Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Entstehung und Bedeutung der Preußischen Städteordnung

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Entstehung und Bedeutung der Preußischen Städteordnung

Monograph

Identifikator:
1885646178
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-253324
Document type:
Monograph
Title:
Entstehung und Bedeutung der Preußischen Städteordnung
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Dürr
Year of publication:
1908
Scope:
VI, 154 Seiten
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Vierter Abschnitt. Die preußische Städteordnung vom 19. November 1808
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Entstehung und Bedeutung der Preußischen Städteordnung
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung
  • Erster Abschnitt. Die deutschen Städte im Mittelalter: Ihre Blütezeit
  • Zweiter Abschnitt. Die deutschen Städte im 16. und 17. Jahrhundert: Die Korruption der städtischen Verwaltung
  • Dritter Abschnitt. Die preußischen Städte im 17. und 18. Jahrhundert: Vernichtung städtischer Freiheit
  • Vierter Abschnitt. Die preußische Städteordnung vom 19. November 1808

Full text

— 62 
der Repräsentanten soll in geheimer Abstimmung erfolgen, damit der 
Einfluß der Reichen und Mächtigen gehemmt wird. Vor allem soll 
die Justiz von der Verwaltung getrennt und auf diese Weise die Städte 
aus ihrer Abhängigkeit von ersterer befreit werden. Ebenso muß aber 
auch die Herrschaft des Militärs, und die Bevormundung durch die 
Regierungen (KKammern) von den Städten genommen werden. Sehr 
scharf wird von Frey die Versorgung des Militärs mit städtischen 
Ämtern bekämpft; hier findet er bittere Worte. Er befürwortet ferner 
eine leichtere Gewährung des Bürgerrechts. 
Dies waren die Grundsätze Freys, die für die Reform der städtischen 
Verfassung maßgebend sein sollten. Doch hören wir nun ihn selbst. 
Wir teilen im folgenden (nach Oncken) aus Freys „Vorschlägen zur 
Organisierung der Munizipalverfassungen“ mehrere Stücke mit. Zunächst 
beginnt Frey in dem 74 Nummern umfassenden Aufsatz mit einer klaren 
und zutreffenden Schilderung der Übelstäͤnde, die im städtischen Ver⸗ 
waltungswesen herrschten und knüpft daran die Andeutung der oben kurz 
zusammengefaßten Grundsätze, nach denen ihnen abgeholfen werden sollte. 
Das Gutachten fängt gleich mit folgenden schönen Worten an: 
„Zutrauen veredelt den Menschen, ewige Vormundschaft hemmt 
sein Reifen, Anteil an den öffentlichen Angelegenheiten gibi politische Wichtigkeit, 
und jemehr diese an Umfang gewinnt, wächst das Interesse für Gemeinwohl und 
der Reiz zur öffentlichen Tätigkeit, welche den Geist der Nation erhebt, zur Er—⸗ 
werbung gemeinnütziger Kenntnisse, ja selbst eines unbescholtenen Rufes anfeuert 
und dadurch den Egoismus und die Frivolität zügelt. Im preußischen Staat ist 
beinahe seit einem Jahrhundert die Autokratie der städtischen Gemeinen absichtlich 
niedergedrückt, die Verwaltung mit Ausschließung aller bürgerlichen Mitwirkung 
fremden Invaliden, juristischen Routiniers und Schreibern übergeben worden und 
diese Verfassung hat auf völlige Tötung des so schätzenswerten Bürgersinnes hin⸗ 
gewirkt. Nur in den großen Städten findet sich wiewohl auch nur ein bloßer 
Schatten von Repräsentation durch die Zünfte vor, in welchen aber ein erbärmlicher 
Geist der Einseitigkeit, des Zwiespaltes und des Eigennutzes herrschend ist. Die 
traurigen Folgen davon, Mangel an Gemeingeist, Geringschätzung des Bürgers und 
das gesunkene Ansehen der Registraturen sind nicht mit einem Federstrich wieder 
zu tilgen; aber dennoch ist es jetzt oder nie Zeit, eine Reform zu beginnen, deren 
Früchte erst für die folgenden Generationen reifen können“ 
Diese Anschauungen stimmten mit dem überein, was viele der höchsten 
Beamten des preußischen Staats damals dachten. Ein schönes Zeichen 
ihres Vertrauens auf die sittliche Kraft des Volkes. Oncken sagt hier— 
über: „Etwas Rührendes liegt in diesem zuversichtlichen Glauben an 
die veredelnde Kraft des Zutrauens, mit welchem die Staatsgewalt sich 
an die Selbsthilfe und den gesunden Sinn des Bürgers wenden soll und 
gerade dieser Glaube ist's, der dem Bureaukraten und dem Demagogen 
gleich ferne liegt, denn beide sind tyrannisch aus Mißtrauen, nur daß 
der letztere das hinter freisinnigen Redensarten versteckt, an die er selbft 
nicht glaubt. Jetzt oder nie! rief es in diesem patriotischen Beamten—
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Entstehung Und Bedeutung Der Preußischen Städteordnung. Dürr, 1908.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

What is the fifth month of the year?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.