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Völkerrecht und Landesrecht

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Bibliographic data

fullscreen: Völkerrecht und Landesrecht

Volume

Identifikator:
1876769408
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-262860
Document type:
Volume
Author:
Cassirer, Ernst http://d-nb.info/gnd/118519522
Title:
Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit
Volume count:
Bd. 1
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Cassirer
Year of publication:
1906
Scope:
XV, 608 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Volume
Structure type:
Chapter
Title:
Drittes Buch: Die Grundlegung des Idealismus
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Völkerrecht und Landesrecht
  • Title page
  • Contents
  • Erstes Kapitel. Völkerrecht und Landesrecht als Gegensätze
  • Zweites Kapitel. Das Verhältniss der Rechtssätze
  • Drittes Kapitel. Das Verhältniss der Rechtsquellen
  • Sachregister

Full text

; 
aus, theils aber ist nach geschehener Vereinbarung weder für 
eine solche Einzelhandlung, noch für einen Gesamtakt überhaupt 
eine Veranlassung vorhanden. Wenn sich z. B. ein Parlament 
durch Beschluss eine Geschäftsordnung giebt, so ist diese nach 
vollzogener Abstimmung fertig. Die Verkündung des Abstim- 
mungsergebnisses durch den Vorsitzenden erklärt nur, was ohne- 
dies zu Stande gekommen ist. Die Vereinbarung beschränkt sich 
auf die Bildung eines gemeinsamen oder Gemeinwillens, der 
Gesamtakt ist Erklärung des fertigen gemeinsamen oder Ge- 
meinwillens Dritten gegenüber. Ueberall also, wo die Erklä- 
rung eines Gemeinwillens gegen Dritte aus besonderen Gründen 
nicht erforderlich ist, um eine Rechtswirkung zu erzeugen, also 
überall da, wo die Vereinbarung nur Wirkungen unter den Ver- 
sinbarenden hervorbringen soll, bedarf sie keines nachfolgenden 
Gesamtakts, während sie im entgegengesetzten Falle entweder 
eines Gesamtakts oder einer Handlung eines Theilnehmers der 
Vereinbarung oder auch noch dritter Personen !) nicht entrathen 
kann, um den Rechtserfolg zu erreichen. Daher ist es ganz 
richtig zu sagen, jeder Gesamtakt ziele auf eine Rechtswirkung 
ausserhalb der Betheiligten, im Gegensatze zum Vertrage, der 
regelmässig nur eine Rechtswirkung unter den Parteien bezweckt?) ; 
die Vereinbarung dagegen kann auf eine Rechtswirkung nach 
aussen abzielen, braucht es aber nicht, wie das Beispiel der 
parlamentarischen Geschäftsordnung beweist. Wir haben in die- 
sem Falle die interessante, für uns sehr wichtige Erscheinung vor 
uns, dass zuweilen selbst ein durch ausdrückliche Willens- 
erklärung zu Stande kommender Rechtssatz ohne eine Ver- 
kündung im technischen Sinne des Worts ins Leben tritt. Die 
Geschäftsordnung ist autonomer Rechtssatz, der durch Vereinba- 
rung gebildet wird. Der Rechtssatz ist vorhanden mit der Bil- 
dung des Gemeinwillens und erfordert keine Erklärung des Ge- 
1) Vergl. die Verkündung der Reichsgesetze durch den Kaiser. 
2) S. bes. Kuntze, Gesamtakt S. 45. — Dass der Vertrag lediglich 
zur Bestimmung von Rechtsverhältnissen unter den Kontrahenten diene, 
ist schon oft als besonderes Begriffsmerkmal für ihn aufgestellt worden. Vergl, 
v. Savigny, System III. S. 309; Obligationenrecht II. S. 7; Puchta, Pan- 
dekten. $ 54; v, Keller, Pandekten, 2. Aufl. I. Leipzig 1866. S. 150; Ahrens, 
Naturrecht. 6. Aufl. II. Wien 1871. S, 199; Bruns, Kleinere Schriften. IT. 
S. 458; Bekker, Pandekten II. S. 87; Regelsberger, Pandekten 1. S. 543. 
344; Gierke, Deutsches Privatrecht I. S. 284
	        

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Völkerrecht Und Landesrecht. Mohr Siebeck, 1907.
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