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Das kommunale Wahlrecht

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Bibliographic data

fullscreen: Das kommunale Wahlrecht

Monograph

Identifikator:
1882367391
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-238395
Document type:
Monograph
Author:
Hirsch, Paul http://d-nb.info/gnd/116905670
Lindemann, Hugo http://d-nb.info/gnd/123303990
Title:
Das kommunale Wahlrecht
Edition:
2., erg. Aufl.
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Buchh. Vorwärts
Year of publication:
1911
Scope:
51 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
I. Preußen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Das kommunale Wahlrecht
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung
  • I. Preußen
  • II. Bayern
  • III. Sachsen
  • IV. Württemberg
  • V. Baden
  • VI. Hessen
  • VII. Elsaß-Lothringen

Full text

29 
wollte durch seine Gesetzgebung den Bürgersinn neu beleben, er 
betrachtete diejenigen, die ein Haus erwarben, um darin zu wohnen 
und deren Stolz es war, das Haus auf ihre Nachkommen zu ver— 
erben, als die geeignetsten und berufensten Vertreter der Gemeinde. 
Die Voraussetzungen, von denen Stein im Jahre 1808 ausging, 
treffen heute nicht mehr zu. Heute sind die Grundbesitzer vielfach 
nichts weiter als Leute, die mit Häusern Handel treiben und die 
durch die nackte Verfolgung ihrer eigenen Interessen in vielen Ge— 
meinden die Gesamtheit aufs schwerste schädigen. Mit Recht schreibt 
Dryander in den „Annalen des Deutschen Reichs“ 1903: „Heute 
enthält jene Vorschrift zum Schaden der großstädtischen Bevölkerung 
die Unterwerfung der städtischen Organe unter die Vertreter eines 
Standes, die Sonderinteressen eines Gewerbes.“ Auch Oberbürger— 
meister Westerburg aus Kassel bezeichnete am 22. Mai 1897 im 
Herrenhause die Bestimmung über die Bevorzugung der Hausbesitzer 
als eine solche, „die wohl seinerzeit, vor 500, 60 Jahren ihren Wert 
gehabt haben mag, von der aber heute das Goethesche Wort gilt: 
Vernunft wird Unsinn, Wohltat Plage. Die Bestimmung hat heut— 
zutage wenig Wert, und nicht nur in den großen Städten, wie in 
Berlin, sondern auch in mittleren Städten, ist durchaus keine 
Garantie gegeben, daß derjenige, welcher ein Haus besitzt, nun 
gerade ein besonders qualifizierter Mann für die Stadtverordneten⸗ 
versammlung sein müsse. Ich meine umgekehrt, daß sehr oft jemand, 
der kein Haus besitzt, nicht bloß sich nicht zum Stadtverordneten 
weniger qualifiziert, sondern, daß dieser sich vielfach noch besser 
dagu eignet. Die Verhältnisse haben sich eben vollständig geändert. 
Es gibt sogar hier und da eine gewisse Kategorie von Personen, die 
biele Häuser haben, die in Häusern viel spekulieren, die ich aber 
gerade nicht für solche Personen halten kann, die man in die Stadt⸗ 
derordnetenversammlung besonders hineinwünschen könnte. Jeden⸗ 
falls sehe ich keinen Grund, daß das Gesetz selbst dafür sorgt, daß 
mindestens die Hälfte der Stadtverordneten Hausbesitzer sein 
müssen. Ich halte diese Bestimmung aber auch nicht mehr im Ein⸗ 
klang mit der neuen Kommunalgesetzgebung, wonach die Real— 
besitzer besonders herangezogen werden sollen.“ 
Im dahre 1876 wollte die preußische Regierung die Be— 
stimmung, wonach die Hälfte der Stadtverordneten aus Haus— 
besitzern bestehen foll, beseitigen, weil das Bedürfnis ja die Nützlich— 
keit einer derartigen, eine besondere Klasse der Einwohnerschaft 
hervorhebenden Bestimmung vielfach und anscheinend nicht ohne 
Grund in Frage gestellt sei. Heute denken Regierung und Landtag 
freilich anders. Trotzdem sich dieses Privileg als das größte 
Hemmnis eines jeden Einschreitens der Gemeinden zur Linderung 
der Wohnungsnot erwiesen hat, soll es verewigt werden, da die 
Reaktion darin ein neues Mittel erblickt, den Sozialdemokraten das 
Eindringen in die Gemeindebertretungen zu erschweren. Regierung 
und Landtag gehen Hand in Hand, um den Einflußz der Haus⸗ 
besitzer in den Gemeindevertretungen zu stärken. Dieselbe Re—
	        

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Organizacion Política Y Económica de La Confederacion Argentina, Que Contiene: 1. Bases Y Puntos de Partida Para La Organización Política de La República Argentina; 2. Elementos Del Derecho Público Provincial Argentino; 3. Sistema Económico Y Rentístico de La Confederacion Argentina; 4. De La Integridad Nacional de La República Argentina, Bajo Todos Sus Gobiernos. Impr. de José Jacquin, 1856.
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