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Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit (Bd. 1)

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Bibliographic data

fullscreen: Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit (Bd. 1)

Volume

Identifikator:
1876769408
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-262860
Document type:
Volume
Author:
Cassirer, Ernst http://d-nb.info/gnd/118519522
Title:
Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit
Volume count:
Bd. 1
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Cassirer
Year of publication:
1906
Scope:
XV, 608 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Volume
Structure type:
Chapter
Title:
Drittes Buch: Die Grundlegung des Idealismus
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit (Bd. 1)
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung
  • Erstes Buch: Die Renaissance des Erkenntnisproblems
  • Zweites Buch: Die Entdeckung des Naturbegriffs
  • Drittes Buch: Die Grundlegung des Idealismus

Full text

Das Mysterium der Erbsünde, 
+ dd 
schaften verstrickt und ihres Seins und ihres Charakters beraubt. 
Und wir begreifen allgemein, dass an dem Problem, das wir hier 
vor uns haben, jede rationale Erklärung versagen muss. Die Ab- 
leitung aus einem einzigen, höchsten Prinzip zu versuchen, hiesse 
die Frage nicht lösen, sondern verleugnen und aufheben — hiesse 
den ursprünglichen und unaufheblichen Dualismus, der uns im 
Widerstreit unserer Natur mit sich selbst zum Bewusstsein gelangt 
ist, wiederum verkennen. Die Gegensätze, die sich vor uns er- 
schlossen haben, wären in einem „einfachen“ Subjekt unmöglich; 
der psychologische Grundwiderspruch klärt sich erst, wenn wir 
eine Doppelheit in der metaphysischen Natur und dem meta- 
physischen Ursprung unseres Ich erkannt haben (XII, 4 u. 11). 
So bildet das Dogma der Erbsünde, indem es uns eine uran- 
fängliche Entzweiung unseres Wesens kennen lehrt, die letzte und 
einzige Lösung. „Certainement rien ne nous heurte plus rude- 
ment que cette doctrine; et cependant, sans ce mystere, le plus 
incomprechensible de tous, nous sommes incomprchen- 
sibles ä nous-memes. Le noeud de notre condition prend ses 
replis et ses tours dans cet abime; de sorte que l’homme est 
plus inconcevable sans ce mystere que ce mystere n’est 
inconcevable ä l’homme“ (VIII, 1). Die Paradoxie von Pascals 
Methodik, der Gegensatz zwischen dem Ergebnis und dem Ver- 
fahren, durch welches es erreicht wird, tritt jetzt in voller 
Deutlichkeit hervor. Das „Unbegreifliche“ soll als die letzte und 
notwendige Voraussetzung und Bedingung alles Begreifens er- 
wiesen werden; das Mysterium bildet die einzige giltige Hypo- 
these, die uns die Erscheinungen unseres inneren Lebens deutet 
und aufhellt. 
Um diese Wendung zu begreifen, müssen wir zunächst bei 
den besonderen dogmatischen Voraussetzungen verweilen, von 
denen Pascal seinen Ausgang nimmt. Wie er, unter allen Jüngern 
von Port-Royal, die Jansenistische Lehre nach aussen hin am 
entschiedensten gegen die kirchliche Autorität verteidigt hat, so 
zeigt er sich innerlich von ihr bis in ihre letzten und äussersten 
Folgerungen hinein bestimmt und erfüllt. Und.es sind nicht 
nur die psychologischen Grundmotive des Augustinismus, die 
er in voller Unmittelbarkeit in sich erlebt: auch den extremsten 
Folgerungen, auch allen logischen Widersprüchen und allen
	        

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Das Erkenntnisproblem in Der Philosophie Und Wissenschaft Der Neueren Zeit. Cassirer, 1906.
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