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Entstehung und Bedeutung der Preußischen Städteordnung

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Bibliographic data

fullscreen: Entstehung und Bedeutung der Preußischen Städteordnung

Monograph

Identifikator:
1885646178
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-253324
Document type:
Monograph
Title:
Entstehung und Bedeutung der Preußischen Städteordnung
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Dürr
Year of publication:
1908
Scope:
VI, 154 Seiten
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Erster Abschnitt. Die deutschen Städte im Mittelalter: Ihre Blütezeit
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Entstehung und Bedeutung der Preußischen Städteordnung
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung
  • Erster Abschnitt. Die deutschen Städte im Mittelalter: Ihre Blütezeit
  • Zweiter Abschnitt. Die deutschen Städte im 16. und 17. Jahrhundert: Die Korruption der städtischen Verwaltung
  • Dritter Abschnitt. Die preußischen Städte im 17. und 18. Jahrhundert: Vernichtung städtischer Freiheit
  • Vierter Abschnitt. Die preußische Städteordnung vom 19. November 1808

Full text

27 
bei etwa 18000 Einwohnern) der „kleine“ Rat aus 44 Mitgliedern 
I6 Vertretern der Geschlechter und 29 Deputierten der Zünfte) und der 
„große“ Rat aus nicht weniger als 204 Zunftgenossen. 
Durch diese Verfassungsform war auch die Möglichkeit gegeben, 
daß immer neue Elemente, auch aus den unteren Bevölkerungsschichten, 
sobald sie nur tüchtig waren, an der Verwaltung sich beteiligen konnten 
und ihr immer neue Kräfte zuführten. 
Diese Stadtbehörde übte nun die allerfreieste Selbstverwaltung: 
lediglich „selbst“ verwaltete sie die Angelegenheiten der Stadt; es gibt 
für sie keine übergeordnete Stellen, weder Fuͤrsten noch Bischöfe, weder 
Kaiser noch Reich. Und in dieser Verfassungsform gelang es dem Rat 
— als Vertreter der Gesamtheit — die städtische Verwaltung auf solche 
Höhe zu bringen, daß sie später als Vorbild der Staatsverwaltung 
dienen konnte. Schon allein an dieser Vorbildlichkeit städtischer Verwal— 
tung für die Einrichtungen der späteren Territorialstaaten — insbesondere 
auf dem Gebiete des Kriegswesens, der Finanzen und der Polizei — 
können wir die Bedeutung des mittelalterlichen Städtewesens ermessen. 
Die Befugnisse des Rats übertrafen aber auch weit die der heutigen 
Magistrate, nicht nur, weil die Stadt, die er leitete, an sich eine große 
wirtschaftliche Bedeutung hatte, sondern weil er sogar auswärtige Politik 
crieb. Er stellte wirklich ein „Regiment“ dar. und trotzdem war er ein 
Volksausschuß. 
Betrachten wir uns diese freie Selbständigkeit der Verwaltung in 
ihren mannigfachen Verzweigungen: Bei seiner völlig unabhängigen 
Stellung nach außen, steht dem Rat vor allem das Recht der gesetz— 
geberischen Autonomie zu; er erläßt Statuten und Verordnungen usw. 
Er leitet ferner das städtische Kriegswesen, das auf der allgemeinen 
Wehrpflicht der Bürger ruht. Kraft seiner Vertretungsbefugnis ist er 
berechtigt und verpflichtet, die Gemeinde durch Eingehen von Verträgen, 
Friedensschlüssen zu verpflichten; er führt das Siegel der Stadt. Er hat 
die Kommunalsteuern festzustellen — denn man hat schon einen Stadt- 
haushalt — und hat sie auf die Einwohner zu verteilen. 
Das eigentümlichste Gebiet seiner Verwaltung ist aber das der so— 
genannten inneren Verwaltung, — der Polizei, wie man seit Ende 
des Mittelalters zu sagen pflegt. Nach den Ziffern des mittelalterlichen 
Stadthaushalts übertreffen zwar nach damaliger Lage der Verhältnisse 
die Ausgaben für Sicherung der Stadt nach außen und Erhaltung der 
städtischen Selbständigkeit um ein Mehrfaches die Ausgaben der inneren 
Verwaltung. Wir sind heute in dieser Hinsicht in der modernen Stadt⸗ 
verwaltung, wo die Einnahmen fast ganz auf Kultur- und Wohlfahrts— 
zwecke verwandt werden können, besser daran; aber dennoch hat hier auch 
die mittelalterliche Stadt bedeutendes geleistet. Einer der besten Kenner 
des Verwaltungsrechts aus neuer Zeit (Koening) sagt: In der Polizeigesetz—
	        

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Der Österreichische Exporteur. [Kammer für Handel, Gewerbe und Industrie], 1927.
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