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Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit (Bd. 1)

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Bibliographic data

fullscreen: Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit (Bd. 1)

Volume

Identifikator:
1876769408
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-262860
Document type:
Volume
Author:
Cassirer, Ernst http://d-nb.info/gnd/118519522
Title:
Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit
Volume count:
Bd. 1
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Cassirer
Year of publication:
1906
Scope:
XV, 608 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Volume
Structure type:
Chapter
Title:
Drittes Buch: Die Grundlegung des Idealismus
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit (Bd. 1)
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung
  • Erstes Buch: Die Renaissance des Erkenntnisproblems
  • Zweites Buch: Die Entdeckung des Naturbegriffs
  • Drittes Buch: Die Grundlegung des Idealismus

Full text

Der Jansenismus. 
449 
der Schrift und der Geschichte setzen diesen unaufheblichen Gegen- 
satz voraus und sind auf ihn bezogen und berechnet: „on n’entend 
rien aux ouvrages de Dieu, si on ne prend pour principe 
qu’il a voulu aveugler les uns et eclairer les autres“ 
(XX, 19), Die schillernde Zweideutigkeit, die allen Prophezeiun- 
gen, allen Wundern anhaftet: sie ist selbst eine innere Notwendig- 
keit des göttlichen Weltplans; die Offenbarung durfte nicht deut- 
licher sprechen, ohne ihre List zu vereiteln, durch dieselben 
äusseren Zeichen die Einen zu erleuchten, die anderen zu ver- 
blenden. Es reicht hin, „dass sie dunkel genug war, um die 
Verworfenen zu täuschen, und klar genug, um ihren Irrtum un- 
entschuldbar zu machen und sie zu verdammen‘“ (XVI, 9; XX, 1; 
XXIV, 18). Wir begreifen nunmehr die Unmöglichkeit jeder 
rationalen Einsicht in eine Religion, deren innerste Absicht 
und deren innerster Gehalt darin besteht, den Verstand, sofern er 
losgelöst von übernatürlichem Beistand bleibt, in die Irre zu 
führen. Könnte sie bewiesen, könnte sie mit den natürlichen 
Kräften des Geistes ergriffen werden, so wäre sie nicht mehr, was 
sie ist: „c'est en manquant de preuve, que’elle ne manque pas de 
sens“ (X, 1). 
Es bleibt die Aufgabe der Geschichte der Religionsphilosophie, 
sich in diese Grundfragen von Pascals Dogmatik zu versenken. 
Aber auch hier konnten wir an ihnen nicht völlig vorübergehen, 
denn nur von ihnen aus erklärt sich die Stellung des Erkenntnis- 
problems innerhalb des Systems. Nun begreift sich, dass die 
Skepsis Pascals nicht der Gegensatz, sondern die notwendige Er- 
gänzung und das unentbehrliche Mittelglied der Erfassung der reli- 
giösen Wahrheit ist. Wenn sie sonst eine Vorstufe bedeutet, die 
durch den Offenbarungsglauben erledigt und überflüssig gemacht 
wird, so dient hier der Glaube dazu, sie um so fester zu begründen, 
sie zu erklären und zu rechtfertigen.!!l) Solange der Vernunft noch 
— auf irgend einem Gebiete immanenter Erscheinungen — das 
Recht und die Möglichkeit fester Entscheidung gelassen ist, so- 
lange ist das geistige Individuum nicht völlig vernichtet und 
der göttlichen Allmacht aufgeopfert. Noch in den „Provinciales“ 
hatte Pascal, indem er sich auf die Seite Galileis stellte, die Beweis- 
kraft der methodischen Erfahrung als eines göttlichen Zeugen 
segen die Autorität der Kurie verfochten,!?) jetzt gilt ihm jede 
4
	        

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Das Erkenntnisproblem in Der Philosophie Und Wissenschaft Der Neueren Zeit. Cassirer, 1906.
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