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Entstehung und Bedeutung der Preußischen Städteordnung

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Bibliographic data

fullscreen: Entstehung und Bedeutung der Preußischen Städteordnung

Monograph

Identifikator:
1885646178
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-253324
Document type:
Monograph
Title:
Entstehung und Bedeutung der Preußischen Städteordnung
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Dürr
Year of publication:
1908
Scope:
VI, 154 Seiten
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Dritter Abschnitt. Die preußischen Städte im 17. und 18. Jahrhundert: Vernichtung städtischer Freiheit
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Entstehung und Bedeutung der Preußischen Städteordnung
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung
  • Erster Abschnitt. Die deutschen Städte im Mittelalter: Ihre Blütezeit
  • Zweiter Abschnitt. Die deutschen Städte im 16. und 17. Jahrhundert: Die Korruption der städtischen Verwaltung
  • Dritter Abschnitt. Die preußischen Städte im 17. und 18. Jahrhundert: Vernichtung städtischer Freiheit
  • Vierter Abschnitt. Die preußische Städteordnung vom 19. November 1808

Full text

30 
fällen. Die beiden Schichten, aus denen sich die Stadtverwaltung ergänzte, 
waren vornehmlich die Juristen und, wie wir soeben gehört haben, die 
Militäranwärter. Grundsatz der Regierung war, möglichst gediente 
Soldaten, Offiziere und Mannschaften, in die Stellen zu bringen; sie 
waren durch ihre Vergangenheit an Gehorsam gewöhnt. In einer 
märkischen Stadt war vor 1806 ein Bürgermeister, „der den ganzen 
Siebenjährigen Krieg als Soldat gedient hatte“. In einer anderen 
wurde 1798 ein ehemaliger Sergeant vom 1. Bataillon Leibgarde 
nach 31 jähriger Dienstzeit zum Bürgermeister gewählt und auf Grund 
der vom Steuerrat angestellten Prüfung bestätigt; nach kurzer Zeit stellte 
sich seine Unfähigkeit heraus und er mußte entlassen werden. Wo sollte 
da zureichende Sachkenntnis für ihr Wirken herkommen? So fielen dann 
in den meisten Fällen die Geschäfte den Richtern zu. Aber diese waren, 
wie uns berichtet wird, zu Vormündern der Magistrate geworden. Die 
Klage war allgemein, daß sie mit ihren Schreibern alle Geschäfte von 
Belang einseitig abmachten und die übrigen Magistratspersonen nur 
brauchten, um Verantwortlichkeit und unangenehme Geschäfte abzuwälzen. 
Besonders groß war aber unter Friedrich Wilhelm J. der Einfluß 
der Militärbehörden auf die städtische Verwaltung; es ist das das 
Gebiet, auf dem sich die übertriebene Vorliebe des Königs für das 
—DDD0000— 
zu glauben, oft in unerfreulichster Weise zeigt. An Übergriffen, ja an 
Brutalitäten aller Art seitens des Militärs hat es nicht gefehlt. 
Immerhin muß darauf hingewiesen werden, daß solche schroffen Eingriffe 
in einer Zeit gänzlicher Verrottung städtischen Behördentums oft praktisch 
geboten gewesen sein mögen und einer korrupten, aller staatlichen Pflichten 
entwöhnten Selbstverwaltung eine heilsame Lektion boten. Die Idee eines 
straff organisierten Staatswesens mußte sich damals erst durchringen. 
Freilich oft genug bekamen auch die Bürger selbst den Klassendünkel 
der Offiziere, die sich als die Ersten im Staate anerkannt wußten, zu 
fühlen und oft genug gebot Friedrich II. seinen Offizieren, den Buͤrger 
nicht übel zu traktieren. 
Wie weit die Befugnisse der Militärbehörden gingen, dafür noch 
folgende Kompetenzabgrenzung für Berlin nach einem Berichte aus dem 
Jahre 1734: 
1. Feuersachen: behandelt die Serviskommission, die aus Magistrat und 
Gouvernement gebildet ist. 
2. Unterhaltung des Steinpflasters und der publiquen Brücken: 
wird vom Gouvernement privative respizirt und aus den Fortifikationsgeldern im 
Stande gehalten, ohne Concurrenz des Magistrats. 
3. Rein- und Offenhaltung der Straßen: besorgt auch das Gouverne— 
ment ohne Concurrenz des Magistrats. Nach dem Gassenreglement von 17385 bleibt 
die Execution bei dem Gouvernement und der unter ihm stehenden Gassenfuhrwerks— 
kommission, da vor dem Gassenunteroffizier auch der (von der Ortsgerichtsbarkeit) 
—E
	        

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Kritische Geschichte Der Nationalökonomie Und Des Socialismus. Grieben, 1875.
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