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Entstehung und Bedeutung der Preußischen Städteordnung

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Bibliographic data

fullscreen: Entstehung und Bedeutung der Preußischen Städteordnung

Monograph

Identifikator:
1885646178
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-253324
Document type:
Monograph
Title:
Entstehung und Bedeutung der Preußischen Städteordnung
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Dürr
Year of publication:
1908
Scope:
VI, 154 Seiten
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweiter Abschnitt. Die deutschen Städte im 16. und 17. Jahrhundert: Die Korruption der städtischen Verwaltung
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Entstehung und Bedeutung der Preußischen Städteordnung
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung
  • Erster Abschnitt. Die deutschen Städte im Mittelalter: Ihre Blütezeit
  • Zweiter Abschnitt. Die deutschen Städte im 16. und 17. Jahrhundert: Die Korruption der städtischen Verwaltung
  • Dritter Abschnitt. Die preußischen Städte im 17. und 18. Jahrhundert: Vernichtung städtischer Freiheit
  • Vierter Abschnitt. Die preußische Städteordnung vom 19. November 1808

Full text

25 
städtische Entwickelung ist nicht nur in Deutschland die oben geschilderten 
Bahnen gegangen, sie ist überall da typisch, wo die Städte in voller 
Unabhängigkeit zum Staate stehen. Der große Rechtslehrer Rudolf 
von Gneist, der durch seine eindringenden Studien recht eigentlich erst 
das Wesen der Selbstverwaltung in ihrem klassischen Lande, in Eng— 
land aufgedeckt, ja sogar dem englischen Volke selbst erst die Art seiner 
eigentümlichen Verfassungsform klar zum Bewußtsein gebracht hat, — 
dieser Kenner hat gezeigt, daß bei einer vollen Unabhängigkeit der Städte 
vom Staate in diesen „gar zu leicht lokale Parlamente entstehen, in 
denen egoistische Klasseninteressen den Ausschlag geben“. Auch in Eng— 
land endete am Schlusse des 18. Jahrhunderts die Entwickelung in 
„Bestechung, Verschleuderung und Mißanwendung des Kommunal—- 
vermögens“. 
Aus diesem historischen Entwickelungsvorgang läßt sich sehr leicht 
eine Lehre für die richtige Anwendung des Prinzips der Selbstverwaltung 
ableiten: In einer völligen Unabhängigkeit der Städte vom Staate ruht 
das Geheimnis einer guten Selbstverwaltung nicht. Ohne staatliche 
Kontrolle wächst aus aller Selbstverwaltung gar zu leicht Klassenherrschaft. 
—AVVVDDVV0 
ausüben können, so muß sich auf der anderen Seite die staatliche Re— 
gierung von jeder Bevormundung frei halten. Wo die richtige Abgren— 
zung zwischen beiden Extremen zu suchen ist, das läßt sich natürlich im 
allgemeinen nicht sagen, das kann nur der Einzelfall entscheiden, zumal 
da für große Städte mit ihren geschulten Selbstverwaltungskörperschaften 
andere Grundsätze zu gelten haben, als sie gegenüber kleineren Land— 
städten zur Anwendung gebracht werden können. Als hoher Leitstern 
steht freilich eins fest: es muß zwischen beiden, zwischen staatlicher Re— 
gierung und städtischer Selbstverwaltung, volles gegenseitiges Vertrauen 
herrschen. 
In dem soeben besprochenen Sinne bedarf auch die oben in der Ein— 
leitung wiedergegebene geschichtsphilosophische Anschauung Herders eine 
Einschränkung: dem Gedanken von der hohen Kulturbedeutung eines 
kraͤftigen Städtetums ist unter vollster Gleichberechtigung die erst in der 
neueren Geschichte entstandene Idee des festgefügten Einheitsstaats zur 
Seite zu stellen. — 
Wie nun in der weiteren historischen Entwickelung diese Staatsidee 
mehr und mehr an Geltung gewann, das wollen wir im nächsten Ab— 
schnitt verfolgen.
	        

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Selling Latin America. Small, Maynard & Company Publishers, 1915.
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