chapter
Title:
Zweites Buch: Die Entdeckung des Naturbegriffs
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit (Bd. 1)
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung
  • Erstes Buch: Die Renaissance des Erkenntnisproblems
  • Zweites Buch: Die Entdeckung des Naturbegriffs
  • Drittes Buch: Die Grundlegung des Idealismus

Full text

294 Die Entstehung der exakten Wissenschaft. — Galilei, 
sich die Zweideutigkeit auf, die dem alten Begriffsgegensatz des 
„Allgemeinen“ und „Besonderen“ anhaftet. Es ist, als sollte sich 
der mittelalterliche Kampf des Nominalismus und Realismus, die 
Frage nach der „Wirklichkeit“, die unsern universalen Ideen und 
Grundsätzen zukommt, hier auf höherer geschichtlicher Stufe 
nochmals erneuern. In der Tat werden wir noch einmal in den 
systematischen Mittelpunkt dieses Problems zurückversetzt; zu- 
gleich aber sehen wir von ihm aus die neuen Begriffe entstehen, 
die dazu bestimmt sind, den Streit für immer zum Austrag zu 
ringen. — 
Eins freilich müssen wir uns hier von Anfang an gegen- 
wärtig halten: dass Galilei, so sehr er eine neue Methode der 
Erkenntnis handhabt und zur Anwendung bringt, selbst kein 
Systematiker der Philosophie und Erkenntnistheorie ist. Die 
lurchgängige Uebereinstimmung zwischen Mathematik und Natur, 
lie Harmonie zwischen dem Gedanken und der Wirklichkeit 
steht ihm, vor aller philosophischen Reflexion, als subjektive 
Ueberzeugung fest. Wir werden sehen, wie diese Grundüber- 
zeugung alle Teile seiner Lehre gleichmässig durchdringt und 
innerlich zusammenhält. Aber wenngleich sie sich immer präg- 
nanter ausprägt und fortschreitend entfaltet: nach ihrem Grunde 
und ihrer Rechtfertigung wird nicht gefragt. Gerade in der 
Selbstgewissheit, mit der das wissenschaftliche Denken sich hier 
erfasst und bei sich selbst verweilt, liegt das Auszeichnende der 
Galileischen Forschung: denn wenn ihr dadurch auf der einen 
Seite zwar ein Zurückgehen auf die allgemeinsten Fragen der 
Erkenntniskritik versagt ist, so ist sie andererseits davor bewahrt 
worden, den Ursprung der wissenschaftlichen Wahrheit aus 
einem „höheren“ metaphysischen Prinzip erklären und ab- 
leiten zu wollen. 
Der Gegensatz zur scholastischen Denkweise findet seine 
vollendete Darstellung in einer Stelle der „Dialoge über die Welt- 
systeme“, in der die Anwendbarkeit der geometrischen Begriffe 
und Sätze auf die Gegenstände der unmittelbaren sinnlichen Er- 
fahrung erörtert wird. Der Schulphilosophie, wie sie hier in Sim- 
plicio verkörpert wird, bietet diese Frage keine Schwierigkeit: sie 
besitzt für sie die gleiche bequeme Lösung, die die Philosophie 
des „gesunden Menschenverstandes“ auch seit den Tagen Galileis
	        

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Das Erkenntnisproblem in Der Philosophie Und Wissenschaft Der Neueren Zeit. Cassirer, 1906.
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