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Nationalökonomie (Teil 1)

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Bibliographic data

fullscreen: Nationalökonomie (Teil 1)

Multivolume work

Identifikator:
1847028748
Document type:
Multivolume work
Author:
Conrad, Johannes http://d-nb.info/gnd/118521853
Title:
Grundriss zum Studium der politischen Oekonomie
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1896-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1886436398
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-235143
Document type:
Volume
Author:
Conrad, Johannes http://d-nb.info/gnd/118521853
Title:
Nationalökonomie
Volume count:
Teil 1
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1902
Scope:
XVI, 389 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Abschnitt I. Die Lehre von der Produktion
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Grundriss zum Studium der politischen Oekonomie
  • Nationalökonomie (Teil 1)
  • Title page
  • Contents
  • Abschnitt I. Die Lehre von der Produktion
  • Abschnitt II. Die Verteilung des Ertrages der Volkswirtschaft
  • Abschnitt III. Die Geschichte der Nationalökonomie

Full text

127 
hat in der neueren Zeit den Rückgang des Grundwertes in nicht un- 
bedeutendem Maße aufgehalten, während die Güterpreise in den 
Dezennien vor 1880, auch wo die Reinerträge unverändert blieben, 
fortdauernd stiegen. 
Bald ist indessen auch bei gleichem Landeszinsfuß durch Ver- 
schiebung des Verhältnisses von Angebot und Nachfrage der Kaufwert 
weit höher als der Ertragswert, bald‘ auch niedriger; ersteres beson- 
ders auf hoher, letzteres auf niedriger Kulturstufe. In dem Westen 
von Amerika ist im Vergleich zum Reinertrage das Land billig, im 
Osten teuer. In England, wo ein großer Teil des Landes in festen 
Händen ist, werden für jedes Stück, .wie für jede Farm enorme Preise 
gezahlt, so daß auf ‚eine höhere Verzinsung, wie etwa 2%, nicht zu 
rechnen ist. In der Nähe der Städte oder für Güter in besonders 
schöner Lage werden verhältnißmäßig hohe Summen geboten. Dieselbe 
Erscheinung liegt bei ganz kleinen Grundstücken vor, die der Arbeiter 
erwirbt, um darauf seine überschüssige Arbeitskraft zu verwerten und 
sich darauf zu erholen. Er verzichtet auf eine angemessene Verzinsung 
des Anlagekapitals und vielfach noch auf einen Lohn für seine Arbeit. 
Der Reinertrag wird bedingt einmal durch die Tragtähigkeit des 
Bodens. Man zahlt naturgemäß für einen milden Lehmboden oder 
für humoses Niederungsland das Doppelte, Dreifache und noch mehr 
als für Sandboden; für Land in alter Kultur weit mehr als für erst 
aeu kultiviertes Gebiet, welches noch steinig, unrein, wenig humos, 
ohne Wasserabfluß etc. zu sein pflegt. Der Preis wird aber wesent- 
lich bestimmt durch die Art der Verwendung, welche das Land finden 
zoll. Nicht nur, daß man für Garten- und Weinland mehr zahlen kann, 
als für Acker oder gar Weide, sondern auch für Ackerland kann mehr 
geboten werden, wenn es in der Nähe einer Zuckerfabrik liegt, als für 
zbgelegene Stücke, auch wenn sie sich für den Rübenbau eignen, 
Enorme Summen können ohne Bedenken in der Umgegend von Quedlin- 
burg, Eisleben, Erfurt gezahlt werden, wo der Boden zur Samenzüchtung 
venutzt werden soll und dabei auf den Hektar an Dünger und Arbeit 
im Jahr 1000 Mk. und noch mehr ausgegeben werden. Ein Land- 
wirt, der mit bedeutendem Kapitale, hoher Intelligenz und landwirt- 
schaftlichen Kenntnissen ausgerüstet ist, wird ev. ohne Schaden für 
ein Gut das Doppelte des Preises zahlen können, den sein untüchtiger Vor- 
zänger zu verzinsen vermochte, wenn er eine neue Wirtschaftsmethode, 
sinen verbesserten Viehstand, Maschinen ete. einführt. 
Der Reinertrag wird außerdem durch alle jene Momente beein- Grundbedin- 
üußt, welche die Produktionskosten bestimmen, also abgesehen von dem gungen des 
Kapitalzins für das Betriebskapital, durch Steuern und ähnliche mit dem Beine 
Grund und Boden verbundene Abgaben, besonders durch die Höhe Tages 
des Arbeitslohnes, dessen Steigen gerade in der neuesten Zeit die Pro- 
duktionskosten in der Landwirtschaft sehr bedeutend gesteigert hat, 
zumal bei der zunehmenden Intensität des Betriebes weit mehr 
Arbeitskraft als früher auf das Land verwendet wird. Für 5 Güter 
stellten wir die Entwickelung der Lohnausgaben in Mark pro 100 ha, 
wie folgt, fest: 
zeinertrag.,
	        

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Nationalökonomie. Fischer, 1902.
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