Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit (Bd. 1)

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit (Bd. 1)

Volume

Identifikator:
1876769408
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-262860
Document type:
Volume
Author:
Cassirer, Ernst http://d-nb.info/gnd/118519522
Title:
Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit
Volume count:
Bd. 1
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Cassirer
Year of publication:
1906
Scope:
XV, 608 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Volume
Structure type:
Chapter
Title:
Drittes Buch: Die Grundlegung des Idealismus
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit (Bd. 1)
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung
  • Erstes Buch: Die Renaissance des Erkenntnisproblems
  • Zweites Buch: Die Entdeckung des Naturbegriffs
  • Drittes Buch: Die Grundlegung des Idealismus

Full text

186 
Die Ideenlehre. — Malebranche 
schränkte Macht Göttes begrenzen und leugnen. Was wir die 
wirkende Ursache eines Vorganges nennen, das ist, wie er ausführt, 
in Wahrheit nur das Zeichen und Symbol, an dem wir seinen 
Eintritt erkennen und vorauszusagen vermögen: nicht die schaf- 
(ende Gewalt, die ihn hervortreibt. Und so bleibt es denn auch 
ein leeres Wort, wenn wir von selbständigen Prinzipien der 
Dinge sprechen, die von allem Anfang in sie gelegt sind und die 
für sich allein ihren Fortbestand ermöglichen. Die „Natur“ in 
diesem Sinne, als ein Prinzip der Erhaltung gedacht, ist eine 
blosse Chimäre.®) Wir müssen an diesem Punkte innehalten, 
um uns die eigentümliche geschichtliche Stellung, die Malebran- 
ches Naturbegriff einnimmt, zu vergegenwärtigen. Der charakte- 
ristische Grundzug der neueren Naturphilosophie und das eigent- 
liche Kennzeichen ihrer Renaissance bildet der Gedanke, dass die 
Natur „juxta propria principia“ zu erklären ist, dass sie aus 
ursprünglichen Anlagen ohne weitere Einwirkung eines äusseren 
Bewegers erwächst und sich entwickelt. Malebranche geht mit 
vollem Bewusstsein wiederum hinter diesen Gedanken zurück: 
er opfert die Erhaltung der Schöpfung, die Immanenz der 
Transscendenz auf. Erst Leibniz ist es, der — im Gegensatz zu 
ihm — den Eigenwert und die Substantialität der Naturdinge 
wieder herstellt und der damit erst den stetigen Zusammenhang 
mit der Grundanschauung der Renaissance von neuem knüpft. 
S. ob. S. 196 f.) In diesen Umbildungen des Naturbegriffs 
spiegeln sich die Schicksale und Wandlungen des Erkenntnis- 
begriffs. Wir begreifen die geschichtliche Notwendigkeit von 
Malebranches Gedanken: er musste, wie wir sahen, die abso- 
iuten Substanzen und Kräfte aus der empirischen Wirklichkeit 
ausschalten, um diese der durchgehenden und vollendeten wissen- 
schaftlichen Einsicht zugänglich zu machen. Aber er vermochte 
liesen Schritt nicht anders zu vollziehen, als dadurch, dass er 
den Begriff der Energie selbst entwertete und ihn zum „Idol“ 
herabdrückte. Es ist charakteristisch, dass Malebranches Ideen- 
lehre, die den Inbegriff der Wahrheiten und Voraussetzungen 
der Wissenschaft enthält, neben den moralischen Prinzipien 
nur die Grundsätze der reinen Mathematik, nur die Figur, die 
Zahl und das Unendliche kennt. Alle physikalischen und 
iynamischen Grundsätze, insbesondere der Begriff der Substanz
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Volume

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Volume

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Das Erkenntnisproblem in Der Philosophie Und Wissenschaft Der Neueren Zeit. Cassirer, 1906.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

How much is one plus two?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.