Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit (Bd. 1)

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit (Bd. 1)

Volume

Identifikator:
1876769408
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-262860
Document type:
Volume
Author:
Cassirer, Ernst http://d-nb.info/gnd/118519522
Title:
Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit
Volume count:
Bd. 1
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Cassirer
Year of publication:
1906
Scope:
XV, 608 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Volume
Structure type:
Chapter
Title:
Zweites Buch: Die Entdeckung des Naturbegriffs
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit (Bd. 1)
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung
  • Erstes Buch: Die Renaissance des Erkenntnisproblems
  • Zweites Buch: Die Entdeckung des Naturbegriffs
  • Drittes Buch: Die Grundlegung des Idealismus

Full text

35 
Giordano Bruno. 
ziehung auf das empfindende Subjekt Geltung haben wollen. So 
wie nur das Gesicht über die Farben, nur das Gehör über Töne 
urteilen kann, so sind unsere empirischen Erkenntniskräfte trotz 
der Grenzen, die ihnen gesteckt sind, das einzige und vollgültige 
Mittel, um uns in der Welt unserer unmittelbaren Erfahrung hei- 
misch zu machen. Töricht wäre es, die Sinnendinge mit einem 
Maasse messen zu wollen, das nur für das ewige und unveränder- 
liche Sein geschaffen und angelegt ist. Es sind zwei gänzlich ver- 
schiedene Bedingungen des Erkennens, die in beiden Fällen ob- 
walten: „stupidi est discursus velle sensibilia ad eandem condi- 
tionem cognitionis revocare, in qua ratiocinabilia et intelli- 
gibilia cernuntur“. „Die Objekte der Empfindung sind wahr, nicht 
nach irgend einem abstrakten und allgemeinen Maassstab, sondern 
nach dem ihnen gleichartigen, besonderen und eigentümlichen 
Maasse, das selbst als wandelbar und veränderlich anzunehmen ist. 
Von sinnlichen Inhalten eine allgemeine Bestimmung und Defini- 
ion geben zu wollen, ist daher. nicht anders, als wenn man das 
Intelligible vom Standpunkt der Sinnlichkeit beurteilen wollte“.30) 
Die Scheidung der Vermögen schliesst also jetzt zugleich die 
Anerkennung ihrer Eigenart und der ihnen eigentümlichen 
Funktion in sich. Fast scheint damit ein Standpunkt erreicht, 
wie er Kants Habilitationsschrift: „De mundi sensibilis atque 
intelligibilis forma et principiis“ kennzeichnet: das Sinnliche und 
[ntelligible bilden zwei streng gesonderte Reiche des Seins, die 
nach verschiedenen Prinzipien der Erkenntnis aufzufassen und 
zu beurteilen sind. Nur dass sich für Giordano Bruno kein Weg 
und kein Mittel bietet, um innerhalb der Welt der Erscheinungen 
selbst allgemeingültige Sätze und Relationen herauszusondern, 
dass ihm hier somit die individuelle Beschaffenheit jedes Ein- 
zelsubjekts die einzige Richtschnur bleibt.#) Die Möglichkeit 
einer exakten und notwendigen Wissenschaft der Phänomene, 
auf die Brunos Tendenz eigentlich abzielt, ist nicht gewährleistet, 
denn, wenngleich die beiden Potenzen der Erkenntnis für sich 
allein nunmehr nach ihrer charakteristischen Leistung gewürdigt 
sind, so ist doch ihr Zusammenwirken an ein und dem- 
selben Inhalt des Bewusstseins nach den bisherigen Voraus- 
setzungen nicht zu begreifen. Die Korrelation von Denken und 
Sinnlichkeit, von Vernunft und Erfahrung, die Galilei zur wissen-
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Volume

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Volume

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Das Erkenntnisproblem in Der Philosophie Und Wissenschaft Der Neueren Zeit. Cassirer, 1906.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

What is the first letter of the word "tree"?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.