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Nationalökonomie (Teil 1)

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Bibliographic data

fullscreen: Nationalökonomie (Teil 1)

Multivolume work

Identifikator:
1847028748
Document type:
Multivolume work
Author:
Conrad, Johannes http://d-nb.info/gnd/118521853
Title:
Grundriss zum Studium der politischen Oekonomie
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1896-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1886436398
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-235143
Document type:
Volume
Author:
Conrad, Johannes http://d-nb.info/gnd/118521853
Title:
Nationalökonomie
Volume count:
Teil 1
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1902
Scope:
XVI, 389 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Abschnitt I. Die Lehre von der Produktion
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Grundriss zum Studium der politischen Oekonomie
  • Nationalökonomie (Teil 1)
  • Title page
  • Contents
  • Abschnitt I. Die Lehre von der Produktion
  • Abschnitt II. Die Verteilung des Ertrages der Volkswirtschaft
  • Abschnitt III. Die Geschichte der Nationalökonomie

Full text

.. 121 
Seltenheitspreise herausbilden, die über die Herstellungskosten ‘ etc, 
hinausgehen. 
Bei Verschiedenheit der Herstellungskosten der Waren wird der 
Preis durch die unter den ungünstigsten Verhältnissen arbeitenden Pro- 
duzenten bestimmt, die noch zur Deckung des Bedarfs herangezogen 
werden müssen. Dies tritt fortdauernd zu Tage, wo das Handwerk 
mit dem Fabrikbetriebe im Kampfe steht, oder durch neue Erfindungen 
eine erhebliche Verbilligung der Herstellungskosten herbeigeführt ist. 
So lange nur wenige Fabriken entstanden sind, die nur einen kleinen 
Teil des Bedarfs zu decken vermögen, werden sie sich am besten dabei 
stehen, wenn sie noch die Handwerkerpreise beibehalten, da sie auch 
bei hohen Preisen genügend Absatz finden. Sobald aber der größte 
Teil des Bedarfs durch Fabriken befriedigt werden kann, wird die 
Konkurrenz derselben genügend wirken, um die Herstellungskosten 
derselben zur Basis der Warenpreise zu machen, Der Verdienst des Hand- 
werkers wird allmählich herabgedrückt, bis er nicht mehr zum Leben 
ausreicht und das Handwerk ausstirbt. Bei neuen Erfindungen werden 
zuerst Monopolpreise gefordert, so lange der Erfinder nicht so viel 
liefern kann, wie verlangt wird; wo der Gegenstand schon vorher her- 
gestellt wurde, bleiben zunächst die alten Preise unberührt. Erst wenn 
die neue Methode allgemein Anwendung gefunden hat, oder eine kon- 
kurrierende Erfindung auftritt, gehen die Preise entsprechend herunter, 
wie dies neuerdings bei chemischen Medikamenten und Färbemitteln 
rielfach beobachtet werden konnte. 
Ein gutes Beispiel liefern die Getreidepreise, da das (Getreide 
unter sehr verschiedenen Produktionskosten hergestellt wird. Hier 
vestimmt die Bodenart den Preis, welche die höchsten Produktionskosten 
beansprucht, oder die entlegenste Gegend, welche noch zur Lieferung 
herangezogen werden muß, um den Bedarf zu decken, Dies ist am 
klarsten ersichtlich in Thünens „isoliertem Staate“, wo eine Stadt in 
einem kreisförmig herumliegenden Territorium mit völlig gleichen natür- 
lichen und wirtschaftlichen Verhältnissen, von der übrigen Welt durch 
eine Wüste abgeschlossen, gedacht wird. Hier sind der Bedarf der 
Stadt und die Entfernung, aus welcher noch Getreide zugeführt werden 
muß, bestimmend für den Preis. Er muß so hoch steigen, daß noch 
die entlegensten Gegenden, welche zur Deckung des Bedarfs herange- 
zogen werden müssen, Produktionskosten und Transportkosten ersetzt 
erhalten. - Je stärker die Bevölkerung der Stadt steigt, um so weiter 
müssen die Lieferungskreise ausgedehnt werden, um so größer sind 
die Transportkosten und um so höher der Getreidepreis in der Stadt. 
Sie wird nur das nötige Getreide erhalten, wenn sie genügend bietet, 
um die Kosten zu ersetzen. Dies kommt aber auch den übrigen, gün- 
stiger gelegenen Landwirten zu gute, deren Reinerträge dadurch steigen. 
Eine Steigerung der Unkosten der dazwischen gelegenen Kreise ist 
obne Einfluß auf den Preis, so lange dadurch der Reinertrag nicht voll- 
ständige absorbiert wird. 
Verschie- 
lene Her- 
stellungs- 
kosten. 
+etreide. 
8 44, 
Die Preisregulierung bei beschränkter Konkurrenz, 
». d. Borght, Einfluß des Zwischenhandels auf die Preise, Leipzig 1888, 
Verhandlungen des Vereins f, Sozialpolitik in Frankfurt 1888. Leipzig 1888, 
Ist der Vorrat beschränkt, so bestimmt der Käufer den Preis,
	        

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Nationalökonomie. Fischer, 1902.
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